Yauschis auf Streif(e)

Gegen ein Uhr, eng „umschlungen“ verließ Julia dann mein 80 cm Bett im Wohnbereich und flüchtete zu den kleinen Yauschis ins Schlafzimmer. Mit der Hoffnung lange ausschlafen zu können, wurde ich leider bereits um sieben geweckt. Wir hatten keine Verdunklung in der Wohnung, so dass ich das glückliche Los der Frühschicht gezogen hatte. Wir ließen Julia noch eine gute Stunde weiterschlafen, bevor mein Unterhaltungsrepertoire bei Luisa endete und sich Julia zerknautscht zu uns gesellte. Emil entschied heute nicht mit zum Bäcker zu fahren und so machte ich mich alleine zum Hofer nach Kitzbühel los. Anschließend gefrühstückt und gestärkt, wählte Emil die Gondel hoch zum Hahnenkamm, mit der wohl berühmtesten Abfahrt der Welt: Die Streif!

Um weitere Highlights sammeln zu können, ging es natürlich mit der seit Tagen geforderten Gondel auf den Berg, der Hahnenkammbahn, direkt aus Kitzbühel heraus. Wir parkten auf dem Parkplatz vor der Bahn und stellten mit Bedauern fest, dass in Kitzbühel der Volkswagen nicht Käfer, sondern Porsche Cayenne heißt. Teilweise standen drei solcher SUVs nebeneinander. Ein Paukenschlag für die deutsche Automobilvielfalt, lediglich ein paar Teslas, Masaratis oder auch Bentleys lockerten das Stimmungsbild auf. Ich denke, die haben ganz schön geschaut, als unser Skoda Octavia 3 FACELIFT mit Thule Dachbox um die Ecke „geschossen“ kam. Wir holten kurz vorher Geld und dann kauften wir zwei Hoch/Runter Tickets bei der Bahn, die Parkplatzgebühr wurde beim Kauf erstattet.

Emil freute sich natürlich wie ein Schnitzel während der Fahrt und Luisa schaute auch hier und dort mal aus der Manduca heraus.

Oben angekommen, hat uns eine recht schöne, neue und überarbeitete Bergwelt empfangen, zumindest konnten weder Julia noch ich uns daran erinnern. Themenwege, Spielplätze, alle paar Hundert Meter eine Hütte.

Beste Vorraussetzungen, NICHT in die Kraxn zu wollen und das angepeilte Tagesziel aus dem Blick zu verlieren. Der Plan war bis zu den Seen am Pengelstein zu kommen, einfache Wanderung, 3,5h, 11km, klang machbar. Nicht jedoch ohne Kooperation mit dem Kraxnverweigerer. Erst die Rutsche und ein Kletterpark direkt nach Ausstieg aus der Gondel

Dann ein paar Meter weiter in das Hahnenkamm Stüberl auf ein paar Würstl mit Pommes. Bevor es hoch zum Speichersee Ehrenbachhöhe ging, musste noch ausgiebig der Einsatz eines Abschleppers inkl. Reifenwechsel begutachtet werden.

Bitte keine Sorge bezüglich der beiden Steine, hier wurde kein Anschlag auf den PKW versucht, sondern Vorsorge für den kommenden See getroffen.

Am See angekommen wurde ein Versuch gestartet, diesen mit Steinen zu zuwerfen.

Ein paar Meter weiter an der Sonnenrast wurde eine Bergstation neu gebaut und es tummelten sich alle Lieblingsfahrzeuge eines 2 1/2 Jährigen in wildem Treiben auf der Baustelle. Wieder ein paar Meter weiter folgte ein übergroßer Igel als Spielplatz, der dem kurz zuvor gesichtetem Doppelrad New Holland die Show nahm.

An diesem Punkt war es bereits 16:00 und wir gaben jede Hoffnung auf das noch 1,5h entferntes Ziel auf. Stattdessen gingen wir den Panoramaweg zurück und mussten feststellen, dass der Hüttenbetrieb oben ab 17:00 nicht mehr gegeben war. Emil wurde mit wenig Widerstand in die Kraxn kommandiert und schlief nach kurzer Zeit ein.

