5cm machens aus

Heute war es also tatsächlich schon soweit: der erste Locationwechsel und somit auch die erste Bewährungsprobe an uns und unsre Packkünste stand an! Ich bin bissl stolz auf uns, muss ich sagen! Wir haben die ersten Optimierungen umgesetzt und alles, was wir für die beiden Übernachtungen bei Venedig brauchen, in ein Köfferchen gepackt und konnten inkl. Sandspielzeug, Wanderschuhe, Küchenutensilien,…bestimmt 75% des Gesamtgepäcks im Auto lassen.

Aber der Reihe nach!

Wie immer waren wir um 6:40 Uhr mehr oder wenig bereit zum Aufstehen – es zeigt sich: Egal wann Luisa und Emil ins Bett gehen und keine Verdunklungsmöglichkeiten an den Fenstern sind, wird früh aufgestanden. Heute war uns das aber auch recht, da wir nach unseren Anstrengungen bei den Drei Zinnen gestern nicht mehr in der Lage waren zu packen. Also heute vormittag alles wie oben schon erwähnt verstaut (Luisa war hier eine große Hilfe, indem sie ein Schläfchen gemacht hat) und gegen 11:15 Uhr haben wir die 195km nach Mestre bei Venedig angetreten. Mit zwei schlafenden Kiddies hintendrin war die Fahrt dann echt optimal und wir kamen um halb 3 bei unsrem gebuchten Appartment an. Chiara, die Verwalterin, erwartete uns schon und offenbarte uns dann das Highlight der Wohnung: die abschließbare Garage in der Tiefgarage. Ähm, ja, uff, super, aaaaaaaber passt der Octavia mit der Dachbox da rein??? Ich sag mal so: Manchmal sind 5cm entscheidend! Es passt irgendwie in der Höhe und auch in der Länge, dürfte aber auch nicht knapper sein und ich bin froh, dass Fjodor geparkt hat – ich hätte mich mit Sicherheit megadämlich angestellt! Das kann ich hier sagen!

Unser minimalistisches Gepäck, hatte ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt 😉 , war dann schnell in der Wohnung mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern, Küche, Wohnzimmer und der Tiefgarage verstaut und wir wollten uns noch ein bissl die Beine vertreten, was essen und Emil müde machen. Also liefen wir mit Luisa im Kinderwagen Richtung Mestre Centro. Man hört ja immer nur schlechtes von dem Vorort von Venedig, aber es gibt definitiv noch hässlichere Ecken und in der Innenstadt war einiges an Leben geboten. So hat uns auf der Piazza Ferretto die Festival Show von Radio Bellla und Monella mit mehr oder weniger begabten italienischen Nachwuchsstars (???) begrüßt.

Es war ca. 18:00 Uhr und unsre deutschen Kinder hatten beide Hunger, was allerdings nicht so ganz mit den Öffnungszeiten der ortsansässigen Restaurants zusammenpasst. Naja, wir sind ja flexibel: Also in den nächsten Supermercado und bissl was fürs Abendessen eingekauft. Emil hatte allerdings schon so Kohldampf. Er wollte eine Brezn im Supermarkt und war dann nach kurzer Überredungskunst auch mit einem italienischen Panini einverstanden.

Das erste italienische Gelato des Urlaubs durfte dann auch nicht fehlen. Geschmacksrichtung „grün“ wurde gefordert. Also „menta“. Fjodor und ich haben uns dann nicht so direkt drum gerissen, wer die Reste bekommt.

Luisa hat sich nach der Zwischenmahlzeit nochmal dazu entschlossen ihre Augenlider von innen nach Verletzungen abzusuchen – irgendwie pennt sie heute fast den ganzen Tag! Recht hat sie, ist ja Urlaub!

Für Emil (und Fjodor) gabs dann noch ein Highlight: „Eisenbahn! Eisenbahn! Eisenbahn! Emil Eisenbahn!“ Und das in Dauerschleife!

Anschließend traten wir den Rückzug an und wagelten den gut 1km-langen Heimweg zum Appartment. Ansich schliefen die Zwerge auch beide echt schnell ein. Eigentlich! Hätte das Bett nicht so geknarzt, als ich Luisa in ihr Bett verfrachten wollte. Plötzlich hatte ich links und rechts einen kleinen Yauschi im Arm und es zog sich bis kurz nach 9!

