Alle wach…nur einer pennt munter vor sich her. Es ist mal wieder Emil, der uns andere drei Yauschis einfach „überschläft“. Daher gestaltet sich der Morgen wieder eher sehr gemütlich mit wach werden und diesmal immerhin mit beiden Yauschi-Männern, die Semmeln holen gehen. Luisa probierte weiter ihren Karottenbrei und hatte kein Bock drauf. Doch mal mit Pferd probieren? Einziges Tagesziel: eine Bootstour, die noch genau gefunden werden musste.
Am sehr späten Vormittag machten wir uns also auf den weiten Weg Richtung Hafenpromenade, das waren die bereits erwähnten 150m. Da wir keine Tagestour mit den Kindern machen wollten, blieb noch die romantische „Sunset with Dolphins“ Tour. Da sich die unzähligen Anbieter nicht vom Preis her unterschieden haben, bestaunten Seepferdchen Emil und ich den Kutter! Wir entschieden uns für Manon und die Tour ging von 17:30 – 20:00 und enthielt für 20€ pro Erwachsenem sogar gekühlte Getränke (Limo, Wasser, Wein) an Bord. Wir machten eine Anzahlung und haben den Rest dann Abends bezahlt.
Das ging flott und wir hatten noch den halben Tag für einen zusätzlichen Programmpunkt und entschieden uns spontan nach Rovinj zu fahren, keine 45min mit dem Auto entfernt und eines der Tagestourziele mit dem Boot. Da es dann doch schon Mittag war, entschieden wir uns für einen schnellen typischen kroatischen Snack: Cevapcici mit Pommes, Parmaschinken mit Melone und eine körperwarme Milch.

Danach ging es am Hafen entlang mit Blick auf die wunderschöne Altstadt von Rovinj. Aber auch ein Blick runter ins Wasser lohnte sich. Glasklares Wasser, trotz Hafen, und Emil zeigte uns alles Fische und Muscheln, die er entdeckte!



Ziel war zumindest einen Abstecher zur Kirche der Hl. Euphemia zu machen, die man bereits von weitem sehen konnte. Immer mit einem Blick auf die Uhr huschten wir die engen kleinen Gassen hoch und waren ganz froh den Kinderwagen daheim gelassen zu haben. Auch wenn, Rovinj sehr unserer Stadt Porec ähnelte, so war hier der Schwerpunkt viel mehr auf viele kleine süße Künstlerläden und wir hätten hier gemütlich auch einen ganzen Tag verbringen können.
Die letzten Stufen noch und schon waren wir oben.

Kaum oben angekommen, war keine Stunde mehr Zeit, bis wir wieder am Auto sein mussten um rechtzeitig zu unserem Boot zu kommen. Also Emil auf den Arm und Luisa nochmal motivieren weiter zu schlafen und ab ging es wieder runter an den Hafen, schnell noch etwas im Supermarkt zu trinken kaufen und dann nach Hause. Auf dem Heimweg dann der erste Stau, aber zum Glück gab es sofort eine gute Ausweichroute, so dass wir pünktlich beim Boot waren. Leider dauerte es eine ganze Weile, bevor es losging. So dass wir unseren Frontrowplatz mit Emils Erkundungsdrang mehrfach aufgeben mussten und 2-3x jede Ecke des Schiffes begutachten durften, bevor wir sitzen durften. Auch das Ablegen des Schiffes wurde beobachtet und tatkräftig kommentiert.

Luisa ist ja mittlerweile auch Booterfahren und sang fröhlich vor sich hin, in der Hoffnung, dass sie die Delfine anlocken kann. Emil suchte den Horizont ab und ich packte mein endlich mal mein Telezoom raus.

Und dann kamen sie tatsächlich, die Delfine! Luisa hatte Erfolgt mit ihrem Singsang und Emil flippte regelrecht auf dem Oberdeck aus und unterhielt die nächste Stunde die anderen Fahrgäste. Alle 5min wurde dernächste Auftauchpunkt der Schule gesucht und bestimmt 15-20 Tiere zeigten fleißig ihre Rücken und manche auch ihre Schwanzfloße.

Das Spiel ging gefühlt endlos, bis unser Kapitän dann langsam nach über einer Stunde Delfine bestaunen die Heimreise ankündigte. Auf dem Rückweg konnte man noch den Sonnenuntergang bestaunen, bevor das Boot wieder in Porec anlegte.


Hatten wir schon erwähnt, dass der Mittagsschlaf ausbliebt? Nein? Er blieb aus und dementsprechend entschieden wir uns auf dem Heimweg Pizza mit in die Wohnung zu nehmen, was sicherlich die entspanntere Variante war. Emil war müde und bereits mit einem Hang zu Blöd und Luisa war auch froh die Mandukastellung zu verlassen und ein wenig auf ihrem Teppich rum zu rollen. Pizza hätte es auch in XXXL (120cm Durchmesser) gegeben, wir entschlossen uns aber nur für die L Variante.

Am Ende waren alle zufrieden im Bett und morgen treffen wir Betty und ihre wilden Männer! Die Welt bei einer Europatournee ist doch kleiner als man denkt!



































































