Wir entschlossen uns daher auf den Weg runter per Gondel und lernten Richard und seine Gattin kennen, ein älteres Ehepaar aus München, die sich gerne öfters in ihrem Zweitwohnsitz in Kitzbühel aufhalten. Wir erkundigten uns nach ein paar Restauranttipps und erhielten promt das Landhäusl ganz in der Nähe der Bahn genannt. Gefragt, getan, wir hatten keine Reservierung und es war Samstag Abend in Kitzbühel, da ist früher Essen gehen, vielleicht nicht die schlechteste Idee! Dort angekommen, trafen wir die beiden wieder, die sich scheinbar auch für Ihren Tipp entschieden haben. Wir bekamen drinnen eine schönen Platz und bekamen neben einer hervorragendem Essen auch einen Top Service. Julia teilte sich mit Emil ein Wienerschnitzel und ich versuchte mich an den Tiroler Gröstl.

Zwischenzeitlich überraschte uns der Kellner mit Komplimenten „Ihr seid so schöne Menschen“ und wir schauten uns nur nickend an 😉 ! Abschließend gab es noch Apfelküchle und ein Eis für Emil, bevor wir uns dezent aus dem Laden zurückzogen, nachdem Emil ordentlich einen in die Windel gedrückt hatte. Achso ordenlich getanzt wurde auch, immerhin waren wir drinnen lange Zeit noch die einzigen Gäste!

Auf dem Rückweg durfte Emil dann nochmal Kitzbüheler Automobilluft schnubbern und vor einem Kitzbüheler Kinderladen in einen gelben Sportflitzer einsteigen. Julia überprüfte in der Zeit die gemeinsamen Ersparnisse für eine Jacke für Luisa, leider wurden die angestrebten Ausgaben von 700€ allerdings nicht durch den Familienrat freigegeben.

In der Ferienwohnung angekommen, ging dann alles ganz schnell. Beide Kids sind flott eingeschlafen und wir genossen, die letzte Urlaubsnacht in unserem 80cm Wohnbereichsbett. So schnell gehen auch fünf Wochen vorbei!

Schlägerei im österreichischen Wald!

Der Morgen startet mit einem kleinen, ich nenne es Missverständnis. Um halb acht wollte Julia die Betten tauschen und brachte anschließend den Vorschlag, ich solle doch Luisa übernehmen. Ganz verwirrt und schlaftrunken schenkte ich dem Vorschlag wenig Wertschätzung entgegen und verkroch mich zu Emil. Muffiger Morgenyauschi!

Ein knapped Stündchen später weckten Emil und mich dann Luisas zarte Schreigesänge und ich wurde von einem lachenden Emil angestrahlt. Der verlangte natürlich wieder sein Müsli und war einverstanden, dass wir Luisa wieder mit zum einkaufen nehmen. Nur die Manduca sollte gegen den Kinderwagen ausgetauscht werden, was Luisa nach 5 min dankbar für ein Schläfchen annahm. Der große Bruder kann halt schon so toll schieben, wer schläft da nicht ein.

Bei seinem zweiten Frühstück haute Emil überraschenderweise nochmal ganz gut rein, während wir uns für die finale Route entschieden. Luisa wurde samt Kinderwagen einfach im Schlafzimmer geparkt und schlummerte noch kurz weiter. Wir entschieden uns mit dem Auto zum Wurzenpass zu fahren, der bereits auf österreichischer Seite liegt. Von dort aus war die Dreiländereckhütte unser angepeiltes Ziel. Fix waren die Sachen gepackt und es ging keine 10 Minuten bis zum Parkplatz am Pass.

Oooh noooooo! Der gemütliche Forstweg war aufgrund von Schlägereien (österreichisch: Waldarbeiten) gesperrt, wie uns unser Wanderführer ausführlich erklärte. Also bogen wir auf Weg 603 in den Wald ab und begannen bereits nach wenigen Metern zu stöhnen.

Die Wanderung hatte laut Prospekt den doppelten Schwierigkeitsgrad von vorgestern. Ganze zwei von fünf Wanderwichteln heute also! Dafür gab es auf dem Weg jede Menge für Emil zu bestaunen. Pilze in allen Farben und riesige Ameisenhügel verzückten unseren Sohn. Tja und Luisa, ist halt ein Manduca Baby und schlief.

Nach knapp neunzig Minuten war der rettende Forstweg wieder erreicht und Emil durfte nach einer Pause in der Kraxn wieder alleine weiter laufen.

Jetzt auch endlich mit Fernsicht auf das beeindruckende Karawankengebirge.