Jetzt schmieden wir noch einen groben Plan für morgen und unsren Venedigbesuch. Am wichtigsten: Tram- und Bootfahren!

Buonanotte a tutti! Baci!

Aus Leicht mach Schwer: Die Drei Zinnen

Endlich, der Tag an dem das HIGHLIGHT in den Dolomiten ansteht: Die leichte 3-4h Wanderung rund um die Drei Zinnen. Auch bestärkt durch andere Reiseberichte wie z.B. https://travelsanne.de/drei-zinnen-wanderung/ begaben wir uns heute besonders früh auf die Straße. Gerade in der Hauptsaison heißt es öfters, nach 10 Uhr könnte es schwierig werden noch mit dem eigenem Auto hoch fahren zu dürfen. Davon angespornt, haben wir es geschafft um 08:30 im Auto zu sitzen, auf dem Weg beim Bäcker das zweite Frühstück geholt und nochmal die Reisekasse aufgestockt, da in der Regel alle Hütten nur Bargeld akzeptieren. Um kurz nach 10 haben wir dann einen perfekten Parkplatz, leicht oberhalb der Auronzohütte bekommen. Das „Anstehen“ hielt sich auch in Grenzen und Emil konnte es kaum erwarten, durch die Schranken zu fahren. Uns wurde schon ein traumhafter Blick beim Warten geboten.

Dort angekommen, packten wir fix alle Sachen zusammen (ja bis auf die Feuchttücher oder Taschentücher, die blieben im Auto, was etwas suboptimal bei zwei Wickelkinder ist). Die Großen gingen nochmal aufs WC und dann ging es mit den Menschemassen gegen den Uhrzeigersinn auf dem Weg 101 zur Lavaredohütte .

Bis auf ein Tütata (Polizeit Tütata!!!) Auto auf dem Weg, haben Emil durchaus die riesigen Berge von allen Seiten imponiert und wir hatten unseren persönlichen Reiseführer im Gepäck, der erneut alles detailiert kommentierte. Die Hütte selber ließen wir liegen und begaben uns direkt zum höchsten Punkt der Wanderung, zum Paternsattel, wo wir dann mit dem ersten Blick auf die drei Zinnen belohnt worden sind.

Sagen wir mal so…so weit so gut…höchsten Punkt erreicht und Emil hat sich selber minutenlang selber gefeiert „Oben…Emil Oben….Oben….Emil Oben….HEEEEYYYYY….“. Die berühmte Drei Zinnen Hütte war ebenso in Sicht und für einen stand dort die Suppe bereits fest. Auf dem Weg zur nächsten Hütte entschieden wir uns für den familienfreundlicheren „unteren“ Weg, wo man zwar ein paar Höhenmeter mehr hatte, dafür sich die Kraxnhalter noch im Bikerstil zuwinken. Aber nicht nur Kinder wurden in Kraxn transportiert, auch anderen flauschige Wesen konnten auf diesem Weg, bis zur Drei Zinne Hütte getragen werden.

Da bereits von weitem auf der Hütte Suppe eingefordert worden ist, entschlossen wir uns, auch mit Blick auf den weiteren Verlauf der Reise, dort bereits zu Essen. Es war ein mega Gewusel, aber wir bekamen einen Platz drinen für uns Vier. Da ein kleiner Mittagsschauer vorbei schaute, Glück gehabt! Essen war üppig und bis auf die Suppe auch lecker. Als der Schauer vorbei war, sind wir weiter zur Lange Alm. Natürlich durften einige Fotostops, auch unter der strengen Regie von Emil nicht fehlen.

Soweit so gut, aber der Weg zur nächsten Hütte hat unsere Kondition gebrochen und es begann ein seeeeeeeeehr anstrengender Abstieg, gefolgt von einem ebenso anstrengenden Aufstieg zur Lange Alm. Ab hier würde weder Julia noch ich, unterschreiben, dass es sich um einen einfachen Wanderweg handelt. Zumindest mit Kinder in Kraxn und Manduca, ergab sich neben der physischen Anstregung noch die psychische Anstrengung die richtigen Tritte zu finden.

