Luisa spricht Delfinfisch

Alle wach…nur einer pennt munter vor sich her. Es ist mal wieder Emil, der uns andere drei Yauschis einfach „überschläft“. Daher gestaltet sich der Morgen wieder eher sehr gemütlich mit wach werden und diesmal immerhin mit beiden Yauschi-Männern, die Semmeln holen gehen. Luisa probierte weiter ihren Karottenbrei und hatte kein Bock drauf. Doch mal mit Pferd probieren? Einziges Tagesziel: eine Bootstour, die noch genau gefunden werden musste.

Am sehr späten Vormittag machten wir uns also auf den weiten Weg Richtung Hafenpromenade, das waren die bereits erwähnten 150m. Da wir keine Tagestour mit den Kindern machen wollten, blieb noch die romantische „Sunset with Dolphins“ Tour. Da sich die unzähligen Anbieter nicht vom Preis her unterschieden haben, bestaunten Seepferdchen Emil und ich den Kutter! Wir entschieden uns für Manon und die Tour ging von 17:30 – 20:00 und enthielt für 20€ pro Erwachsenem sogar gekühlte Getränke (Limo, Wasser, Wein) an Bord. Wir machten eine Anzahlung und haben den Rest dann Abends bezahlt.

Das ging flott und wir hatten noch den halben Tag für einen zusätzlichen Programmpunkt und entschieden uns spontan nach Rovinj zu fahren, keine 45min mit dem Auto entfernt und eines der Tagestourziele mit dem Boot. Da es dann doch schon Mittag war, entschieden wir uns für einen schnellen typischen kroatischen Snack: Cevapcici mit Pommes, Parmaschinken mit Melone und eine körperwarme Milch.

Danach ging es am Hafen entlang mit Blick auf die wunderschöne Altstadt von Rovinj. Aber auch ein Blick runter ins Wasser lohnte sich. Glasklares Wasser, trotz Hafen, und Emil zeigte uns alles Fische und Muscheln, die er entdeckte!

Ziel war zumindest einen Abstecher zur Kirche der Hl. Euphemia zu machen, die man bereits von weitem sehen konnte. Immer mit einem Blick auf die Uhr huschten wir die engen kleinen Gassen hoch und waren ganz froh den Kinderwagen daheim gelassen zu haben. Auch wenn, Rovinj sehr unserer Stadt Porec ähnelte, so war hier der Schwerpunkt viel mehr auf viele kleine süße Künstlerläden und wir hätten hier gemütlich auch einen ganzen Tag verbringen können.

Die letzten Stufen noch und schon waren wir oben.

Kaum oben angekommen, war keine Stunde mehr Zeit, bis wir wieder am Auto sein mussten um rechtzeitig zu unserem Boot zu kommen. Also Emil auf den Arm und Luisa nochmal motivieren weiter zu schlafen und ab ging es wieder runter an den Hafen, schnell noch etwas im Supermarkt zu trinken kaufen und dann nach Hause. Auf dem Heimweg dann der erste Stau, aber zum Glück gab es sofort eine gute Ausweichroute, so dass wir pünktlich beim Boot waren. Leider dauerte es eine ganze Weile, bevor es losging. So dass wir unseren Frontrowplatz mit Emils Erkundungsdrang mehrfach aufgeben mussten und 2-3x jede Ecke des Schiffes begutachten durften, bevor wir sitzen durften. Auch das Ablegen des Schiffes wurde beobachtet und tatkräftig kommentiert.

Luisa ist ja mittlerweile auch Booterfahren und sang fröhlich vor sich hin, in der Hoffnung, dass sie die Delfine anlocken kann. Emil suchte den Horizont ab und ich packte mein endlich mal mein Telezoom raus.

Und dann kamen sie tatsächlich, die Delfine! Luisa hatte Erfolgt mit ihrem Singsang und Emil flippte regelrecht auf dem Oberdeck aus und unterhielt die nächste Stunde die anderen Fahrgäste. Alle 5min wurde dernächste Auftauchpunkt der Schule gesucht und bestimmt 15-20 Tiere zeigten fleißig ihre Rücken und manche auch ihre Schwanzfloße.

Das Spiel ging gefühlt endlos, bis unser Kapitän dann langsam nach über einer Stunde Delfine bestaunen die Heimreise ankündigte. Auf dem Rückweg konnte man noch den Sonnenuntergang bestaunen, bevor das Boot wieder in Porec anlegte.

Hatten wir schon erwähnt, dass der Mittagsschlaf ausbliebt? Nein? Er blieb aus und dementsprechend entschieden wir uns auf dem Heimweg Pizza mit in die Wohnung zu nehmen, was sicherlich die entspanntere Variante war. Emil war müde und bereits mit einem Hang zu Blöd und Luisa war auch froh die Mandukastellung zu verlassen und ein wenig auf ihrem Teppich rum zu rollen. Pizza hätte es auch in XXXL (120cm Durchmesser) gegeben, wir entschlossen uns aber nur für die L Variante.

Am Ende waren alle zufrieden im Bett und morgen treffen wir Betty und ihre wilden Männer! Die Welt bei einer Europatournee ist doch kleiner als man denkt!

Kein Nemo gefunden

Es ist mal wieder Reisetag! Daher nehmen wir den ersten natürlichen Wecker, der uns geweckt hat und machen entsprechend Emil auch wach, der hier noch zum Langschläfer mutiert! Es ist 07:30 und wir müssen mal wieder das Auto beladen. Fast alles wurde am Abend zuvor schon von Julia gepackt, sodass dies ein leichtes war. Das schwierigere Unterfangen war danach das letzte Puzzleteil von Emils heiß geliebten „Einsatz der Feuerwehr“ Puzzle zu finden. Das 54. Teil und ca. 2cm auf 1cm groß, gar nicht so leicht. Schon kurz vor der Verzeiflung tauchte es dann doch unter der Couch hinter einer dicken Staubflocke auf und der Urlaub war gerettet.

Auf dem Weg haben wir dann auch die ersten 1.000 Kilometer geschafft. Bevor sich sorgende Schwiegermütter Kummer bereiten, das Bild wurde fachfraulich vom Beifahrer aufgenommen 😉

Aus Julias Erinnerungen heraus war unser Ziel das Aquario marino della citta di Trieste. Emil freute sich seit Tagen drauf, da wir ihm immer wieder ein Video aus dem Ripley’s Aquarium of Canada in Toronto gezeigt haben. Wer nochmal im Kanada Blog stöbern mag: Findet Nemo

Nemo gab es in Trieste nicht, nur seine Freundin Dori lebte ein tristes Leben in lieblos gestalteten Becken. Aquarien sind sowieso schon ein berechtigter Streitpunkt war Artenhatung angeht, aber dieses war sehr weit davon entfernt. Auch wenn es Emil kurzweilig gefallen hat, würde ich um die Unterstütztung solcher abraten!

Für 6€ Eintritt für alle Yauschis, war der Spaß auch entsprechend schnell vorbei. Damit blieb zumindest kurz Zeit, einen Spaziergang durch Trieste zu machen. Der Piazza Unità d’Italia war ganz in der Nähe und bot Luisa Gelegenheit zu schlafen und Emil auf „Taubenjagen“ Tour zu gehen. Kurzer Imbiss, Kaffee, Eis und das Erkunden des städtischen Spielplatzes und weiter geht die Fahrt.

Von Trieste waren es dann nur noch 1:20 bis nach Poreč in Kroatien. Über Slowenien, ging es dann auf die Autobahn in Kroatien, wo die Maut bequem per Karte bezahlt werden konnte. Auch das vereinbarte Parken in Poreč verlief hochmodern über automatische Kennzeichenerkennung. So war unser Auto für alle notwendigen Zonen freigeschaltet worden. Geparkt wurde ca. 1km von der Unterkunft entfernt und dann erfolgte zunächst die Wohnungsübergabe. Es wurde bereits getragen, was getragen werden konnte und auch Open Air Konzerte hielten uns nicht auf.

Top Lage, mitten in der Altstadt, direkt gegenüber dem Haus der zwei Heiligen, im 2. Stock. Kein Parkplatz, kein Lift, keine Parkgelegenheit vor der Tür. Nett und freundlich zeigte mir die Hausherrin die nächste Gelegeneheit an der Strandpromenade, wo man temporär 15min das Auto abstellen kann. Das ganze um die 150m durch ein paar Gassen entfernt. Wer mich kennt: Ich war innerlich so am KOTZEN!!! Warum? Der scrollt nochmal hoch zum ersten Bild. Ich halte es kurz, ich habe über 30min gebraucht während alle anderen Yauschis das Auto beschützt hatten. In der Wohnung angekommen, suchte sich Emil für Luisa und sich ihr Zimmer aus und tobte erst einmal auf der Couch umher.

Papa durfte duschen, Mama ging zum Supermarkt und dann ging es zu gehobener Stunde raus zum Essen. Unsere Wohnung ist übrigens im rechten Haus, zweiter Stock, mit den offenen Jalousien. Innen alles super modern und geräumig, mochte man so zuerst gar nicht meinen.

Da alle Kredits der Geduld bei mehreren Yauschis verspielt waren, ging es in das erste Lokal, das Sirena zum Grillteller und Cevapcici. Es war „ok“…nicht mehr und nicht weniger. Nochmal werden wir sehr wahrscheinlich nicht hingehen.

Dafür gab es einen Lutscher für Emil und wir machten noch eine kleine Runde durch die Yachtpromenda von Poreč. Eis gab es natürlich auch und kurz vor der Abzweigung zu unserer Wohnung, musste wieder ein Spielplazt begutachtet werden.

Morgen schauen wir uns die Stadt dann nochmal frisch erholt an, wir haben auch hier wieder eine Zimmerteilung zwischen U18 und Ü18. Gute Nacht!

Nach müde kommt blöd

Wer auf der einen Seite bis 09:30 schläft und dann bis 18:00 sämtlichen Schlaf verweigert, wird zuerst ziemlich müde und dann ziemlich blöd! Die Eltern lernen es einfach nicht, dass Abends kein gutes Programm stattfindet, wenn man müde Kinder motivieren möchte! Aber von Anfang an…

Der Tag hat super begonnen, wir waren ja spät zu Hause und die Kinder entsprechend spät im Bett. Daher war Luisa gegen 08:00 erst wach und Emil mit mir erst um 09:30…das ist doch Urlaub! Da wir nichts, absolut nichts vor hatten, lebten wir ganz entsannt in den Tag rein. Ich holte erst mal Semmeln und im Haus wurde Frühstück vorbereitet. Nach diesen fanden sich mal wieder Paul und Emil zum kurzweiligen Spielen miteinander. Gegen 13:00 wurde zu Mittag gegessen, aufgrund des späten Frühstücks entsprechend mässig und anschließend die Sachen zum Strand gepackt. Da Emil und ich es die Tage fast geschafft hatten, sämtliche Kleidung dreckig zu machen, entschloßen wir 4€ in eine Wäscheladung zu investieren und den lokalen Waschsalon aufzusuchen.