Ab jetzt war es doch die erhoffte leichte Wanderung und recht fix haben wir die Bergstation erreicht. Da wir allerdings weit in der Nachsaison waren, war der Betrieb bereits eingestellt. Zum Glück war die angestrebte Hütte nur noch wenige Minuten entfernt. Immer an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich entlang freuten wir uns auf kalte Getränke und ein paar leckere Speisen.

Aus der Ferne wirkte alles noch wie geschlossen, immerhin haben wir bis jetzt auch nur zwei andere Wanderer auf dem Weg getroffen. Dann aber offenbarte sich das Paradies! Bereits aus der Ferne würde der Spielplatz und die erkennbare Rutsche gefeiert, aber es sollte noch besser kommen.

Ein SANDKASTEN! Und was für einer, feinster trockener Sand und haufenweise Spielzeug! Alles nur für diesen einen kleinen Besucher! Ratet mal, wer für den gesamten Besuch diesen Platz nimmer verlassen hatte und dafür Gulaschsuppe und Apfelschorle stehen ließ! Luisa dagegen genoss die Pause mit uns in der Sonne und bereitete Julia ein ganz besonders großes Geschenk. Am Ende wusste man an Julia nicht was Gulaschsuppe ist und was von Luisa stammte. Bodylos ging es dann für die kleine Maus weiter.

Da die Hütte um 16.00 bereits schloss, hatten wir auch gar nicht Unmengen an Zeit dort zu versandeln, so dass wir wieder zum Abstieg zusammen packten. Mit stetigen Ansagen „noch 20, 15, 10, 5, 5, 5, … , Minuten“ konnte Emil sich trotz großem Trennungsschmerz von seiner Baustelle losreißen.

Emil lief wieder ein Riesenstück alleine, bevor es dann auf den Waldwegen doch zu gefährlich für ihn wurde. Wie unschwer erkennbar ist, sind beide Stöcke nach wie vor fest an unserer Seite und waren auch für den Abstieg sehr hilfreich.

Kurz nach sechs waren wir wieder beim Auto und so schnell vergingen wieder fast sechs Stunden in den Bergen. Heute dennoch deutlich entspannter. Da mal wieder auf Mittagsschlaf verzichtet worden ist, holten wir etwas beim örtlichen Thai zum mitnehmen. Zu Hause glich es einer Raubtierfütterung und wir werden die Nacht noch viel Spass mit Reis in jeder Ecke der Wohnung haben. Wie versprochen ging es dann nochmal für die Jungs in den Pool, der wieder mit warmen 38 Grad für uns vorbereitet worden ist. Ein paar Arschbomben und Tauchgänge später wurden alle kleinen Yauschis abgeduscht und wie erwartet in Rekordzeit im Lummerland abgegeben. 20:45 und Julia und ich sitzen mit dem Babyfon zu zweit im Whirlpool. Danach noch ein Feuerchen und morgen geht es dann bereits zum letzten Stop auf unserer Reise, zwei Nächte in Kitzbühel stehen an!

Im Kriechgang fast bist zum Bauernhof

Nachdem wir ganz romantisch vor dem knisternden Feuer eingeschlafen sind war die Nacht für Julia gegen 2 Uhr zwischenzeitlich vorbei und sie musste rüber in das Kinderbett, während ich ganz gemütlich weiter auf unserer Bettcouch weiterschlafen konnte. Erst gegen 7:30 Uhr wurden dann erneut Betten getauscht und ich durfte rüber zu Emil während Julia und Luisa auf die Bettcouch umgezogen sind.

Anschließen wurde der Müsli Hunger von Emil gestellt und mit hoher Überzeugung auch zum Mercato gegangen, um Semmeln und Obst für die Familie geholt. Was relativ neu in dem Supermarkt sein muss, waren die automatischen CheckIn Automaten wie man sie bei uns von Ikea her kennt. Nicht nur ich hatte Probleme mit der Bedienung der Automaten, auch die Angestellten hatten größere Schwierigkeiten mein Chaos wieder aufzuräumen. Man sollte nicht anfangen seinen Einkauf einzuscannen und sich anschließend entscheiden doch an die Kasse zu wechseln. Mit slowakischer Ernsthaftigkeit wurde ich darauf hingewiesen, das doch bitte in Zukunft nicht noch mal so zu tun sondern um Hilfe zu bitten.

Nach dem Frühstück wurden dann mehr oder weniger schnell die Sachen gepackt, was auf dem kleinen Raum nicht gerade leicht ist. Da bereits Mittagszeit war entschlossen wir uns heute die kleinste Tour aus dem Prospekt in der Unterkunft zu laufen.

Ein weiterer Vorteil der Route war auch, dass wir direkt vom Haus aus losgehen konnten. Vorbei am Supermarkt ging es dann recht schnell die ersten paar Höhenmeter hoch. Emil legte immer wieder den Turbo ein und zeigte heute große Motivation viel selber zu laufen. Viel besser geht das natürlich mit den passenden Stöcken! Generell sind Stöcke diesen Urlaub Pflicht für Emil, ohne gibt es nur Tränen und Terror!

Am ersten Halt angekommen machen wir eine kurze Pause bei Apfelschorle und alkoholfreien Radler. Für Emil gab es jede Menge zu entdecken von kleinen Hasen über einen Rasenmäher über eine kleine Baby Rutsche und noch vieles mehr. Luisa gönnte sich eine warme Milch bei Mutti und dann packten wir schon bald wieder die Sachen und es ging weiter zu dem eigentlichen Ziel, dem Bauernhof Srednji Vrh.

Emil sagt weiterhin die Richtung an und mittlerweile hatten wir bereits zwei hochwertige Wanderstöcke in unserem Inventar.

Wir verließen den gut befestigten Weg und das Schild zeigte in Richtung Waldweg steil den Berg rauf. Nun folgte ein etwas anstrengender Abschnitt, der uns deutlich unser Marschgepäck spüren ließ! Über Wurzeln und Steine quälten wir uns mal wieder den Berg hoch. Von dem steigungsfreien Abschnitt aus dem Prospekt keine Spur. Zum Glück konnten wir Emil hier überreden in die Kraxn zu klettern. Er kämpfte noch einige Zeit gegen die Müdigkeit an, verlor den Kampf dann aber gnadenlos.

Gegen 17:00 waren wir erst an der Abzweigung zum Bauerhof bzw. runter ins Tal. Da der Heimweg noch gute 90 min dauern sollte, entschlossen wir uns direkt für den Abstieg. Emil wachte irgendwann während des Abstiegs auf und musste mit einer kleinen Schwindelei für das Auslassen des Bauernhofs getröstet werden. Dafür wollte er wieder selber laufen und wir gönnten ihm die letzten 3 km zu Fuß! Julia nutzte die Gelegenheit für einen kleinen Rollentausch und übergab mir die Manduca.

Vorbei an unzähligen Baggern und Traktoren ging zumindest für Emil jeder Schritt leichter. Für uns dagegen, war jeder Schritt nach fast 7h und nur einer kleinen Pause etwas mühevoller! Auf der Dorfbühne noch ein paar Ehrenrunden und anschließend zwei Pizzen zum mitnehmen, an ein Abendessen auswärts war bei keinem zu denken.

Glücklicherweise gab es zu Hause dann Internetprobleme, so dass ich zuerst mit Emil und anschliessend noch in trauter Zweisamkeit mit Julia den Whirlpool genießen konnte. Für uns wurde die Wassertemperatur auf 38 Grad erhöht, was diesmal auch für Julia eine längere Verweildauer garantierte!

Zagreb an einem Tag, viel zu kurz!

Bis auf ein ein fröhliches Bettentauschen gegen 06:00 und einem Wickelwunsch bevor die Pämpi platzt, war die Nacht mal wieder ganz gut. Im Urlaub pendelte es sich meistens gegen 09:00 mittlerweile ein, dass alle Yauschis aufstehen. Dann wie gehabt, den Müsli Hunger von Emil versorgen und kurz danach in der Regel Luisa schon wieder hinlegen. Diesmal wollte nach leichten Hinundher Emil wieder mit zum Bäcker, der prakischerweise direkt vor dem Ausgang der Wohnanlage liegt. Ebenso liegt auch ein kleiner Spielplatz direkt vor der Tür, so dass eine Runde Rutschen vor und nach dem Bäcker ebenso stattgefunden hat.

Das Mlinar ist scheinbar eine Kette und hat eine gute Auswahl Nicht-Semmeln 😉 So hab ich mir gleich was mit warmen Hähnchen gegönnt, Emil hat sich eine käseüberbackene Stange ausgewählt und Julia haben wir das einzige Model Semmel mitgebracht, was es gab: Die Kaisersemmel! Kurzer Blick aus dem Fenster, das Wetter wird prächtig und alle Yauschis in kurze Klamotten gepackt, eingecremt und los geht es wieder mit der Tram rein in die Stadt.

Die 20 min Fahrt war wieder das erste Highlight für unser Dorfkind, das andere verschlief wieder alles in der Manduca! Bewaffnet mit dem verbliebendem McDonalds Luftballon vom Vortag, bekamen wir wieder eine Live Reportage der 20 min Fahrt verpasst. Vor allem kurz vor dem Bahnhof, verewigten sich eine ganze Reihe an Grafitti Künstlern!

Wir begingen nicht den gleichen Fehler wie den Tag zuvor und stiegen wirklich erst am Ban-Jelačić-Platz aus, vorbei an den beiden Festen des Vortages. Zeitlich ging es sich zufällig genau aus, dass wir beim Startpunkt die HopOnHop Zagreb City Tour beginnen konnten. Ganz alleine waren wir nicht, da sich zur gleichen Zeit hunderte Biker versammelt haben, um Patienten mit ALS ihr Mitgefühl zu geben und zu zeigen, dass sie nicht alleine sind: Bukom motora protiv tišine ALS-a! Wer des kraotischen nicht ganz mächtig ist, auch hier wieder der Einsatz modernster Techniken: Google Translate. Wer nicht mehr ganz zusammen bekommt, was ALS war, der erinnert sich evtl. an die kurzweilig bekanntere Kampagne, die Ice Bucket Challenge.

Nachdem die Versammlung mit lautem Knattern und stinkenden Abgasen davon ist, durfte unser süßer kleiner roter Bus dann endlich an die Haltestelle fahren und wir einsteigen. Tickets gabs im Bus und wir Vier fanden in letzter Reihe Platz.

Einer hörte sich das Programm an, einer schaute ganz genau aus dem Fenster, einer suchte verzweifelt nach Fotomotiven und eine schlief mal wieder die meiste Zeit beim beruhigendem Schaukeln des Busses. Es wurde das zweite Frühstück zu sich genommen und wenn es nach Emil gänge, dann würden wir jetzt noch Bus fahren. Tut es aber nicht und daher haben wir uns erlaubt an der letzten Station, der Kathedrale von Zagreb auszusteigen! Da wir nicht so viel zu trinken dabei hatten, sind wir in das kleine süße Kaffee Amelie ganz in der Nähe der Kathedrale gegangen. Damit die Getränke besser runtergehen, gab es noch für jeden Yauschi ab 2,5 Jahre auch ein Stück Kuchen dazu. Emil blieb bei seiner Auswahl grün und bekam einen grünen Macaron!

Dann der kurze Blick in die Kathedrale und anschließend der Beschluß einen Museumbesuch einzulegen. Ja ein Museum!!! Aber nicht irgendeines, sondern das Museum der Illusionen. Ein ganz hoher kultureller Standard, den wir hier vorlegen. Zunächst ging es vorbei am Dolac Zagreb, dem Wochenmarkt in Zagreb. Leider ein paar Stunden zu spät, so dass wir nur noch den Abbau mitbekamen.

Nach vielen kleinen Schritten, sind wir dann im Museum angekommen und aus fast kippender Laune, wurde wieder sehr gute Laune. Emil fühlte sich pudelwohl im Museum! Es gab sehr viel zu schauen, anzufassen und zu entdecken. Alles explizit gewünscht, so dass Groß und Klein Spaß an den verschiedenen Illusionen hatte!

Nach diesem Kulturprogramm, sollte es wiede etwas seichertes sein und wir wollten nach dem ausgiebigen Teil der Unterstadt Zagrebs, jetzt auch einen Teil der Oberstadt kennenlernen. Durch die Begeisterung für JEDES, tatsächlich JEDES Gefährt, gab es nur eine Option dort hochzukommen. Es musste die Uspinjača (Standseilbahn) von Zagreb sein. Mit berauschenden 5,4 km/h wird die Strecke von 66 Meter in nur 55 Sekunden zurück gelegt, ein wahrer Geschwindigkeitsrausch!

Oben angekommen, zeigte sich Zagreb wieder von der süßen Seite, wie wir es bisher kennengelernt haben. Falls an der Ecke es noch nicht rüberkam, wir finden die Stadt an den Ecken, wo wir bisher waren richtig schön! