Und schon war es 4:30 Uhr und ich fand mich in der Mitte von „Emils Doppelbett“ wieder – jeweils ein Kind links und ein Kind rechts im Arm eingekuschelt. Nu gut, lassen wir den alten Yauschi mal alleine und bleiben hier liegen. Plan war ja heute früher als die erwarteten Menschenmassen zu den Seen zu fahren, so sollte der Wecker um 7:00 Uhr läuten. Wer war kurz vorher wach? Ich und sonst keiner. 45 Minuten später weckten Luisa und ich Fjodor dann doch, bei Emil war in seinem komatösen Schlaf nicht daran zu denken, ihn auch nur annähernd wach zu bekommen, den kleinen Schlafbären. Während wir schon frühstückten und unsre 7 Sachen zusammenpackten, streckte sich dann doch etwas im Bett – bis er dann allerdings final bei uns war dauerte es noch einige „weiterschlafen“ und „nicht aufstehen“ aus seinem Mund.

Um kurz nach 10:00 Uhr (also 1 Stunde später, als vom Familienoberhaupt – der aber auch seine Zeit morgens so braucht – waren alle 4 dann startklar im Auto und eine halbe Stunde später auf dem Parkplatz von Eingang 2. Luisa wie gewohnt ab zu mir in die Manduca, Emil erstmal zu Fuß und los gehts. Wir holten 2-Tages-Tickets, da wir morgen auch nochmal eine Runde in den Park wollen. Der Weg vom Parkplatz zum eigentlichen Eingang zieht sich hier ziemlich: Treppen, Brücke, Waldweg, Straße, … Und ein 2,5-jähriger, der eh selten leise und still sein kann, findet hier an noch mehr Ecken Dinge, die er kommentieren kann. So kann man die erste Strecke schon als Wanderung bezeichnen.
Da wir gestern eine Art Zug-Bus-Kombi gesehen hatten, die die einzelnen Teile des Parks verbindet und wir ja einen großen Fahrzeugfan in der Familie haben, steuerten wir zuerst eben diesen an. Im zweiten Anhänger ging es rasant zu Parkplatz 1.

Von hier hieß es dann per pedes weiter Richtung Eingang 1. Nach einiger Zeit konnten wir Emil in die Kraxn quatschen und er knabberte friedlich seine Salzbrezln (gefolgt von Banane, Apfel, Wurstbrot,…) und berichtete weiter, was er alles so entdeckt. Luisa hat mal wieder bis hierhin die gesamte Tour verschlafen. Am Eingang 1 angekommen reizte der Haus- und Hoffotograf die Geduld der Familie mit einer Stativaktion aus. Luisa und ich beobachteten lieber selten gesehene Styles aus Asien.
Von hier ging es in Serpentinen runter bis ans Ende der Schlucht. Ziel war der „große Wasserfall“. Immer wieder gab es genügend Möglichkeiten die unzählbaren Wasserfälle, türkisfarbenen Wasserbecken und Rinnsale zu bestaunen. Das Wasser hat hier wirklich eine wunderschöne Farbe und Sauberkeit – man kann ohne weiteres bis zum Grund schauen. Fische und Flusskrebse werden va. von Emil wissbegierig beobachtet (und kommentiert). Die Wege führen über eine Landschaft aus Stegen und Treppen hin zum großen Wasserfall. Uns begegnen tatsächlich einige Eltern mit Buggys (zum Teil wird dann der Buggy getragen und das Kind huckepack) oder gleich die Kleinkinder/Babys nur auf dem Arm…ich wäre gestorben, Luisa hat so schon genug Gewicht auf meine Schultern gebracht.
Pünktlich beim Wasserfall hat Madamsi ihre beiden wichtigsten Bedürfnisse angemeldet: neue Pämpi (lustigerweise hilft mir hier eine Rangerin Luisa zu „fixieren“; ich wickle sie auf einer Mauer, während Fjodor dem kletterndem Emil hinterherjagt, und Luisa hielt es nicht für nötig auch nur 30 Sekunden still zu halten) und einen Busen voll Milch. Nachdem die kleine Maus fertig war, folgten noch Erinnerungsfotos und weiter gings Richtung Bootsanlegestelle.
Dort angekommen, fanden wir einen Platz zum Rasten und auch bald was zu Essen. Cheeseburger und Pommes für die Yauschis mit Zähnen. Lautstark wurde danach dann auch ein Eis eingefordert. Es ist ja Urlaub! Als wir uns gegen 16:00 Uhr in die Schlange zum Bootfahren einreihten, hatte auch noch Emil den Wunsch nach einer neuen Windel kundgetan – dieses Mal durfte Fjodor ran: auf der Wiese neben der Bootsschlange 😉

In das 3. oder 4. Boot konnten wir dann auch einsteigen, setzten über und machten uns auf den bekannten, längeren Weg zum Auto bei Eingang 2.
Hier wartete noch ein Highlight des Tages auf uns: Ein Feuerwehrjeep! NEIN, nicht ein Feuerwehrjeep – es muss DER Jeep von Feuerwehrmann Sam sein! Was macht der nur in Kroatien? Aushilfsfeuerwehrmann Emil ist sich sicher: Es ist ein Unfall passiert und Sam muss helfen!

Wir waren keine 5 Minuten auf dem Heimweg im Auto, fiel Emil ins Koma (evtl. lag das auch an meinen Wanderstiefeln, die im Kofferraum qualmten?) und Luisa probte mal wieder ihre Arien in beachtlicher Lautstärke – mei was willst machen? Wir müssen ja irgendwie zurückkommen. Ein kurzer Halt beim Supermarkt, heute sollte es schnelle Nudeln mit Pesto im Chalet geben und ab nach Hause. Emil setzte sein Koma noch auf unsrem Bett hier weiter und war dann aber schon bereit für eine Runde Spielplatz mit Papa. Spielen macht hungrig – gut, dass wir Mädels uns ums Essens schon gekümmert hatten.
Alle Yauschis satt, war es Zeit für ein Feuerchen und das abendliche Programm im Bad. Seit Krk sind wir hier flexibel – auch im Bidet ist Platz 😉
Luisa wollte heute bissl länger kuscheln, Fjodor war endlich beim Friseur (Stromberg war gestern) und ich versuch hier mein Glück mit dem WLAN, mal schauen, wann ihr was zu lesen bekommt. Morgen heißt es ausschlafen und dann gegen Mittag nochmal zu den Seen, den noch verbleibenden Teil des Parks erkunden.











































































































































