Auf dem Weg hatten wir tatsächlich eine Gattung Wohnmobil gefunden, mit dem sich Frau Yauschew ggf. anfreunden könnte: Der Concorde Credo, ein Prachtmodel mit allem was das Herz begehrt. Fast neuwertig für nur 189.000€ auf Caraworld zu haben. Nun ja, falls das mal mit der eigenen Immobilie nicht klappt, evtl. eine Alternative fürs Alter.

Aufgrund der Mittagshitze entschieden wir uns erst einmal einen Abstecher an den Pool zu machen und dort im Schatten ein paar Liegen zu ergattern. War an sich am Kinderpool auch kein Problem und so lagen wir am Pool, spielten auf dem Spielplatz nebenan, sprangen wild ins Wasser oder gönnten uns ein Eis. Luisa machte Ihren x-ten Mittagsschlaf und holte nach einer Weile mit Julia die Wäsche.

Das tolle an dem größten Eis, was man dort kaufen konnte, war übrigens der Stiel! Im Pirulo Tropical war eine eingebaute Wasserspritze, mit der man prima sich, mich und andere Badegäste nassspritzen kann! Seltsamerweise, wird das nach ca. 186 Vorgängen langweilig und wir entschlossen uns beide, Mama war ja immer noch Wäsche aufhängen, an den Strand umzuziehen. Dort wurde von Oberbaustellenbauleitung Alexander gleich ein Unterauftrag an Emil deligiert und man begann mit den notwendigen Bauarbeiten.

Die Väter begnügten sich derweilit dem Bestaunen eines Fotoshootings einer leicht begleideten Badenixe, ganz in der Nähe. Ansonsten war der Strand wie leer gefegt. Zeit für Schattenspiele und Krabbenfangen.

Luisa schaute sich das Spiel geduldig an und Julia versuchte sich abschließend ebenso beim Krabbenjagen…allerdings mit mäßigen Erfolg.

Da wir den „genialen“ Plan hatten, auch mal außerhalb der Anlage Essen zu gehen, entschlossen wir uns relativ früh, gegen 18:00 heim zu gehen. Duschen, anziehen und los…von wegen! Bereits auf dem Heimweg sank die Laune von Emil mit jedem Meter und erreichte zu Hause letztendlich den Tiefpunkt. An Essengehen nicht zu denken! Nach müde kommt blöd und wir legten einen sehr späten Mittagsschlaf von 18:00 bis 19:00 him. Wahrscheinlich hätte Emil auch damit seine Nacht beginnen können und war nach dem Aufwecken nur mir ganz viel Mühe zu beruhigen und davon zu überzeugen, dass wir gerne auswärts in ein Fischrestaurant gehen möchten. Luisa hatte den ganzen Tag ausreichend gepennt und ignorierte das ganze Theater von Anfang an. An dieser Stelle, sei es mal wieder dem Wieso, Weshalb, Warum: Meer gedankt, dass wir aufgrund der dortigen kulinarischen Abbildungen los durften. Wir folgten dem Oberhofer Tipp zum l’Approdo ganz in der Nähe und waren bereit jeden Augenbick wieder umzudrehen, da die Laune sehr wackelig war. Dort angekommen erbarmten sich allerdings beide und wir hatten ein tolles und leckeres Abendessen zusammen. Luisa schlief bis auf ein kurzes Wiegen durch und Emil probierte die Miesmuscheln und Sardinen und fand diese „nomal“…was seine Art ist, zu sagen, dass er etwas toll findet.

Nach Primi, Secondi und einer Nachspeise waren dann alle satt und zufrieden und wir können das Lokal auch preislich sehr gut weiterempfehlen. Abschließend warfen wir noch einen Blick ins Wasser, wo sich die Quallen im Licht tummelten, glücklicherweise, war dies die andere Seite der Bucht und nicht am Badestrand!

Zu Hause angekommten blickten Emil und ich nochmal Sterne während Luisa als erstes bettfertig gemacht wurde! Emil freut sich jetzt zu Hause auf spannende Milchstraßenbilder von Hubert und mir. Am Ende regelte sich also zum Glück nach dem „blöd“ wieder alles ein und wir lernen hoffentlich für die Zukunft, für ausreichend Schlaf beider Sprößlinge zu sorgen! Jetzt sitzen Julia und ich nochmal draußen und gehen dann auch bald ins Bett, gute Nacht!

Der erste Tag am Meer

Einen Erholungsnobelpreis an den Erfinder, der verdunkelnden Vorhänge! Gut es war auch gestern Abend ziemlich spät für die Kids, dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass wir bis kurz vor 09:00 schlafen durften. Julia ist in der Früh rüber zu Emil und ich hatte Luisa noch eine gute Stunde schlafend im Arm. Läuft im Urlaub!

Der moderne Familienvater geht morgens dann nicht nur Semmeln zum Frühstück holen, sondern bringt auch gleich 3 WLAN Voucher mit! Sobald die Luisa und Emil größer werden, übersteigen sicher irgendwann die WLAN Voucher die Anzahl der Semmeln!

Da heute nichts auf dem Plan stand, gingen wir den Tag ganz langsam mit dem Frühstück an und Emil konnte im Garten vor dem Haus auf Spiel- und Entdeckungsreise gehen.

Neben der üblichen Baustelle, die überall aufgefahren wird, haben wir uns auch ausgiebig den kleinen Helfern im Garten gewidmet: Den Ameisen! Eine spannende Straße war schnell ausfindig gemacht und wir lagen eine ganze Weile im gemütlichen Kunstrasen und schauten uns die transportierten Schätze dieser an. Da eindeutig zu wenig unterwegs war, entschied sich Emil zum einen seine restliche Gurke zu teilen und auch der Löffel mit der Marmelade wurde Stock für Stock abgekratzt und den Ameisen auf den Weg gelegt. Glücklicherweise waren die Schmerzen im linken Bein oder Fuß während dem Spielen entweder weg oder die Ablenkung war groß genug. Mit ein wenig Sorgen hatten wir beim Aufstehen leider feststellen müssen, dass hier leider noch etwas den kleinen Mann von gestern plagt.

Da wir ein bissl trödelig mit der Zeit waren und die Mittagshitze bereits da war, entschlossen wir uns einkaufen zu fahren. Der näheren Supermärkte hatten teilweise bereits über Mittag geschlossen, so dass wir auf Nummer sicher zum Aldi gefahren sind. Dieser gestaltete sich nicht nur obsttechnisch groß…

Sondern verfügte auch über eine Sorte alkoholfreies Bier…eine Sorte! Wie manche mitbekommen haben, hatte ich mit Hubert zusammen die glorreiche Idee 4 Monate lang eine Alkoholpause einzulegen, ja über den Sommer, ja über den Urlaub und erst Mitte Oktober gibt es wieder gscheites Bier. Bis dahin verwöhne ich meinen Gaumen mit Fundstücken wie diesem:

Gegenüber unserem Haus war auch eine Familie mit einem kleinem Sohn eingezogen, ebenso aus München. Die Kinder pflegten seit gestern schüchternen Blickkontakt, aber so richtig traute sich keiner zum anderen. Also mit Papas Hilfe und Frontlader in der Hand bewaffnet rüber zum Hallo sagen. Es wurden die eigenen Bälle über die kleine Hecke geworfen und so kam man sich näher und schmiedete einen noch besseren Plan. Die Bewässerung war gerade angegangen und beide entschlossen sich lieber gemeinschaftlich ihre Papas kräftig nass zu spritzen, Material bekamen Sie natürlich von den Betroffenen selber.

Luisa war heute damit beschäftigt ihre Robbbewegungen weiter zu üben und wälzte, robbte, kugelte durch die Wohnung, bis sie sich selbst im Spiegel wieder fand und sich über die „neue Bekanntschaft“ freute.

Die Spritzspiele des großen Burders wurden dann durch das Mittagessen unterbrochen, wie gewünscht gab es kleine Nürnberger mit Kartoffeln. Direkt danach ging es dann wieder zu Paul, so hieß der kleine Sohn gegenüber, rüber. Leider diesmal mit mäßigen gemeinsamen Spielerfolg. Paul lockte und trotzte anschließend, so dass wir dann weiter zu Boris aus der Slowakei gegangen sind. Dieser hatte auch seinen Fuhrpark im Garten aufgestellt und war zu einem temporären Tausch zwischen seinem Kipper und Emils Frontlader bereit. Die beiden spielten eine ganze Weile ihr übliches Baustellenspiel in der Bepflanzung, bevor wir dann gegen 16:30 dann doch mal zum Strand gehen wollten.

Dort angekommen, gab es dann endlich alles , was er aus seinem Wieso, Weshalb, Warum: Am Meer bereits in liebevoller Vorbereitung vor dem Urlaub kennengelernt hat. Generell sind die Bücher in so unheimlich vielen Situationen toll um die kleinen an bevorstehende Ereignisse vorzubereiten, ich hab irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele wir mittlerweile haben. Am Strand hieß es dann natürlich eine Sandburg bauen.

Aber auch die Krabben wurden im Meer gefunden und im Eimer der Mama und Schwester präsentiert. Nachhaltig wie unser einer jedoch ist, wurden diese direkt im Anschluss wieder im Meer in die Freiheit gelassen, damit diese rechtzeitig zum Abendessen zu Hause sind.

Luisa war zumindest eine Weile ganz gut im Kinderwagen geparkt, bevor Sie sich das Treiben von der Matte zusammen mit Julia anschauen durfte.

Bevor es dann noch abschließend in den Swimming Pool ging, musste natürlich auch am Strand der Spielplatz angemessen bespielt werden.

Auch wenn die Anlage eine riesige Camping Anlage ist, für Kinder ist an jeder Ecke etwas geboten! Im Pool haben wir dann auch gleich die neue Schwimmweste ausprobiert, die wir noch kurz vor dem Urlaub gekauft hatten, da die Schwimmflügel bei seiner letzten Arschbombe sich von den dünnen Armen verabschiedet hatte. Das Model ist auf jeden Fall im höchsten Maße bei uns durchgefallen: Splash About Schwimmhifle Jacke. Emil ist damit überhaupt nicht zurecht gekommen, es hat ihn ständig mit dem Kopf unter Wasser gedreht und nach ein paar Minuten war der Spaß dann vorzeit vorbei. Ja es steht bereits auf der Weste, dass sie nicht vor Ertrinken schützt, aber in dem Fall war Sie überhaupt keine Hilfe. Ab morgen gibt es wieder seine Schwimmflügel!

Da es wieder recht spät wurde, bis alle vier fertig nach dem duschen waren, wurde Papi zum Pizza holen geschickt. Diese haben wir dann draußen auf der Terasse verdrückt und auch wenig später waren alle Kinder inkl. Julia in einem tiefen festen Schlaf. Ein abschließendes Highlight gab es aber noch, auf den Pizzaschachteln war „Mario“ der Pizzabäcker abgebildet, den wir nach Emils Wunsch an die Wand hängen sollen. Wir überlegen mal, wo der zu Hause ggf. hinpassen könnte. In diesen Sinne, gute Nacht, ich genieße noch ein wenig meine Karlskrone auf der Terasse.

Venedig, die Stadt der 1000 Hydranten

Fensterläden zu…Fensterläden auf? Wie auch immer, die Entscheidung diese auf zu lassen um, wie die Tage zuvor, gegen 6:30 – 7:00 von unseren Kindern geweckt zu werden, ging leicht über das Ziel hinaus. Herzlichen Glückwunsch zu 05:30! Da ich keine Hoffnung auf weiteren erholsamen Schlaf hatte, bin ich mit Emil aufgestanden. Buch lesen und eine Kleinigkeit frühstücken für Emil, Kaffee für mich! Julia hatte Luisa dann um 06:30 im Schlaf und konnte immerhin bis 07:15 weiterschlafen.

Kurz nach acht, dann das erste Highlight für unsere Dorfkinder: Straßenbahn fahren rein nach Venedig. Die Citytour Tickets inkl. Wasserbus in Venedig gab es für 20€ pro Nase im Tabacco Laden gegenüber der Unterkunft, die Haltestelle Volturno war gerade mal weitere 100m entfernt. Es dauerte keine 18 min bis wir an der Endstation Venezia angekommen sind. Jeder der Haltestellen wurde mit einem energischen „Weiterfahren“ kommentiert!

In Venedig angekommen, mussten wir dann zunächst das richtige Frühstück nachholen, Emil war ja bereits eine Weile wach und hatte wieder Hunger. Um eine hungerbedingte Eskalation zu vermeiden, entschieden wir uns für das mäßige aber funktionale Frühstück direkt an den Haltestellen. Ich sag mal so, Schinke-Käse-Ketchup-Majo-Toast schmeckt unserem ziemlich gut! Dann ging es ohne größeren Plan mit bewährter Kraxn und Manduca Kombination in Richtung Markusplatz mit Umweg über die Rialto Brücke. Mit stetiger Überzeugungsarbeit durfte Emil in weniger überlaufenen Ecken alleine durch Venedig marschieren und bei größeren Menschenmengen entweder bei Mama oder bei Papa an der Hand gehen. Sollte es tatsächlich mehr Widerstand gegebenhaben, so war die Androhung in die Kraxn gehen zu müssen ausreichend, um ihn wieder an der Hand zu haben.

Luisa klebte währendessen in mittlerweile gewohnter Haltung an Julia und schlief die meiste Zeit wieder durch.

Apropos kleben, Emil hätte nicht nur an jeder Brücke stundenlang verweilen können um die Boote anzuschauen, auch die kleinen süßen roten Hydranten hatten es ihm angetan. Es wurde jeder…JEDER kleine süße Hydrant, dem wir auf dem Weg begegneten, oder auch nur irgendwo erahnen konnten herzlich umarmt!

Die Liebe zu den Booten ging so weit, dass es uns nicht gelang ein einziges Familienselfie mit dem Jungen und uns Dreien zu machen! Also mehr innige Zeit für Julia und mich.

Das viele Laufen machte irgendwann müde und wir wollten vor dem Markusplatz, abseits der Massen, etwas kleines essen. Die Pizzeria Birreria Barbanera kam dabei irgendwann sehr recht und es gab Pizza und fritierten Tintenfisch…achja und natürlich auch ein Puzzle dazu. DAS Puzzle dazu!

Ein paar Meter weiter waren wir dann beim Markusplatz. Ein Foto auf dem Löwen, eins in der Taubenmenge und dann waren die Beine des kleinen Mannes doch irgendwann zu schwer und die Kraxn bekam ihren ersten Einsatz!

Da hochheilig die Tage zuvor Bootfahren versprochen worden ist, mussten wir dieses Versprechen nun langsam einlösen. An der Station S. Zaccaria ging es dann in die Linie 2 der Wasserbusse um eine Tour entlang des großen Kanals durch die Altstadt zu machen. Mit der Fahrt durch die Altstadt ging es zum großen Hafen. Dort lagen tatsächlich 7 der großen Kreuzfahrtschiffe an, die Venedig wortwörtlich überrollen!

Da der Tag bereits ziemlich lange für die Kids (und uns) war und wir aus Berchtesgaden, so manches Verhalten in den Abendstunden erahnen können, entschlossen wir uns bei der Station Zattere auszusteigen und gemütlich zurück zur Straßenbahnhaltestelle zu laufen. Kraxe war natürlich erst mal nicht angesagt, wurde aber nach halber Strecke bereitwillig akzeptiert und dann kam er, der lang erwartete komatöse (Nachmittags-)Schlaf und das bis zum Abstellen der Kraxn in der Wohnung inkl. Tramfahrt! Bei dem Laufpensum heute sicherlich nicht so überaschend. Wieviel genau, versuche ich noch nachzuvollziehen.

Einige extra Meter kamen bei Emil noch dazu. Ein spontaner Fussballkick mit einem britischen Buben in seinem Alter und dem allseits bekannten und über Generationen betriebene Kindersport „Taubenjagen“ dürfen hier nicht vernachlässigt werden.

Da der Schlaf noch geglückt ist, war der Plan abends bei uns in Mestre essen zu gehen. Leider kam ein Gewitter dazwischen, so dass wir uns für den nahgelegenden Supermarkt entschlossen haben und dem Wunsch nach Bratwurst und Kartoffeln (das Wort „Biergarten“ fiel in diesem Zusammenhang auch) nachgekommen sind.

Für einen ersten Städtetrip zu viert hat das aus unserer Sicht heute prima funktioniert, Emil fand den Tag wieder super und Luisa konnte sich abends auch noch fleißig auf der Spieldecke ausstrampeln. Da sie so gerne schon was zwischen die zahnlosen Kauleisten bekommen wollen würde, hat Julia im Supermarkt verzweifelt nach der ersten Breiwahl Deutschlands gesucht: Pastinake! Naja, in Italien bekommen die Babys wohl eher püriertes Pferd – ja ihr lest richtig PFERD, anstatt Pastinake. Dann muss sich Luisa wohl doch vorerst noch gedulden!

Heute ist die Jalousie definitiv zu und wir hoffen auf eine längere Nacht, bis acht wäre doch mal super!

Aus Leicht mach Schwer: Die Drei Zinnen

Endlich, der Tag an dem das HIGHLIGHT in den Dolomiten ansteht: Die leichte 3-4h Wanderung rund um die Drei Zinnen. Auch bestärkt durch andere Reiseberichte wie z.B. https://travelsanne.de/drei-zinnen-wanderung/ begaben wir uns heute besonders früh auf die Straße. Gerade in der Hauptsaison heißt es öfters, nach 10 Uhr könnte es schwierig werden noch mit dem eigenem Auto hoch fahren zu dürfen. Davon angespornt, haben wir es geschafft um 08:30 im Auto zu sitzen, auf dem Weg beim Bäcker das zweite Frühstück geholt und nochmal die Reisekasse aufgestockt, da in der Regel alle Hütten nur Bargeld akzeptieren. Um kurz nach 10 haben wir dann einen perfekten Parkplatz, leicht oberhalb der Auronzohütte bekommen. Das „Anstehen“ hielt sich auch in Grenzen und Emil konnte es kaum erwarten, durch die Schranken zu fahren. Uns wurde schon ein traumhafter Blick beim Warten geboten.

Dort angekommen, packten wir fix alle Sachen zusammen (ja bis auf die Feuchttücher oder Taschentücher, die blieben im Auto, was etwas suboptimal bei zwei Wickelkinder ist). Die Großen gingen nochmal aufs WC und dann ging es mit den Menschemassen gegen den Uhrzeigersinn auf dem Weg 101 zur Lavaredohütte .

Bis auf ein Tütata (Polizeit Tütata!!!) Auto auf dem Weg, haben Emil durchaus die riesigen Berge von allen Seiten imponiert und wir hatten unseren persönlichen Reiseführer im Gepäck, der erneut alles detailiert kommentierte. Die Hütte selber ließen wir liegen und begaben uns direkt zum höchsten Punkt der Wanderung, zum Paternsattel, wo wir dann mit dem ersten Blick auf die drei Zinnen belohnt worden sind.

Sagen wir mal so…so weit so gut…höchsten Punkt erreicht und Emil hat sich selber minutenlang selber gefeiert „Oben…Emil Oben….Oben….Emil Oben….HEEEEYYYYY….“. Die berühmte Drei Zinnen Hütte war ebenso in Sicht und für einen stand dort die Suppe bereits fest. Auf dem Weg zur nächsten Hütte entschieden wir uns für den familienfreundlicheren „unteren“ Weg, wo man zwar ein paar Höhenmeter mehr hatte, dafür sich die Kraxnhalter noch im Bikerstil zuwinken. Aber nicht nur Kinder wurden in Kraxn transportiert, auch anderen flauschige Wesen konnten auf diesem Weg, bis zur Drei Zinne Hütte getragen werden.

Da bereits von weitem auf der Hütte Suppe eingefordert worden ist, entschlossen wir uns, auch mit Blick auf den weiteren Verlauf der Reise, dort bereits zu Essen. Es war ein mega Gewusel, aber wir bekamen einen Platz drinen für uns Vier. Da ein kleiner Mittagsschauer vorbei schaute, Glück gehabt! Essen war üppig und bis auf die Suppe auch lecker. Als der Schauer vorbei war, sind wir weiter zur Lange Alm. Natürlich durften einige Fotostops, auch unter der strengen Regie von Emil nicht fehlen.

Soweit so gut, aber der Weg zur nächsten Hütte hat unsere Kondition gebrochen und es begann ein seeeeeeeeehr anstrengender Abstieg, gefolgt von einem ebenso anstrengenden Aufstieg zur Lange Alm. Ab hier würde weder Julia noch ich, unterschreiben, dass es sich um einen einfachen Wanderweg handelt. Zumindest mit Kinder in Kraxn und Manduca, ergab sich neben der physischen Anstregung noch die psychische Anstrengung die richtigen Tritte zu finden.

Wir waren auf jeden Fall heilfroh, als wir endlich an der Hütte angekommeb sind. Für diese Strecke habe es auch keine weiteren Kraxn für den Bikergruß und auch Manducas haben wir hier nicht mehr gesehen. Ohne es zu wissen, waren wir auch fast die letzten Gäste an der Hütte, die kurz nach unserer Bestellung dicht gemacht hat. Wassertechnisch, wäre dies ein kleines Disaster gewesen, da nur noch Emil über entsprechende Apfelschorlenvorräte verfügte, die er bereitwillig mit seiner Mutter teilte. Alle nochmal Kräfte sammeln und eine Runde Freiluftwickeln, bevor es auf das letzte Drittel ging.

Dieses ging dann wieder etwas entspannter voran, aber unsere beiden Körper schmerzten einfach nur noch von allen Seiten. Wir sind scheinbar nicht mehr für leichte Wanderungen gemacht. Es ging nochmal durch ein Geröllfeld mit herrlichem Ausblick auf die Berge der anderen Seite, vorbei an unzählig gebauten Steinmänchen und vorbei an unzähligen Kühen.

Gegen 18:15 waren wir dann wieder am Auto und waren erleichert, keinen Schritt weiter mehr gehen zu müssen. Anstelle der 3-4h, haben wir mal knapp 7,5h inklusive Pausen gemacht und wie gesagt: Auf dem zweiten Teil, haben wir die Leichtigkeit zumindest irgendwo verloren. Auf dem Heimweg machten wir uns noch etwas lustig über die ursprünglichen Pläne nach der Wanderung in den Wichtelpark oder ins Acquafun Alpin Erlebnisbad zu fahren…da es sich ja laut der og. Quellen um eine Halbtagestour handelt und wir noch Zeit haben würden.

Kurz vor Acht waren wir in der Ferienwohnung zurück, bringen unsere geduldigen und gut gelaunten Kinder ins Bett um dann anschließend…die Füße endlich hochzulegen. Hab ich schon erwähnt, dass wir ECHT platt sind? Morgen geht es dann nach Venedig, gepackt wird heute nimmer.

Sprung ins Glück

Es ist 06:30 Uhr und die Nacht ist für die 4 Yauschis vorbei, was nicht daran lag, dass wir alle ausgeschlafen haben, sondern daran, dass die Sonne aufgegangen ist und ungehindert in unser Schlaflager scheinen konnte! Ich bewundere ja Mensche, die aufwachen und sofort gute Laune und Bock auf den Tag haben. Zum Glück haben wir einen in der Familie, der egal welche Uhrzeit es ist, nicht erwarten kann die Welt zu erkunden. Raus aus den Federn und spring in einen SUPER Tag!

Um Julias offen Frage nach der gestrigen Bettkonstellation zu beantworten: Emil hat im Halbschlaf gegen 01:35 Uhr den Weg zu uns ins Doppelbett gesucht, gefunden und dabei mühevoll und voll verpennt sein Kissen und Decke im Schlepptau mitbracht. Luisa hatte sich etwas mehr Zeit gelassen und erst gegen 05:25 Uhr nach Ihrem morgentlichen Proteinshake ihren Schlaf bei uns im Bett fortgeführt. Wie erwähnt ab 06:30 Uhr war es hell und die Nacht vorbei.

Ein Blick aus dem Fenster bestätigtet die Entscheidung die Wanderung um die drei Zinnen zu verschieben und den ersten Urlaubstag langsam anzugehen.

Tief hängende Wolken und Temperaturen, die noch nicht sommerlich wirken. Also erst einmal ganz gemütlich frühstücken. Während ich Semmeln vom Bäcker in Sillian hole, decken die Mädels den Tisch und einer geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Puzzeln bis der Arzt kommt!

Nach ausreichener Spielzeit und Vormittagsnickerchen vom Madamsi, haben wir uns dann entschieden, dass die beiden ihre Leidenschaften draußen weiter nachgehen dürfen und die Kindermeile im Familienwandergebiet Golzentipp anzugehen.

Seit dem letzten Urlaub in Berchtesgaden möchte Emil wieder Gondel fahren, was damit zugleich erfüllt werden kann. SUPER Tag…sag ich doch! Nach 20min Autofahrt sind wir an der Talstation angekommen, verpackten alles und alle wandergerecht und ließen uns überaschen, wie es an der Bergstation ausschauen wird.

Oben angekommen, bekamen wir einen Blick über die im Tal liegende Wolkendecke und wir konnten schon aus der Ferne die vielen Stationen für Kinder entdecken. Auch die Conny Alm lag für die Stärkung auf dem Rückweg wunderbar gelegen und auch dort wartete ein weitere Spielplatz mit allem, was das Spielherz begehrt auf Emil…SUPER Tag!

Für Kinder ist die Familienmeile ein echter Traum, alle paar hundert Meter sind kleine Spielplätze mit einem Motto aufgebaut: Balancieren, Erkunden, Ausruhen, Suchen, Klettern, … immer wieder auch mit Wasserelementen, die zum nass und schmutzig machen einladen.

Bei Station sieben von acht, haben wir uns entschlossen zurück zur Conny Alm zu gehen. Seit halb sieben wach, kein Schlaf bis jetzt (14:00 Uhr), die Stimmung drohte zu kippen.

Mit einem Blick auf die kommenden und gehenden Gondeln gab es dann was zu Trinken und Essen für alle, natürlich wurde auch dieser Spielplatz nochmal von Emil besucht…SUPER Tag, weil auch nochmal Gondel fahren auf dem Programm stand.

Am Parkplatz angekommen wurden die Kinder versorgt, alle gewickelt und Luisa teilte kurz entschlossen ihre letzte Mittagsmilch mit mir und es lief mir einmal mollig warm denRücken runter. Kurzes Streaptease auf dem Parkplatz der Talstation und ab zum Einkaufen für das Abendessen. Auf die Frage, was Emil noch machen möchte, gab es natürlich die Antwort „Spielplatz“ bevor er 2-3 Sekunden nach seiner Antwort in einen einstündigen tiefen Schlaf fiel und erst wieder bei der Ankunft in der Ferienwohnung aufwachte.

Wir ließen dort den Tag ausklingen und ich spielten noch mit Emil bis zum Abendessen draußen (Luisa führte derweil tiefgründige Gespräche mit ihrer Mama), wo sich auch die Vermieter und Nachbarn vorstellten und wir in einen gemütlichen Schnack kamen. Fussball, Laufrad, Federball, Trampolin springen, Kartoffeln ausgraben und frische Möhren aus dem Nachbarbeet…SUPER Tag, bei mittlerweile strahlenden Sonnenschein!

Gegen 18:00 rufen Julia und Luisa dann uns beide zum Abendessen rein: Reispfanne mit Hühnchen und Gemüse. Danach duschen und die Kinder ins Bett bringen. Bei Emil dauerte es bis 20:30 (ich hab zwischenzeitlich schon mal einen kleinen Wald abgeholzt), Luisa war immerhin 30min schneller. Jetzt noch den Blog schreiben und ein wenig Trash TV auf RTL schauen. SUPER Tag!

Der Countdown läuft: Noch 2 Tage

Es ist wieder so weit: Elternzeit, die Dritte. Mit Emil waren wir bereits 2017 in Ostkanada und haben dort die gemeinsame Zeit sehr intensiv genutzt und genossen. Wer diese Erinnerungen nochmal nachlesen möchte, auch damals haben wir unsere Eindrücke mit dem 8 Monate alten Emil auf großer Reise in unsrem Blog festgehalten: https://yauschisinkanada2017.wordpress.com/

Dieses Mal heißt es mindestens einen Koffer mehr packen. Luisa wird zum Start unserer 5-wöchigen Reise fast 5 Monate sein, wie damals Emil bei seiner ersten Reise 2017 nach Mallorca. Ein tolles Alter, in dem man bereits viel von einander hat und zugleich die Babys noch so pflegeleicht sind.

Uns hat es schon immer in die Ferne gelockt und in der Ferne haben wir oft festgestellt, dass wir so viel Schönes direkt vor der Tür haben. Wir haben uns daher entschieden, diesmal unsere Tour von zu Hause aus zu starten und bei unsrem Roadtrip einen Teil unseres wunderschönen Europa kennen zu lernen. Herausgekommen ist eine Reise durch die imposanten Dolomiten und das nahliegende Mittelmeer. Mit Kroatien und Slowenien sind Länder dabei, in den denen Julia und ich auch noch nicht bzw. nur kurz waren:

Los gehts am Montag, 19.08.2019 mit der Fahrt zu den Drei Zinnen in Südtirol. Dort werden wir auf Österreichischer Seite die ersten vier Nächte unserer Tournee in Strassen verbringen.

Anschließend geht es für zwei Nächte weiter nach Mestre bei Venedig, wo wir uns für weitere zwei Nächte einquartiert haben. Ab hier beginnt unsere Route entlang des Mittelmeeres und wir bleiben auch mit dem nächsten Stop in Italien, Grado, fünf weitere Nächte. Hier hat Julia im zarten Alter von 6 Jahren das Schwimmen im Meer gelernt 🙂

Es folgen vier längere Aufenthalte in Kroation: Porec mit fünf Nächten, die Insel Krk mit sechs Übernachtungen, die Plitvicer Seen mit vier weitere Nächten und abschließend die Hauptstadt Zagreb für ein Wochenende.

Unseren vorletzten Aufenthalt mit vier Nächten machen wir in Slowenien beim Nationalpark Kranjska Gora, in der Nähe von Lubljana.

Mit einem letzten Stop in Kitzbühel lassen wir die Elternzeit mit zwei abschließenden Nächten ausklingen und schauen uns den Wilden Kaiser von der anderen Seite, wie vom heimischen Feldkirchen-Westerham an.

Die Vorbereitung für die Reise laufen bereits seit einigen Monaten, wer uns kennt weis, dass wir bereits alle Unterkünfte gebucht haben. Außerdem mussten wir uns Gedanken machen, wie wir mit eigenem Wagen unser Gepäck verfrachtet bekommen (Jeder, der sie kennt, weiß: Julia ist nicht die Frau, die mit kleinem Gepäck reist.) . Die Thule Dachbox wird uns dabei mit weiteren 500 Liter unterstützen., so dass wir bequem Luisas Kinderwagen in den Kofferraum packen können. Ein passendes Dachbox „Kofferset“ gab es günstig bei Ikea: 5x FRAKTA 😉

Dennoch bleiben noch ein paar Dinge bis zur Abfahrt offen…

  1. Bekommt Luisa schon den Brei auf der Reise oder setzen wir weiter auf das bewährte Mutter-Trink-System?
  2. Mit welchen Temperaturen dürfen wir rechnen, immerhin sind wir am Meer und in den Bergen?
  3. Wie packen wir die Dachbox am geschicktesten?
  4. Zu welcher Zeit muss Fjodor an welchem Ort sein um das perfekte Foto zu schießen?
  5. Und vieles mehr!

Wir genießen die letzten Stunde in der Heimat und schreiben fleißig ToDo-Listen und melden uns von der ersten Unterkunft bei den Drei Zinnen.