Wir waren auf jeden Fall heilfroh, als wir endlich an der Hütte angekommeb sind. Für diese Strecke habe es auch keine weiteren Kraxn für den Bikergruß und auch Manducas haben wir hier nicht mehr gesehen. Ohne es zu wissen, waren wir auch fast die letzten Gäste an der Hütte, die kurz nach unserer Bestellung dicht gemacht hat. Wassertechnisch, wäre dies ein kleines Disaster gewesen, da nur noch Emil über entsprechende Apfelschorlenvorräte verfügte, die er bereitwillig mit seiner Mutter teilte. Alle nochmal Kräfte sammeln und eine Runde Freiluftwickeln, bevor es auf das letzte Drittel ging.

Dieses ging dann wieder etwas entspannter voran, aber unsere beiden Körper schmerzten einfach nur noch von allen Seiten. Wir sind scheinbar nicht mehr für leichte Wanderungen gemacht. Es ging nochmal durch ein Geröllfeld mit herrlichem Ausblick auf die Berge der anderen Seite, vorbei an unzählig gebauten Steinmänchen und vorbei an unzähligen Kühen.

Gegen 18:15 waren wir dann wieder am Auto und waren erleichert, keinen Schritt weiter mehr gehen zu müssen. Anstelle der 3-4h, haben wir mal knapp 7,5h inklusive Pausen gemacht und wie gesagt: Auf dem zweiten Teil, haben wir die Leichtigkeit zumindest irgendwo verloren. Auf dem Heimweg machten wir uns noch etwas lustig über die ursprünglichen Pläne nach der Wanderung in den Wichtelpark oder ins Acquafun Alpin Erlebnisbad zu fahren…da es sich ja laut der og. Quellen um eine Halbtagestour handelt und wir noch Zeit haben würden.

Kurz vor Acht waren wir in der Ferienwohnung zurück, bringen unsere geduldigen und gut gelaunten Kinder ins Bett um dann anschließend…die Füße endlich hochzulegen. Hab ich schon erwähnt, dass wir ECHT platt sind? Morgen geht es dann nach Venedig, gepackt wird heute nimmer.

„Da fehlt eine (Kuh)“

So, die zweite von 34 Nächten liegt also hinter uns und endet um … 06:40 Uhr – ganze 10 Minuten später wie die vorherige 😉 Aber immerhin kam Emil auch dann erst aus seinem Matrazenlager zu uns gekrabbelt, meinte dann aber auch sogleich, dass seine kleine Schwester jetzt auch wach zu sein hat. Nuja, was willst da machen? Genau: kollektives Wickeln, aufstehen, Semmeln holen, frühstücken, puzzlen und malen und das Spielzeug versuchen zu ergattern, dass verdammte 5cm vor der Nase liegt.

Luisa hat sich dann ihren fehlenden Schlaf allerdings wieder geholt und den Vormittag dann in Ruhe im Bett verbracht und Emil hatte Fjodor und mich ganz für sich: Fussballspielen im Hof, Traktor mit Odlfassl bestaunen und ein zweites Frühstück einnehmen stand auf unsrem Programm.

Was machen wir denn aber nun heute noch? Die Frage galt es ja noch zu klären. Das Wetter war unberechenbar und der Forecast hätte auch aus unsrem morgendlichen Kaffeesatz kommen können. Nach längerem Hinundher entschlossen wir uns schließlich dazu eine kleine Wanderung zum Wasserfallpfad Celar zu machen. Das Tückische da dran war allerdings, dass weder das Internet, noch die ausliegenden Prospekte so ganz genau den Startpunkt der Wanderung definierten. Also fuhren wir auf gut Glück und nach Fjodors Riechrüssel los. Wir fanden dann auch einen „Parkplatz“ (zwei weitere Münchner Autos parkten hier auch schon, wohlbemerkt), den mein Mann für den richtigen hielt. Wären wir weitergefahren, hätten wir eine Forststraße fahren müssen und O-Ton Yauschi „wir fahren doch keine Forststraße“! Also Luisa ab in die Manduca, Emil (gerade noch im Koma im Auto) wollte selber laufen. Es ging also der eben erwähnten Forststraße entlang durch den Wald, immer den drohenden grauen Regenwolken entgegen, einem Bach (der seinen Ursprung im Celarwasserfall haben soll) folgend den Berg hinauf.

