Wir sind auf dem Holzweg

Und schon war es 4:30 Uhr und ich fand mich in der Mitte von „Emils Doppelbett“ wieder – jeweils ein Kind links und ein Kind rechts im Arm eingekuschelt. Nu gut, lassen wir den alten Yauschi mal alleine und bleiben hier liegen. Plan war ja heute früher als die erwarteten Menschenmassen zu den Seen zu fahren, so sollte der Wecker um 7:00 Uhr läuten. Wer war kurz vorher wach? Ich und sonst keiner. 45 Minuten später weckten Luisa und ich Fjodor dann doch, bei Emil war in seinem komatösen Schlaf nicht daran zu denken, ihn auch nur annähernd wach zu bekommen, den kleinen Schlafbären. Während wir schon frühstückten und unsre 7 Sachen zusammenpackten, streckte sich dann doch etwas im Bett – bis er dann allerdings final bei uns war dauerte es noch einige „weiterschlafen“ und „nicht aufstehen“ aus seinem Mund.

Um kurz nach 10:00 Uhr (also 1 Stunde später, als vom Familienoberhaupt – der aber auch seine Zeit morgens so braucht – waren alle 4 dann startklar im Auto und eine halbe Stunde später auf dem Parkplatz von Eingang 2. Luisa wie gewohnt ab zu mir in die Manduca, Emil erstmal zu Fuß und los gehts. Wir holten 2-Tages-Tickets, da wir morgen auch nochmal eine Runde in den Park wollen. Der Weg vom Parkplatz zum eigentlichen Eingang zieht sich hier ziemlich: Treppen, Brücke, Waldweg, Straße, … Und ein 2,5-jähriger, der eh selten leise und still sein kann, findet hier an noch mehr Ecken Dinge, die er kommentieren kann. So kann man die erste Strecke schon als Wanderung bezeichnen.

Da wir gestern eine Art Zug-Bus-Kombi gesehen hatten, die die einzelnen Teile des Parks verbindet und wir ja einen großen Fahrzeugfan in der Familie haben, steuerten wir zuerst eben diesen an. Im zweiten Anhänger ging es rasant zu Parkplatz 1.

Von hier hieß es dann per pedes weiter Richtung Eingang 1. Nach einiger Zeit konnten wir Emil in die Kraxn quatschen und er knabberte friedlich seine Salzbrezln (gefolgt von Banane, Apfel, Wurstbrot,…) und berichtete weiter, was er alles so entdeckt. Luisa hat mal wieder bis hierhin die gesamte Tour verschlafen. Am Eingang 1 angekommen reizte der Haus- und Hoffotograf die Geduld der Familie mit einer Stativaktion aus. Luisa und ich beobachteten lieber selten gesehene Styles aus Asien.

Von hier ging es in Serpentinen runter bis ans Ende der Schlucht. Ziel war der „große Wasserfall“. Immer wieder gab es genügend Möglichkeiten die unzählbaren Wasserfälle, türkisfarbenen Wasserbecken und Rinnsale zu bestaunen. Das Wasser hat hier wirklich eine wunderschöne Farbe und Sauberkeit – man kann ohne weiteres bis zum Grund schauen. Fische und Flusskrebse werden va. von Emil wissbegierig beobachtet (und kommentiert). Die Wege führen über eine Landschaft aus Stegen und Treppen hin zum großen Wasserfall. Uns begegnen tatsächlich einige Eltern mit Buggys (zum Teil wird dann der Buggy getragen und das Kind huckepack) oder gleich die Kleinkinder/Babys nur auf dem Arm…ich wäre gestorben, Luisa hat so schon genug Gewicht auf meine Schultern gebracht.
Pünktlich beim Wasserfall hat Madamsi ihre beiden wichtigsten Bedürfnisse angemeldet: neue Pämpi (lustigerweise hilft mir hier eine Rangerin Luisa zu „fixieren“; ich wickle sie auf einer Mauer, während Fjodor dem kletterndem Emil hinterherjagt, und Luisa hielt es nicht für nötig auch nur 30 Sekunden still zu halten) und einen Busen voll Milch. Nachdem die kleine Maus fertig war, folgten noch Erinnerungsfotos und weiter gings Richtung Bootsanlegestelle.

Dort angekommen, fanden wir einen Platz zum Rasten und auch bald was zu Essen. Cheeseburger und Pommes für die Yauschis mit Zähnen. Lautstark wurde danach dann auch ein Eis eingefordert. Es ist ja Urlaub! Als wir uns gegen 16:00 Uhr in die Schlange zum Bootfahren einreihten, hatte auch noch Emil den Wunsch nach einer neuen Windel kundgetan – dieses Mal durfte Fjodor ran: auf der Wiese neben der Bootsschlange 😉

In das 3. oder 4. Boot konnten wir dann auch einsteigen, setzten über und machten uns auf den bekannten, längeren Weg zum Auto bei Eingang 2.
Hier wartete noch ein Highlight des Tages auf uns: Ein Feuerwehrjeep! NEIN, nicht ein Feuerwehrjeep – es muss DER Jeep von Feuerwehrmann Sam sein! Was macht der nur in Kroatien? Aushilfsfeuerwehrmann Emil ist sich sicher: Es ist ein Unfall passiert und Sam muss helfen!

Wir waren keine 5 Minuten auf dem Heimweg im Auto, fiel Emil ins Koma (evtl. lag das auch an meinen Wanderstiefeln, die im Kofferraum qualmten?) und Luisa probte mal wieder ihre Arien in beachtlicher Lautstärke – mei was willst machen? Wir müssen ja irgendwie zurückkommen. Ein kurzer Halt beim Supermarkt, heute sollte es schnelle Nudeln mit Pesto im Chalet geben und ab nach Hause. Emil setzte sein Koma noch auf unsrem Bett hier weiter und war dann aber schon bereit für eine Runde Spielplatz mit Papa. Spielen macht hungrig – gut, dass wir Mädels uns ums Essens schon gekümmert hatten.

Alle Yauschis satt, war es Zeit für ein Feuerchen und das abendliche Programm im Bad. Seit Krk sind wir hier flexibel – auch im Bidet ist Platz 😉

Luisa wollte heute bissl länger kuscheln, Fjodor war endlich beim Friseur (Stromberg war gestern) und ich versuch hier mein Glück mit dem WLAN, mal schauen, wann ihr was zu lesen bekommt. Morgen heißt es ausschlafen und dann gegen Mittag nochmal zu den Seen, den noch verbleibenden Teil des Parks erkunden.

Daaaaa, ein Wasserfall!

Nach einer bettreichen Nacht, erst bei Julia und dann bei Emil, ergab es sich, dass die Herren der Schöpfung erst kurz nach Neun aufstehen wollten. Ein Hoch auf ein stockdunkles Kinderschlafzimmer! Da von der Vermieterin das Leitungswasser als nicht trinkbar übergeben worden ist und auch der Wasserspender seltsam roch, bin ich nochmal los zum Supermarkt. Das Gute ist immerhin, dass es frische sehr gute Semmeln gab und auch ein Schafstau versüßte eher den Morgen! Leider wurde die Kaffeemaschine erst gegen Mittag vorbeigebracht, was immerhin die Kreativität kurzweilig anregte, irgendwie Kaffee zu kochen.

Da wir ein wenig Chaos in unseren Koffern aus Krk mitgebrachte hatten, wollten wir dieses für diesen und vor allem für den Aufenthalt in Zagreb erst optimieren. Daher räumte Julia erst einmal die Koffer wieder um, während Emil, Luisa und ich die Gegend draußen erkundeten. Sandkasten, Fußball, Basketball, Traktoren anschauen, Rutsche, Federball, Schaukel, Leiter,… und bestimmt noch ein paar Kleinigkeiten die wir draußen gemacht haben. Teilweise zu viert, mit der Katze der Vermieterin! Mal sehen, ob wir die Autos wieder finden, die wir vergraben haben. Luisa war die ganze Zeit ein kleiner stiller Begleiter und machte ihren ausführlichen Vormittagsschlaf an der frischen Luft im Kinderwagen.

Eine Begegnung mit einem etwas größeren bekannten Wesen gab es dann noch auf der Wiese, wer kann das gesuchte Tierchen finden?

Als wir wieder Überblick über unser Hab und Gut bekommen hatten, packten wir alles zusammen um einen ersten kleinen Ausflug zu den Plitvicer Seen zu machen. Aus einem erhaltenem Tipp, lieber Parkplatz 2 anzusteuern, war dies unser heutiges Ziel. Ab drei Uhr gab es dann auch vergünstigte Tickets, 150 anstelle 250 Kuna für ein Tagesticket. Also gingen wir den langen Abgang vom Parkplatz in Richtung Boote herunter, um von dort aus zumindest die ersten Wasserfälle anschauen zu können. Alles andere hätte jetzt Emil auch schwer enttäuscht, der seit 2 Tagen, diese vehement einfordert. Mit ähnlicher Begeisterung, wie er sie auch für Delfine oder Fische hatte, wurde nun auch jeder Wasserfall groß gefeiert und jedem in näherer Umgebung gezeigt „DAAA WAAAASSERFALL….DAAAAAAAAA…“. Luisa zeigte sich auch recht neugierig und fuhr das ein oder andere Mal den Hals weit aus der Manduca heraus umd sich auch ein eigenes Bild der Lage zu machen.

Wir gingen nicht ganz nach oben, da die Zeit heute schon fortgeschritten war und wir ja manchmal nicht die schnellsten sind. Emil möchte oft auch selber laufen, was er auch unbedingt soll! Wir werden daher die Route bis zum Ende nochmal die Tage zu Ende führen, aber bereits unten zeigte sich bereits die Schönheit des Parks!

Nach einem kleinem 3h Trip, waren wir dann wieder am Auto zurück und machten uns direkt zum Abendessen, auch hier wieder erst einmal der Empfehlung von Anne folgend, die zufällig ein paar Wochen vor uns hier war: Restoran Degenija. Sehr schönes lokal, kurz vor dem Park gelegen. Wir teilten uns zu dritt die Fleischplatte und es schmeckte allen!

Emil freute sich ein wenig über „Heimat“ und verdrückte eines der beiden Schnitzel. Den Rest haben wir fast geschafft und beendeten den Tag mit einem Kaffee, der uns morgen früh dann wieder zur Verfügung steht. Achso Eis gab es natürlich auch wieder, diesmal wurde grünes Eis gefordert! Pistazie war die einzig verfügbare Sorte, schmeckte nicht und wurde damit einfach weiter an Papa gegeben…gut zu wissen! Luisa erfreute sich den Abend sehr an ihrer eigenen Stimme und ging mit Mama ein paar Minuten früher aus dem Lokal, um den Gesang in einer Privatvorstellung im Auto ausklingen zu lassen. Zu Hause angekommen kann ich dann endlich wieder einheizen, morgen geht es dann etwas früher los!

Obdachlos in Zagreb?

Der heutige letzte Tag auf Krk sollte für einen Yauschi besonders früh anfangen. Seltsamerweise waren es weder eines der Kinder, noch ich – nein es war Fjodor. Um 5:40 Uhr dachte ich, Emil ruft nach seinem Papa – schick ich eben jenen rüber ins Kinderzimmer. Aber es war wohl alles ruhig, Da dachte sich mein Mann „wenn ich schon mal wach bin, fahre ich nach Vrbnik und mache ein Sonnenaufgangsfoto“. Auf einmal kann man ohne Muh und Mäh noch so früh aufstehen, sonst wird desöfteren über Müdigkeit und Antriebslosigkeit gejammert. Aber man bzw. ich will ja nicht so sein. Hab ihn nur noch dran erinnert, dass wir ja noch ALLES packen müssen und um 10:00 Uhr die Wohnung verlassen haben sollten. Gegen 7:00 Uhr sind Minimaus und ich dann aufgestanden und haben zu packen angefangen, als ich die Nachricht bekam, dass die Sonne „im falschen Winkel“ aufgeht – ahja!

Emil poofte nachwievor friedlich vor sich hin. Eine halbe Stunde später war der Fotograf wieder da und bespaßte Luisa, während Muddi weiterwerkelte. Um 8:00 Uhr knarzte auf einmal das Babyfon kurz und bündig und Emil kam wie ein Flitzebogen aus seinem Zimmer direkt in meine Arme geschossen. Woooohoooo, das ist ein neuer Evolutionsschritt. Man muss wissen, der kleine Zar ist bisher noch nie selber aufgestanden, sondern hat (leider) immer einen von uns gerufen – sooft wir ihm auch gesagt haben, dass er doch einfach kommen soll. Jetzt bleibt es spannend, ob es eine Eintagsfliege war oder ob wir das noch öfter erleben dürfen?!

Kurz nach 10:00 Uhr waren wir auch fast pünktlich fertig. Alles war im Auto verpackt, ich shoppte noch kurz in der krk’schen dm (muss schon seltsam für die Kroaten sein, wenn man kaum Produkte im Laden in der eigenen Sprache findet – für uns umso besser, ich wusste gleich was was ist) und Fjodor brachte des Schlüssel zur Agentur Gaber, während ich mit Sack und Pack und den zwei Kiddies zum Strand wagelte. Da das Wetter ja doch vielviel besser war, als vor ein paar Tagen noch vorhergesagt, wollten wir noch ein paar Stunden Strand- und Meerluft schnubbern und dann Richtung Rakovica starten, wenn der Mittagsschlaf ruft.

Die Sonne war nochmal lieb zu uns und wir hatten noch eine schöne Zeit.

Ein letztes Eis am Strand durfte natürlich auch nicht fehlen und um 14:00 Uhr machten wir vier uns auf den Weg ins Ladesinnere.

175km bzw. 2:37Std quer Feld ein durch Kroatien sollten heute zurückgelegt werden.

Beide Kinder waren quasi mit dem Anschnallen der Kindersitze schon eingeschlafen. Yes, der Plan ging auf. Die Strecke bot nicht viel Sehenswertes und zeigte uns „viel Gegend“. Nach dem Verlassen der Autobahn gings nur noch Kurve links, Kurve rechts, Kurve links,…. Kurz vor 17:00 Uhr waren wir dann bei Marijana angekommen. Marijana selbst begrüßte uns auf italienisch und erklärte uns via google.translator, dass sie weder englisch noch deutsch kann und wir uns über jenes Hilfsmittel mit ihr verständigen können. Schon bissl witzig, aber zielführend!

Unser Chalet ist ein kleines Holzhäuschen mitten in einem großen Garten mit Spielplatz, Fussballfeld, alten geparkten Bulldogs, Gockel und Henne,..ihr könnt euch alle vorstellen, wer hier im Paradies ist!

Und das beste für Fjodor, nach 2 Unterkünften im 2. OG und keinem Parkplatz vor der Tür:

Die Temperaturen sind hier um ca. 15 Grad niedriger als noch auf Krk und für uns dann eine kleine (aber erwartete) Umstellung. Die Kinder schlafen hier im eigentlichen Schlafzimmer und wir beide im Wohnzimmer auf der Ausziehcouch, sonst hätten wir die Abende im Schlafzimmer verbringen müssen. Hier im Wohnzimmer ist ein Kamin, den Fjodor natürlich bis zum Ultimo eingeheizt hat – SAUNAAAAA-Alarm! Ich glaub, ich bin unromantisch! Kann nix mit Sonnenaufgang/untergangfotos anfangen und das schlafen vorm Kamin löst bei mir Hitzewallungen, aber nicht wegen der Romantik, aus.

Nachdem wir soweit alles im Häuschen verstaut hatten und Emil vom Spielplatz eingefangen hatten, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt und verbunden damit die Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen. Eingekauft war schnell (Luisa schloß mal wieder im Maxicosi die Augen im Einkaufswagen und Emil unterhielt den ganzen Supermarkt) und zum Essen war auch was gefunden: Restoran Plitvice Palace. Endlich wieder „Würstl mit Pommes“ für Emil und mich, einen Busen für Luisa und Ripperl und Lavacake für den großen Yauschi.

Gleichzeitig stöberten wir in Prospekten, was wir denn die nächsten Tage hier so anstellen werden. Quadfahren? Tropfsteinhöhle? Wasserfälle?

Die zwei Zwerge waren dann auch relativ schnell im Bett. Achja, ich muss dann noch den Titel auflösen „Obdachlos in Zagreb?“ Kommenden SA steht bei uns der nächste Bettenwechsel an und es geht nach Zagreb…jedoch habe ich heute von booking.com eine Email erhalten, dass unsre Unterkunft unsre Buchung nicht aufrecht erhalten kann. Sie haben uns auch eine Alternative mitgeschickt, die jedoch keine ist! Uff! Werden wir wohl selber mal suchen. Endlich passiert mal was ungeplantes 😉

So ich geh duschen! Kalt duschen! Hier in unsrer Yauschisauna sterbe ich! Und ihr wisst, ich bin normal echt verfroren…evtl. leg ich mich zu den Kindern, da hats angenehme 22 Grad!

Vorsicht Spartianer!

In langsam gewohnter Konstellation wachte ich neben Emil bei ihm im Bett auf und weckte diesmal Luisa und Julia, die ihren Schlaf noch auf der Wohnzimmercouch fortgeführt hatten! Morgens tobte nochmal ein heftiges Gewitter und hat die beiden Damen aus dem Schlaf gerissen. Emil ist es ja gewohnt neben einer Kreissäge zu schlafen, so dass ihm auch kein Gewitter stören kann. Da es noch ein wenig nieselte, wurde endlich ein Anlass gefunden mit der Feuerwehrregenjacke zum Supermarkt zu gehen, um dort fürs Frühstück einzukaufen. Da sich während dem Frühstück das Wetter bereits stark verbesserte, fiel die ursprüngliche Planung, den Westen von Krk zu erkunden, flach und dafür ging es direkt zum Strand! Ich ging mit Emil und Sack und Pack vor, Luisa durfte zu Hause noch ihr Schläfchen fortführen und kam mit Julia später nach.

Da vorgestern bereits eine ideale Stelle zum Spielen und chillen gefunden war, sind wir auch direkt dort wieder hin und bauten auf einem menschenleeren Strand unsere Mupfel auf. Emil inspizierte schon einmal die potentielle Baustelle und notwendige Renovierungsmaßnahmen.

Das viele Spielen macht natürlich hunrig, umso besser war es, dass wir noch Pizza von gestern übrig hatten! Diese wurde genüsslich im Zelt verdrückt, während Luisa mehr Interesse am Tennisball hatte.

Dann der kurzen Stärkung ging es dann direkt wieder im Wasser weiter, es wurde wieder Eis geholt und auch Luisa kam in den Genuss mit Papa ihren Mittagsschlaf bei einem Spaziergang zum Leuchtturm zu machen.

Anschließend ein kurzer Schnorchelgang um Emil noch eine Krabbe aus dem Meer zu holen. Da die Lebenden zu versteckt waren, gab es immerhin eine Krabbenschere, die man auch prima mit nach Hause nehmen kann.

Emil durfte auch seinen Nachmittagsschlaf im Wagen seiner Schwester vollrichten während diese mit Ihren Füßen Löcher im Sand grub!

Da Bewegung guter Garant für ruhigen Schlaf darstellt, sind wir immerhin knapp 2km auf die andere Seite der Stadt gewagelt und anschließend wieder zurück.

Ein Tag, wo wir alle mal komplett die Geschwindigkeit heraus genommen haben und nur das schöne Wetter genossen haben. Mit Blick auf die kommenden Tage, wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee! So trabten wir dann gegen 17:00 gemütlich zurück zur Wohnung. Vorbei auch an dem Stockversteck von vorgestern, der sich dort immernoch befand. Super Versteck! Wir setzen diesmal lieber ein anderes Highlight. Nur in Windel gepackt und Handtuch auf dem Kopf, ging es dann an der Hafenpromenade durch die Altstadt in unsere Wohnung. Schleppenträger Papi im flotten Schritt hinterher. An der Reaktion der entgegenkommenden Leute, muss es wohl ganz lustig ausgesehen haben, vor allem auch mit der Kombi wilde „SPAAAARTAAAAA“ Schreie von sich zu geben.

Zu Hause ging es dann für alle duschen und ich hatte tatsächlich sogar Zeit, mal bei goldener Stunde loszuziehen und EIN Foto der Hafenpromenade zu machen.

Das Bild ist leider eine Aufnahme aus der Mitagszeit, Abends kam ich leider zu spät und die Sonne war bereits weg. Umso besser, wir wollten ja früh los zum Essen um anschließend noch für morgen zu packen. Da uns das Citta Veccia so gut gefallen hatte, entschlossen wir uns für einen erneuten Besuch. Auch, weil dieses Schild das Motto des Lokals fast genauso wiederspiegelte.

Abschließend wurde natürlich wieder ein Eis eingefordert und Emil führte uns mittlerweile zielsicher zurück zur Wohnung…äähm seine Wohnung! Nun ist wieder alles doch später geworden als geplant, Kinder sind im Bett, Blog ist geschrieben und es ist bereits kurz vor 12. Koffer und Taschen sind nicht gepackt und wir müssen morgen früh um 10:00 aus der Wohnung raus sein. Gut, dass heute entschleunigt worden ist!

Salamisteine

Und schon begann Tag 5 für uns auf Krk. Luisa hatte ab 6:00 Uhr ein verstärktes Kuschelbedürfnis und nahm den Platz in der nichtvorhandenen Besucherritze ein bzw. durfte ich ihr Kopferl in der Magengegend und Fjodor Tritte ihrer Füsse im Rücken spüren. Eine Stunde konnte ich sie noch zum Dösen überreden, dann war es aber auch genug mit langweiligem Rumgeliege. Die Herren der Schöpfung schnarchten dann noch bis halb 9 im Duett (naja, nur einen hörte man durch die Wohnzimmertür röhren).

Nachdem Emils erster Hunger mit einer riesen Ladung Müsli gestillt war und wir die erste Tasse Kaffee intus hatten, begaben sich die Yauschimänner wieder zum Bäcker.

Wer früh aufsteht, muss auch früh das erste Schläfchen halten. Von Papa in den Schlaf geschaukelt, war das für Luisa auch bald der Fall. Währenddessen fand hier im Wohnzimmer wieder eine kleine Kinderdiskoparty statt (Videos hiervon sind der Zensur zum Opfer gefallen, da ich heute dran war mitzutanzen).

Der Wetterbericht für heute schwankte die ganze Zeit zwischen 20% und 95% Regen-/Gewitterwahrscheinlichkeit. Also alles oder nichts! Bevor hier noch einige einen Lagerkoller bekommen, beschlossen wir – nachdem alle wieder wach waren – Richtung Vrbnik zu fahren und uns die „Burgstadt“ anzuschauen, da es für Strand heute dann doch zu kühl war.

Natürlich schlummerten beiden Hinterbänkler relativ schnell ein, als der Motor lief. Da Fjodor einen Fotospot im Internet auserkoren hatte, hinten nachwievor alles ruhig war, stellte er uns 3 auf dem Parkplatz und ab versuchte den richtigen Winkel zu finden. Er fand den notwendigen Ausguck für dieses Sonnenaufgangsbild nicht und kam somit unverrichteter Dinge wieder zu uns zurück. Nachundnach öffneten Emil und Luisa ihre Augen und wir machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Parkplatz in Vrbnik.

Zu Fuss ging es weiter in das kleine, verwinkelte und wirklich süße Dörfchen. Vor der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt waren rosa-weiß gesprenkelte Steine verlegt. Was sagt unser Wurstfreund Emil? „Papa da Salamisteine“. Ja alles klar, da wissen wir wo die Prioritäten liegen.

Weiter gings bergauf und bergab durch die Gassen, bei mittlerweile sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein. Sämtliche Gewitter zogen an uns vorbei nach Norden.

Und dann sollte der Augenblick kommen, an dem wir Emil dann doch durchschaut hatten. Er wollte unbedingt in einen „Biergarten“ was essen. Mir kam das schon bissl spanisch vor, da er zuvor noch eine Semmel verdrückt hatte und eigentlich keinen Hunger haben sollte. Da er aber so energisch in jedes Restaurant rannte und Essen einforderte, fanden wir uns sogleich auf der Terrasse des Nada wieder. Goldbrasse und Ravioli waren schnell bestellt – wer war nach ein paar Bissen fertig? Genau der Miniyauschi! Aber es gab ja auch noch Apfelschorle und nicht nur langweiliges Wasser, wie im Rucksack. Auf die Nachfrage , ob wir deswegen hier sitzen, konnte er dann doch nicht mehr schwindeln und gab es zu. Ha, erwischt und überführt! Der Lump!

Am Nebentisch beim Essen sassen ein Pärchen (um die 50) aus Köln und ein schwules Pärchen (irgendwas in den 30er und 40ern) ebenfalls aus Köln. Die 4 haben sich wohl hier im Urlaub kennengelernt und laberten das gesamte Restaurant in ihrer Weinlaune zu. Ich kann gar nicht mehr alle Themen zusammenfassen – es ging darum , dass sie Kinder hassen, die Kinder sie aber lieben. Dass der Neffe ein verwöhntes Arschlochkind sei. Der eine von dem Männerpärchen prahlte nur mit seinen Autos, die er immer fährt. Als sie dann endlich den Abgang machten, sahen sich alle verbleibenden Gäste (nur Deutsche) auf der Terrasse an und atmeten tief durch und schüttelten im Kollektiv den Kopf. Unglaublich wie 4 Personen ein ganzes Lokal nerven können. Ich hab mal versucht ein Foto aus der Hüfte raus zu schießen, damit ihr Gesichter dazu habt 😉

Frisch gestärkt blieb uns noch ein Highlight des kleinen Dorfes zu erkunden. Die engste Gasse der Welt mit einer Breite von 43cm an der engsten Stelle. Spätestens hier waren wir von unserer Entscheidung heute auf die Manduca und nicht den Kinderwagen zu setzen überzeugt – auch wenn wir die anderen Eltern zum Teil mit den Buggys dort umdrehen sahen.

Jetzt war es so warm mittlerweile, dass wir uns ein Eis als Abkühlung von Innen verdient hatten. Ich hab mich dann mal für einen Haufen eisgekühlte Hundekacka, ähm ich meine natürlich dark chocolate entschieden.

Auf dem Heimweg planten wir das nächste (gestern schon bei Emil angeteaserte Highlight): eine Fahrt mit dem Semi-Uboot. Marlin Am Hafen in Krk angekommen, besorgten wir Tickets für die große 45 Min-Fahrt um 18:00 Uhr. Es blieb noch Zeit für einen kurzen Bummel und ein Getränk im Secret Garden.

Und dann gings auch schon los, rein ins Uboot.

Der erste Fischschwarm ließ auch nicht lange auf sich warten und schon wie bei den Delfinen wies Emil alle Mitfahrer auf jedes einzelne Tier hin. Luisa war auch ganz aufmerksam dabei, bis der Milchhunger sie überkam, aber die Milchbar ist ja immer und überall zur Stelle auch im Uboot.

Nach den Fischen kam leider nicht mehr viel. Die versprochene Erlebniswelt unter Wasser, die die 15 Min und 20 Kuna/Person ausmachten, war dann bissl ein Witz: eine Schatztruhe, ein Anker, … am Boden, that’s it. Die Meerjungfrau, die normalerweise hier noch ihre Runden dreht, war heute nicht da. Nuja, die Kinder waren begeistert und uns hats nicht wehgetan (wobei der geschwätzige Franke neben mir immer ruhiger und verschwitzter wurde und dann zu seiner Frau meinte, er muss jetzt rauf an die frische Luft).

Als wir wieder an Deck waren und in den Hafen einliefen sahen wir das:

Die Welt drohte ganz bald unterzugehen und wir gaben Gas um fix in unsre nahgelegenen vier Wände zu kommen. Kaum drin ging das Gewitter auch los. Seitdem schüttet es und donnert und blitzt wie verrückt. Die Kinder schlafen, nachdem es noch Pizza gab, trotz des Lärms hier unterm Dach seelig vor sich hin – hoffen wir mal, das bleibt so. Wir machen uns dann mal Gedanken, wie morgen unser letzter Tag auf der Insel und auch am Meer aussehen wird.

Die Hüllen fallen

Diese Nacht wollte eine Yauschi besonders wenig schlafen, weder im eigenem Bett noch im Urlaubsehebett. Daher war für die andere Yauschi die Nacht besonders kurz und für alle Yauschis ging es recht zeitig aus den Federn. Da wir ja ein wenig die Insel erkunden wollten, auch nicht so schlimm, da der Autoschlaf drei von vier Reiseteilnehmern ganz gut liegt.

Davor beglitt mich Emil mal wieder zum Supermarkt um Semmeln und Krapfen einzukaufen, spontan wurde die Tour um die Shoppingmeile verlängert, bevor es dem Herren wieder in den Sinn kam zurück zur Wohnung zu laufen.

Im Vormittag hat sich das Wetter bei einer erneuten 50:50 Vorhersage für Sonne entschieden, so dass ich mit Emil spontan zum Strand vorgegangen bin. Luisa und Julia packten derweil alles für die Inseltour um ein paar weitere Städte anzuschauen.

Noch in Jeans und Tshirt fielen dann nach und nach die Hüllen.

Bis am Ende nur noch der Hut saß und sich das Wetter endgültig für Sonne entschieden hatte.

Julia und Luisa wurden aufgrund der geänderten Tagesplanung ein paar Mal hin und her geschickt und trugen alles notwendige für den spontanen Strandtag herbei: Neue Klamotten, Mumpfel, Handtücher, Schnorchel und was man sonst so für die Baustellenarbeit am Ufer benötigt.

Zu Mittag gab es dann das Menu Rückwärts, es wurde mit Eis begonnen und mit einer Pizza abgeschlossen. Luisa machte sich wieder über die Steine her und man musste gut aufpassen, dass diese nicht im Magen landen! Emil bekam seinen eigenen kleinen Privatpool gebaut und schaufelte fleißig die Steine in seinem Kipper!

Der Damm des Pools wurde regelmässig geöffnet, so dass das Wasser einen tollen Fluß zum Meer formen konnte. Pro Füllung mussten ca. 30-40 Wassereimer gefüllt werden, wie oft dieses Spiel wiederholt wurde, habe ich verdrängt. Wie das bei 50:50 Wettervorhersagen so ist, kippt leider manchmal die Vorhersage auch in Richtung Regen, so dass sich dicke dunkle Wolken formierten!

Wir wären ja auch locker trocken heim gekommen, wenn da nicht dieser eine, bei Kindern äußerst heiß geliebte Gegenstand am Wegerand gelegen hätte: Der STOCK!!! Größer wie Emil und energisch mit Tränen und Geschrei untermauert, wurde uns die Wichtigkeit verdeutlicht, diesen einen tollen Stock mit nach Hause zu nehmen. Also nach Hause, nach Feldkirchen-Westerham!!!

Als der Schauer dann so richtig losging, wurde der Stock in einem Busch versteckt und erneut mit Tränen verabschiedet. Es wurde dringend Zeit für einen Mittagsschlaf! Dieser war dann mit anfänglichen Purzelbaumorgien doch um kurz nach sechs vorbei und wir gingen mit gut gelaunten und ausgeschlafenen Kindern aus der Altstadt in die Altstadt und suchten auf gut Glück ein nettes Restaurant…oder wie Emil zu sagen pflegt: Biergarten!

Mit dem Citta Vecchia haben wir im Vorbeilaufen zufällig die Nummer drei in Krk entdeckt und auch hier wieder einfach Glück mit dem Tisch gehabt. Aber nicht nur der Tisch war gut, auch das Essen und der Service war außerordenlich gut. Für mich bisher das beste Lokal auf unserem Trip. Julia mit Goldbrasse (die zu 3/4 an Emil ging), ich mit Oktopussalat und Nudeln mit Garnelen und zum Abschluß einen warmen Schokokuchen mit Vanilleeis.

Nach dem vielen Essen wurde noch ein wenig Schabernack an der Burgmauer getrieben und zum Glück eine Eisdiele ohne blaues Eis gefunden, so fiel diesmal die Wahl von Emil auf rotes Eis, was mit Himbeer eine gute Alternative darstellte! Luisa hat sich bereits bei der Vorspeise für den Schlaf im Kinderwagen entschieden und wachte erst wieder zu Hause auf.

Morgen dann wieder spontan am Wetter orientiert den Tag planen, evtl. schaffen wir es ja dann zumindes nach Vrbnik, was nochmal sehr schön sein soll! Gute Nacht!

Zwischen Nordpol und Äquator

Nachdem es gestern Abend spät, ja für die kleinen Zwerge sogar sehr spät, wurde, haben wir es heute ruhig angehen lassen. Emil und Fjodor gingen Semmeln holen und Luisa und ich haben schon mal das Käffchen vorbereitet. Nach einem gemütlichen Frühstück hab ich die Männer gleich nochmal losgejagt zum Einkaufen…und wie Männer so sind, wird nicht nur die Liste abgearbeitet, nein ein neues Auto – ja sogar ein neuer Abschlepper wird mit nach Haus geschleppt. Die kleine Maus hat die Ruhe für ein Schläfchen genutzt und es sich auf der Couch gemütlich gemacht.

Das Wetter war wie vorhergesagt heute definitiv nicht für einen Strandtag geeignet mit maximal 20 Grad und einer erhöhten Regen- und Gewitterprognose. Also, was machen wir an so einem Tag auf Krk? Wir packten dann gegen Mittag die Kids ins Auto und fuhren in den Osten der Insel…einfach mal drauf los. Es gibt ja nicht so viele Städte und Dörfer hier, sodass man schnell viel „abgrasen“ kann. Die dunklen Gewitterwolken kamen immer bedrohlicher und näher über die Bergketten auf uns zu, als wir in Stara Baska ankamen (hier geht die Strasse nicht mehr weiter und es muss eh gewendet werden).

Da Luisa und auch Emil hinten drin gemütlich ihr Mittagsschläfchen absolvierten und wir ja mittlerweile wissen, wie enorm wichtig diese Zeit für den Familienfrieden am Abend ist, fuhren wir weiter Richtung Baska und checkten nochmal fix den Wetterradar, der uns von Westen nicht unbedingt Sonnenschein vorhersagte. Aber was solls, wir sind schon unterwegs, also weiter.

In dem Örtchen angekommen, geparkt und losmarschiert Richtung Meer gefiel uns Stara immer besser. Ein kleinerer Ort mit kleinen Gässchen und….einem Gummibärleladen, wo jeder Yauschi, der schon Zähne hat sich was aussuchen durfte.

Es ging eine steife Brise, die aber zu unsrem Glück anscheinend in die für uns richtige Richtung blies und den Regen fern hielt. So führte uns der Weg runter an die Strandpromenade, wo wir die schäumende Gischt und sich brechenden Wellen begutachten konnten. Ein kleines Hüngerchen meldete sich bei Fjodor (hatte er wohl zuwenig Gummitiere gekauft?) und so holten wir uns mit Blick aufs Meer eine Platte „fritto misto“ (mein italienisch ist zwar schlechter als mein spanisch, aber besser als mein kroatisch 🙂 ) an der Imbissbude. Es kam in frittierter Form: Tintenfisch, Scampis, kleiner Seehecht, Sardinen, Calamaristicks….einer von uns hat sich bissl dran überfressen und liegt jetzt mit Bauchaua neben mir (Emil schläft, so als kleiner Tipp, wen ich meine).

Ich muss hier nochmal erwähnen, dass es bis hierhin noch keinen Tropfen geregnet hatte. Luisa war mittlerweile auch in der Manduca wieder aufgewacht und erzählte in einer uns noch unbekannten Sprache interessante Geschichten, die kaum zu überhören waren. Emil, der heute vormittag ja schon den neuen Abschlepper gekauft hatte, verfiel regelrecht in Kaufrausch und wollte in jedem Souvenirladen was kaufen – Magneten hier, neue Wasserspritzpistole da, aber am meisten hatten es ihm heute Modellsegelboote angetan. Hier wurde dann doch von uns ein Riegel vorgeschoben, genug ist genug.

Da jetzt tatsächlich 3 Tropfen Regen fielen gönnten wir uns einen Cappuccino und entdeckten gegenüber des Restaurant Baska eine Büste von Emil Geistlich. Mussten wir natürlich gleich mal recherchieren, wer der gute Mann so war, nachdem hier gleich auch eine Straße benannt war.

Dann war es auch schon nach halb 6 und wir entschieden uns den Heimweg anzutreten, heute zu Hause SpaBo zu machen und die Kids mal wieder zu angemessenerer Zeit in die Falle zu bringen. Gesagt, getan.

Achja, um die Titel des heutigen Beitrags noch aufzulösen: Wir haben heute den 45. Breitengrad hier auf Krk überquert, der die Nordhalbkugel genau in der Mitte vom Nordpol und Äquator teilt.

Morgen und am SO sind die Wetterprognosen ähnlich wie heute – wir werden uns dann mal noch Programm überlegen müssen.

Da Fußball gleich aus ist, werd ich Fjodor mal noch bissl bitten mir doch ein Eis zu holen – die Eisdiele ist quasi unten direkt vor unserer Türe 😉

Amors Pfeile treffen wieder

Die erste Nacht in Krk war super. Die Bettenaufteilung soweit so gut, nur dass in den frühen Morgenstunden Emil Luisa geweckt hatte und wir dann aufgeteilt weiter geschlafen haben. Um 9 hat mich dann Emil zärtlich geweckt, während Luisa und Julia schon im Wohnzimmer warten. Emil wachte mit einem Riesenhunger auf, auch nicht verwunderlich bei dem fehlendem Appetit am Vortag. Ich guckte mir das mit Luisa spielerisch aus der Ferne an, wie ein Monsterberg Müsli verdrückt worden ist.

Erst danach ging es dann mit Emil zum Bäcker um auch etwas für die Großen zu holen. Wir erfreuten uns über eine nette kleine flauschige Begleitung.

Gestärkt war es ja bereits klar, wo wir den evtl. letzten heißen Sommertag verbringen werden: Am Strand!!! Also wie recherchiert, der Stadtstrand von Krk, in 10min von unserer Wohnung aus erreichbar. Endlich zahlt sich Lage aus.

Ein schattiges Plätzchen war schnell gefunden und unsere Mumpfel wurde ich Rekordgeschwindigkeit aufgebaut. Spielplatz, Eisdiele und Grill nebenan, so waren wir auf alles vorbereitet. Ab heute isst der kleine Mann auch offiziell Tintenfisch. Dann ging erst Emil mit Mama schwimmen und Luisa schlief, dann ging ich eine Runde schnorcheln, dann gab es Eis für alle,…

Nachem Luisa bereits bei der Umrundung der drei Zinnen ihre Hose an Emil verliehen hat, war diesmal der Kinderwagen dran und Emil machte so einen wunderbaren 90min Nachmittagsschlaf und war so bestens für Abends vorbereitet. Luisa begnügte sich solange mit den Steinen, ein neues Element für sie.

Und so ergab es sich, dass wir bis halb sieben am Strand verweilten, bis wir den kurzen Spaziergang zurück in die Wohnung in Angriff nahmen. Nach einem kurzen Streitgespräch mit Emil, fand sich jemand im Waschbecken bei einem Bad wieder. Auf Duschen hatte er partout keine Lust!

Das Lokal für das Abendessen, hatten wir gestern bereits ausgewählt, die Tripadvisor Nummer 2 in Krk: Zrinski. Dort haben wir eigentlich mehr Glück als Verstand gehabt, dass wir noch einen Tisch bekommen haben. Nach uns bildete sich eine Riesenschlange und die Leute warteten bestimmt eine halbe Stunde. Bei zwei Kindern wären wir bestimmt weitergezogen. Wie auch immer, guter Platz am Rand, Luisa schlief bereits auf dem Weg ins Lokal ein und Emil zeiget sich von seiner besten Seite während Julia seine Anweisungen auf Papier malte.

Zu Essen gab es dann die Fischplatte Nummer 3 in dem Urlaub, aus meiner Sicht auch die leckerste soweit. Wobei alle drei super waren. Da nach Aussage des Kellners, der Grill etwas überlastet war und wir doch um die 45min auf unser Essen warten mussten, gab es eine Portion Pommes für Emil (und mich) aufs Haus, so dass hier die Geduld nicht überstrapaziert werden musste. Generell zeigten sich beide von der Besten Seite und haben trotz der langen Warterei sehr viel Geduld und gute Laune dabei gehabt.

Nach dem Essen ging es noch eine kleine Tour durch die Altstadt. Bogenschießen auf der alten Burgmauer, da lass ich mich doch nicht lumpen und traf 2/3 Pfeilen. Leider traute sich Julia nicht sich mir mit einem Apfel auf dem Kopf sich zur Verfügung zu stellen, so dass eine Birne an einer Holzwand herhalten musste.

Ein weiterer Papaheldenmoment für die gesamte Familie 😉

Müde ging es dann kurz vor elf für alle heim, natürlich nicht ohne Eis! Mal sehen, ob es morgen tatsächlich regnen wird.

Fitnessstudio Altstadt

Und schon war der letzte Morgen in Porec da und es hieß los gehts Richtung Kvarner Bucht. Da Fjodor gestern schon einen großen Teil des Gepäcks zum Auto geschleppt hatte und ich quasi schon alles gepackt hatte, ging es heute dann eigentlich ganz fix – trotz der widrigen Umstände (2. Stock, kein Parkplatz, Altstadt, 2 Kids). Um 9:40 Uhr kam die Vermieterin Maja wie vereinbart in die Wohnung, um die Übergabe zu machen. Sie war so nett und half uns auch einmal mit Kofferschleppen, sodass wir tatsächlich um kurz nach 10:00 Uhr losfahren konnten.

Unser erstes Zwischenziel heute war Rijeka, die 90 km und 1 1/2 Stunden Fahrt quer durch Istrien waren sehr grün und führten uns auch durch den Ucka Nature Park. Die zwei Zwerge hinten drin fielen auch ziemlich schnell in ein Vormittagsschläfchen, was es natürlich noch komfortabler macht, wenn keiner quäkt oder alle 5 Sekunden fragt, wann denn der nächste Bagger, Traktor, Betonmischer, Radlader, Heuballenpresse, … kommt.

Wir fanden dann auch schnell einen Parkplatz in einer Parkgarage in der Nähe der Fußgängerzone Korzo und erkundeten die Altstadt.

Der Hunger und Durst trieb uns dann an, schnell was zwischen die Kauleisten zu bringen. Traditionell muss man ja auch das unbekannte Angebot beim Mäcci im Ausland testen, allerdings war beim ortsansässigen Schachtelwirt (gefällt mir noch besser, als „Schotte“, „Zur goldenen Möwe“, …) zur Rushhour eine megalange Schlange, sodass wir das kulinarische Vergnügen noch vertagen mussten. Wir nahmen also bei einem benachbarten Bistro auf der Terrasse Platz und Emil teilte sich hier mit seinem Papa ein Burgermenü: Fjodor Burger, Emil Pommes. Fix noch eine Runde Pämpies wechseln und nochmal die Haare vom Winde verwehen lassen und weiter gings Richtung Hafen.

Am Hafen gab es von kleinen Fischerbooten, Hostel auf dem Schiff, Containerschiffen, Segelschiffen und Luxusyachten alles. Am meisten Aufmerksamkeit von uns bekamen allerdings die riesen Fischschwärme, die im Hafenbecken in Massen gegen den Strom des städtischen Abwassers schwammen.

Da uns Rijeka irgendwie auf den ersten Blick nicht so sehr flashte und wir immer noch die süßen Altstadtgässchen von Porec und auch Rovinj im Kopf hatten, machten wir uns gegen 15:00 Uhr weiter auf unsre Reise nach Krk auf Krk. Uns war dieses Mal schon bewusst, dass uns nochmal der gleiche „Fehler“ wie in Porec erwarten wird: superzentrale, schicke Wohnung in der Altstadt, 2. Stock, kein Aufzug, kein Parkplatz! In der Agentur Krk Gaber eingecheckt und dem Mitarbeiter auf seinem Roller gefolgt, fanden wir uns auf einem Hinterhof wieder und dann hieß es für den armen Fjodor erneut schleppen! Der „Rollertypi“ half tatkräfitg mit – wir sind uns allerdings sicher, er war sich nicht bewusst wie viiiiiel wir dabei haben, als er sein Angebot ausgesprochen hat, hihi! Egal, das Apartman Marinko ist superschön im Dachgeschoß mit Schrägen, 2 Schlafzimmern mit Doppelbetten und einem kleinen Zimmer mit einem Einzelbett, einem großen offenen Wohn-Essbereich, einem Bad mit Waschmaschine (läuft schon zum 2. Mal gerade) und Trockner (läuft auch schon) und einer extra Toilette. Ich bin dann noch fix in den Konzum gegangen, unsren Kühlschrank auffüllen und dann sind wir alle 4 los bissl die Stadt zu Fuss zu erkunden und nach einem Lokal für heute Abend suchen. Die kleinen Gässchen abseits des Tagestouritrubels sind wirklich schön und verträumt, wir werden hier mit Sicherheit noch öfter bummeln.

Da Emil immer lauter nach seinem Eis (das es erst nach dem Essen geben wird) rief machten wir uns auf den Weg und kamen seinem Wunsch nach, uns auf der Sonnenterrasse von der Konoba Corsaro zu setzen. Dann fings auch schon an. Der kleine Mann fiel mit seinem Minihintern wie ein Klappmesser zwischen Stuhllehne und Sitzfläche. Die Tränen waren zwar schnell getrocknet, aber die Laune weiter im Keller. Luisa hatte auch keine große Lust auf Schlafen im Kinderwagen und trainierte lieber weiterhin ihr nicht dezentes Stimmchen…jihaaaa, wenns läuft dann läufts einfach manchmal. Was mich dann aber wirklich genervt hat: Von allen Seiten wird man beim Essen eingeraucht. Es ist so widerlich und wir sind es auch einfach nicht mehr gewohnt, aber anscheinend freuen sich alle Raucher hier Urlaub zu machen und zeitgleich mit dem Essen eine zu quarzen. So, das musste mal raus!

Achja zu Essen gab es Oktopus-Kartoffelsalat (war lecker), Thunfischsteak mit Reis (war leider durch) und Tagliatelle mit Scampis und Trüffel (bissl viel Sahne in der Sauce). Unser Großer rief dann auch gleich den Kellner zum „zahlen bitte“ und wir liefen zurück Richtung Wohnung, immer mit Blick auf die Eisdielen, um zu checken, wo es das gewünschte blaue Eis gab.

Noch schnell das Eis gelutscht, Kinder geduscht, Kinder hingelegt, Wäsche gewaschen, ab auf die Couch, Beine hoch und morgen gehts weiter – Strandtag ist angesagt, bevor es die nächsten Tage kühler und unbeständiger werden soll.

Das Beste zum Schluss!

Der letzte Tag in Porec ist angebrochen und wir starten mal wieder mit wenig Plan in den Tag. Nach dem Gewitter letzte Nacht, ist es ganz angenehm herunter gekühlt und wir spielen kurz mit dem Gedanken nach Pula zu fahren. Nach kurzen Abwägen und der Tatsache, dass wir morgen den Transfertag nach Krk haben und uns Rijeka anschauen möchten, entscheiden wir uns trotz winterlichen 25 Grad für den Strand. Ohne lang zu suchen, wieder für Plava Laguna Beach. Es war einfach zu perfekt mit Kiesstrand, Liegeflächen im Schatten, Sandkasten, Spielplatz, Karusell, Parkplatz, Restaurant, usw. um auf eine weitere Suche zu gehen. Später ein paar Bilder mehr von der Lagune!

Morgens wieder die gleiche Routine, diesmal entschied sich Emil allerdings gegen den Spaziergang zum Bäcker und blieb lieber in der Wohnung. Danach spielen mit den Kindern und paralleles Packen für die morgige Weiterreise, als auch für den Strand. Luisa teilt nach und nach die gemeinsame Leidenschaft für Autos mit Emil und turnt dabei fröhlich auf Papa rum. Um Verletzungen zu meiden, hab ich mir vorsorglich eine kleine Wämpi angefuttert 😉

Mit dem zweiten Besuch am Strand, wussten wir auch gleich wohin wir fahren mussten. Parkplatz direkt am Hafen und es waren nur noch 240m bis zum Stellplatz der Familienmupfel direkt gegenüber dem Spielplatz. Während Emil zuerst den Spielplatz erkundete, entschied sich Luisa für den Schwimmflügel und Julia bibberte bei den erwähnten winterlichen Temperaturen im Zelt.

Es dauerte natürlich auch heute wieder nicht lange, bis sich nationenübergreifend die Automobilexperten von morgen zusammenfanden und gemeinsam die Piste unsicher machten. Diesmal trafen wir Kirill aus Kiew, der mit Oma und Opa für eine Woche auf der Anlage des Strandes Urlaub macht. Kirill teilte mit Emil seinen Abschlepper und die beiden verstanden sich blind, während mein russisch auf den Prüfstand gestellt worden ist.

Als ich dann die Gunst der Stunde nutzen wollte um eine Runde schnorcheln zu gehen, entschied sich Sohnemann spontan auch für das Wasser und wir trabten zusammen los. Nach 2min war für Emil der Spaß allerdings vorbei, ihm war das Wasser zu kalt und er wollte lieber weiter Salzstangala bei Mama essen und in ein trockenes Handtuch gewickelt werden. Ich ging dann eine kleine Runde alleine schnorcheln und hab dem ein oder anderem Fischschwarm „Hallo“ sagen können.

Nach dem Wasser wagelte ich Luisa einmal eine Runde über die Halbinsel, vorbei an unzähligen kleinen süßen Plätzen!

Da wir noch die ein oder andere Tasche zu packen hatten und Emil seinen „Mittagsschlaf“ bekommen sollte, packten wir gegen 4 zusammen und trugen einen schlafenden Emil und schlafende Luisa zurück in die Wohnung. Um mein Fluchen morgen geringer zu halten, entschied ich mich eine erste Tour zu tragen. Die Ikea Taschen sind einfach mega praktisch und passen so perfekt in die Dachbox rein!

Emil schlief richtig lange und wir weckten ihn kurz vor sieben. Fertig machen und ab zum Essen, wohin wussten wir mal wieder nicht und besuchten einfach mal die Nordhälfte der Altstadt. Jeder mit dem Gepäck, das er mitnehmen wollte: Alle Autos und eine Menge Bücher!

Folgenden Baum wollte Emil dann unbedingt fotografiert haben, daher darf dieser nicht fehlen!

Wir fanden ein schönes Restaurant, etwas abseits und mit dem Tisch direkt am Wasser. Das Rialto. Die Bewertungen sprechen nicht unbedingt für sich, aber es war absolut ok, Fleischplatte für 2 Personen. Der dritte mampfte sich ja quasi bereits am Brot vorher satt! Anschließend bummelten wir ein wenig durch die Gassen in zweiter Reihe und Emil shoppte das ein oder andere Andenken und bekam durch seine chamante Art entweder einen Discount oder es wurden einfach aus einem zwei Magneten gemacht. Ab jetzt zahlt der den restlichen Urlaub alles! Luisa verpennte quasi den ganzen Abend in die Decke eingemummelt im Kinderwagen.

Un nun das Beste zum Schluß. Bereits auf dem Weg zur Wohnung kreischte es auf einmal um unsere Ohren und wer stand uns Gegenüber: Der Jagawirt aus Aumbach, oder besser bekannt: Familie Hierl, Julias Cousin! Wir gingen uns scheinbar bereits eine knappe Woche in Porec erfolgreich aus dem Weg und trafen uns nun leider erst am letzten Abend. Europa ist doch nur ein Dorf! Dann nochmal ein Happy Birthday lieber Bene und euch schon einen schönen Urlaub – bis bald in Aumbach!