Luisa nimmt die Wanderungen bisher meist mit ihrer stoischen Ruhe hin und verpennt hier unsere Anstrengungen. Emil hingegen kommentiert alles. Ich meine ALLES! Eine Kuhherde, die aus 2 Kühen besteht ist für ihn nicht komplett „Fehlt eine Kuh!“. Es müssen immer 3 Kühe sein bei unsrem kleinen Monk 😉 Außerdem hat Fjodor ihm heute die ersten Ameisenhaufen seines Lebens gezeigt. Allerdings assoziiert Emil mit dem Wort „Haufen“ immer Kacka. „Nomal Ameisenkacka sehen!“ Es will auch nimmer aus seinem Kopferl raus, dass ein Ameisenhaufen nix damit zu tun hat.

Im Laufe unseres Ausfluges überholten uns zig Autos, kamen uns entgegen und ebenso viele Autos standen auf Parkplätzen entlang der Forststraße…Hmm hätten wir wohl doch noch weiterfahren sollen/müssen? Wie lange hält das Wetter noch? Werden wir klatschnass? Wo kehren wir ein?

Noch ein paar Steine in den uns begleitenden Rinnsal geworfen ging es dann in der Kraxn für Emil weiter. Luisa schlief weiter und wenn sie wach war, schaute sie fröhlich-neugierig in der Gegend rum.

Irgendwann wollten wir dann doch einkehren, da es schon 15:00 Uhr wurde und wir ja den Rückweg auch noch trocken schaffen wollten. Fjodor fand auf googlemaps die Mairwiesenhütte und dachte, hier gibts was zu mampfen. Ähm gerade haben wir dann auch entdeckt, dass das eine Hütte zum mieten ist 😉 Wir hatten ja bissl was an Brotzeit dabei und machten es uns im Garten der Hütte kurz bequem.

Die Wolken kamen immer schneller, immer näher und schon gings los…REGEN! Zum Glück nur kurz und die Regenjacken waren ja dabei.

Ca. 1 km bevor wir unser Auto (am Anfang der besagten Forststraße) wieder erreichen würden, wollte und konnte ich nicht mehr. Luisas gut 7kg Paket vor der Brust den zweiten Tag in Folge machte mich bissl fertig, sodass Fjodor uns mit dem Auto aufsammeln musste. Gerade haben wir recherchiert, es waren heute dann in Summe 8,6km und 207 Höhenmeter – quasi vergleichbar mit unserer für morgen geplanten Drei Zinnen Wanderung.

Die Familie hatte nun Hunger! Luisas Verpflegung hab ich ja immer „an der Frau“, sodass sie schon aufm Parkplatz gesättigt war. Wir 3 fanden unser Seelenheil im Gasthof Sillianer Wirt in Sillian. Als der Kellner sah, dass wir mit zwei kleinen Kindern kamen, bot er uns ein kleines Nebenzimmer an, das perfekt war: Spieleecke mit Autos und Parkgarage, Lego, ein Tisch nur für uns, Hochstühle – wir störten niemanden und uns störte niemand. Wir wurden gefragt wann wer essen möchte (jeder der Kinder hat weiß, es ist suboptimal in dem Alter, wenn alle das Essen gleichzeitig bekommen), ob Emil zuerst….

Also bekomm der kleine Mann seine Kaspressknödelsuppe, von der er redet, seit er mitbekommen hat, dass wir wieder in den Bergen sind, zuerst. Dann folgte Fjodors Gröstl und ich bekam dann noch mein Gulasch.

Als Nachspeise gab es Kasperleis, Kaiserschmarrn (eine kleine Portion auf Anraten des Kellners, die aber auch zum Großteil jetzt im Kühlschrank lagert) und einen Mohr im Hemd (politisch ja schon bissl grenzwertig, aber historisch wohl der richtige Name) – ich denke, ihr wisst, wer von uns was wählte 😉

Schnell den Heimweg angetreten und um 20:15 Uhr waren die kleinen Yauschis tatsächlich schlafend in den Kojen und Mama konnte Grey’s Anatomy schauen.

Drückt uns die Daumen, dass das Wetter in den Dolomiten morgen mitspielt. Am FR gehts dann schon nach Venedig weiter.

Guads Nächtle von uns 4!

Sprung ins Glück

Es ist 06:30 Uhr und die Nacht ist für die 4 Yauschis vorbei, was nicht daran lag, dass wir alle ausgeschlafen haben, sondern daran, dass die Sonne aufgegangen ist und ungehindert in unser Schlaflager scheinen konnte! Ich bewundere ja Mensche, die aufwachen und sofort gute Laune und Bock auf den Tag haben. Zum Glück haben wir einen in der Familie, der egal welche Uhrzeit es ist, nicht erwarten kann die Welt zu erkunden. Raus aus den Federn und spring in einen SUPER Tag!

Um Julias offen Frage nach der gestrigen Bettkonstellation zu beantworten: Emil hat im Halbschlaf gegen 01:35 Uhr den Weg zu uns ins Doppelbett gesucht, gefunden und dabei mühevoll und voll verpennt sein Kissen und Decke im Schlepptau mitbracht. Luisa hatte sich etwas mehr Zeit gelassen und erst gegen 05:25 Uhr nach Ihrem morgentlichen Proteinshake ihren Schlaf bei uns im Bett fortgeführt. Wie erwähnt ab 06:30 Uhr war es hell und die Nacht vorbei.

Ein Blick aus dem Fenster bestätigtet die Entscheidung die Wanderung um die drei Zinnen zu verschieben und den ersten Urlaubstag langsam anzugehen.

Tief hängende Wolken und Temperaturen, die noch nicht sommerlich wirken. Also erst einmal ganz gemütlich frühstücken. Während ich Semmeln vom Bäcker in Sillian hole, decken die Mädels den Tisch und einer geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Puzzeln bis der Arzt kommt!

Nach ausreichener Spielzeit und Vormittagsnickerchen vom Madamsi, haben wir uns dann entschieden, dass die beiden ihre Leidenschaften draußen weiter nachgehen dürfen und die Kindermeile im Familienwandergebiet Golzentipp anzugehen.

Seit dem letzten Urlaub in Berchtesgaden möchte Emil wieder Gondel fahren, was damit zugleich erfüllt werden kann. SUPER Tag…sag ich doch! Nach 20min Autofahrt sind wir an der Talstation angekommen, verpackten alles und alle wandergerecht und ließen uns überaschen, wie es an der Bergstation ausschauen wird.

Oben angekommen, bekamen wir einen Blick über die im Tal liegende Wolkendecke und wir konnten schon aus der Ferne die vielen Stationen für Kinder entdecken. Auch die Conny Alm lag für die Stärkung auf dem Rückweg wunderbar gelegen und auch dort wartete ein weitere Spielplatz mit allem, was das Spielherz begehrt auf Emil…SUPER Tag!

Für Kinder ist die Familienmeile ein echter Traum, alle paar hundert Meter sind kleine Spielplätze mit einem Motto aufgebaut: Balancieren, Erkunden, Ausruhen, Suchen, Klettern, … immer wieder auch mit Wasserelementen, die zum nass und schmutzig machen einladen.

Bei Station sieben von acht, haben wir uns entschlossen zurück zur Conny Alm zu gehen. Seit halb sieben wach, kein Schlaf bis jetzt (14:00 Uhr), die Stimmung drohte zu kippen.

Mit einem Blick auf die kommenden und gehenden Gondeln gab es dann was zu Trinken und Essen für alle, natürlich wurde auch dieser Spielplatz nochmal von Emil besucht…SUPER Tag, weil auch nochmal Gondel fahren auf dem Programm stand.

Am Parkplatz angekommen wurden die Kinder versorgt, alle gewickelt und Luisa teilte kurz entschlossen ihre letzte Mittagsmilch mit mir und es lief mir einmal mollig warm denRücken runter. Kurzes Streaptease auf dem Parkplatz der Talstation und ab zum Einkaufen für das Abendessen. Auf die Frage, was Emil noch machen möchte, gab es natürlich die Antwort „Spielplatz“ bevor er 2-3 Sekunden nach seiner Antwort in einen einstündigen tiefen Schlaf fiel und erst wieder bei der Ankunft in der Ferienwohnung aufwachte.

Wir ließen dort den Tag ausklingen und ich spielten noch mit Emil bis zum Abendessen draußen (Luisa führte derweil tiefgründige Gespräche mit ihrer Mama), wo sich auch die Vermieter und Nachbarn vorstellten und wir in einen gemütlichen Schnack kamen. Fussball, Laufrad, Federball, Trampolin springen, Kartoffeln ausgraben und frische Möhren aus dem Nachbarbeet…SUPER Tag, bei mittlerweile strahlenden Sonnenschein!

Gegen 18:00 rufen Julia und Luisa dann uns beide zum Abendessen rein: Reispfanne mit Hühnchen und Gemüse. Danach duschen und die Kinder ins Bett bringen. Bei Emil dauerte es bis 20:30 (ich hab zwischenzeitlich schon mal einen kleinen Wald abgeholzt), Luisa war immerhin 30min schneller. Jetzt noch den Blog schreiben und ein wenig Trash TV auf RTL schauen. SUPER Tag!

3 Stunden zu den 3 Zinnen

Heute war es also so weit: Unsre 5 Wochen-Tour beginnt. Nachdem wir gestern Abend die Dachbox und den gesamten Stauraum des Octavias noch erfolgreich beladen hatten, hieß es für uns noch einmal „Gute Nacht“ im heimischen Bett.

Die letzten Punkte unserer zahlreichen Packlisten konnten als erledigt markiert werden, die Kids wurden verstaut und wir starteten bei ergiebigen Regen Richtung Autobahn.

Schnell noch zwei Vignetten gekauft (auch gleich für die Heimfahrt im September dann) führte uns das Navi Richtung Kufstein, durch den Felbertauerntunnel über Kitzbühel (wo unsre Tour am 22.09.2019 enden wird) nach Strassen in Osttirol. Emil kommentierte natürlich jeden Traktoooooor, Schwader (für alle, die nicht wissen was ein Schwader ist – bitte hier klicken), Bagger, etc. bis er nach der Hälfte der Strecke einschlief. Luisa hat schon früher die Segel gestrichen – so eine Schnupfennase kann selbst das stärkste Mädchen fertig machen – und ich hab mich den beiden dann auch gerne angeschlossen.

Kurz nach 14 Uhr waren wir dann am heutigen Ziel angekommen: dem Hofgartnerhof. Lukas, der Sohn der Besitzer, gab uns unsre Appartment-Schlüssel und zeigte uns das Haus inkl. Waschmaschine, Trockner, Getränkekühlschrank, … Wir haben hier eine FeWo mit 2 DZ im 1. OG und einer großen Wohnküche im EG. Es ist alles schon bissl in die Jahre gekommen, dafür sauber und die Betten gemütlich 🙂

Schnell eine Runde Windelwechseln, Auto ausladen und schon gings weiter zum Hofer nach Sillian. Der Plan war schnell geschmiedet, heute wird selbst gekocht, damit die Zwerge zeitig ins Bett kommen und wir, wenn es das Wetter denn mitmacht, morgen loswandern. Luisa verfolgte das Einkaufsgeschehen hochherrschaftlich aus der Babyschale im Einkaufswagen, Emil ließ es sich mal wieder nicht nehmen: „Emil kleine Einkaufswagen selber fahren“. Weißt also Bescheid!

Nach dem Einkaufen fuhren wir noch ein kleines Stück Richtung Italien und konnten dann doch noch einen ersten Blick auf das Bergmassiv der Drei Zinnen erahnen, nachdem der Regen nachgelassen hatte und die Sonne kurz rauskam. Da es aber schon nach halb 6 war, kehrten wir um und fuhren wieder in unsre Unterkunft zurück.

Während ich fix Nudeln mit Scampis und Tomaten koche, geht Emil seiner aktuellen Sucht „Puzzlen bis der Arzt kommt“ nach und Luisa robbt mehr oder weniger zielgerichtet über den Küchenboden – wenn doch nicht immer irgendwelche Stuhlbeine im Weg wären, die sie „fangen“ und den Weg abschneiden.

Gegen halb 8 haben Fjodor und ich beschlossen, dass es an der Zeit ist die Party ohne Kinder weiter zu feiern. Luisa war auch gleich einverstanden, bei Emil waren mehr Überredungskünste gefordert 😉 Achja die aktuelle Zimmeraufteilung sieht wie folgt aus: DZ 1 – Lager für Koffer und Nutzung als Badezimmer; DZ 2 – Doppelbett Fjodor und Julia (so Stand jetzt 22:15 Uhr), Emil auf der Matraze, die am Fussende von unsrem Bett liegt und Luisa im Babybett. Wir berichten in welchen Konstellationen wir morgen aufwachen werden. Fjodor im Babybett? Julia auf der Matraze? Die Kids im Doppelbett? Es bleibt spannend.

Wir zwei sitzen jetzt noch in der Wohnküche und wälzen Prospekte, durchwüsten das WWW und checken den Wetterbericht, um die nächsten Tage zu planen.

Euch allen eine Gute Nacht aus Osttirol von den 4 Yauschis!

Der Countdown läuft: Noch 2 Tage

Es ist wieder so weit: Elternzeit, die Dritte. Mit Emil waren wir bereits 2017 in Ostkanada und haben dort die gemeinsame Zeit sehr intensiv genutzt und genossen. Wer diese Erinnerungen nochmal nachlesen möchte, auch damals haben wir unsere Eindrücke mit dem 8 Monate alten Emil auf großer Reise in unsrem Blog festgehalten: https://yauschisinkanada2017.wordpress.com/

Dieses Mal heißt es mindestens einen Koffer mehr packen. Luisa wird zum Start unserer 5-wöchigen Reise fast 5 Monate sein, wie damals Emil bei seiner ersten Reise 2017 nach Mallorca. Ein tolles Alter, in dem man bereits viel von einander hat und zugleich die Babys noch so pflegeleicht sind.

Uns hat es schon immer in die Ferne gelockt und in der Ferne haben wir oft festgestellt, dass wir so viel Schönes direkt vor der Tür haben. Wir haben uns daher entschieden, diesmal unsere Tour von zu Hause aus zu starten und bei unsrem Roadtrip einen Teil unseres wunderschönen Europa kennen zu lernen. Herausgekommen ist eine Reise durch die imposanten Dolomiten und das nahliegende Mittelmeer. Mit Kroatien und Slowenien sind Länder dabei, in den denen Julia und ich auch noch nicht bzw. nur kurz waren:

Los gehts am Montag, 19.08.2019 mit der Fahrt zu den Drei Zinnen in Südtirol. Dort werden wir auf Österreichischer Seite die ersten vier Nächte unserer Tournee in Strassen verbringen.

Anschließend geht es für zwei Nächte weiter nach Mestre bei Venedig, wo wir uns für weitere zwei Nächte einquartiert haben. Ab hier beginnt unsere Route entlang des Mittelmeeres und wir bleiben auch mit dem nächsten Stop in Italien, Grado, fünf weitere Nächte. Hier hat Julia im zarten Alter von 6 Jahren das Schwimmen im Meer gelernt 🙂

Es folgen vier längere Aufenthalte in Kroation: Porec mit fünf Nächten, die Insel Krk mit sechs Übernachtungen, die Plitvicer Seen mit vier weitere Nächten und abschließend die Hauptstadt Zagreb für ein Wochenende.

Unseren vorletzten Aufenthalt mit vier Nächten machen wir in Slowenien beim Nationalpark Kranjska Gora, in der Nähe von Lubljana.

Mit einem letzten Stop in Kitzbühel lassen wir die Elternzeit mit zwei abschließenden Nächten ausklingen und schauen uns den Wilden Kaiser von der anderen Seite, wie vom heimischen Feldkirchen-Westerham an.

Die Vorbereitung für die Reise laufen bereits seit einigen Monaten, wer uns kennt weis, dass wir bereits alle Unterkünfte gebucht haben. Außerdem mussten wir uns Gedanken machen, wie wir mit eigenem Wagen unser Gepäck verfrachtet bekommen (Jeder, der sie kennt, weiß: Julia ist nicht die Frau, die mit kleinem Gepäck reist.) . Die Thule Dachbox wird uns dabei mit weiteren 500 Liter unterstützen., so dass wir bequem Luisas Kinderwagen in den Kofferraum packen können. Ein passendes Dachbox „Kofferset“ gab es günstig bei Ikea: 5x FRAKTA 😉

Dennoch bleiben noch ein paar Dinge bis zur Abfahrt offen…

  1. Bekommt Luisa schon den Brei auf der Reise oder setzen wir weiter auf das bewährte Mutter-Trink-System?
  2. Mit welchen Temperaturen dürfen wir rechnen, immerhin sind wir am Meer und in den Bergen?
  3. Wie packen wir die Dachbox am geschicktesten?
  4. Zu welcher Zeit muss Fjodor an welchem Ort sein um das perfekte Foto zu schießen?
  5. Und vieles mehr!

Wir genießen die letzten Stunde in der Heimat und schreiben fleißig ToDo-Listen und melden uns von der ersten Unterkunft bei den Drei Zinnen.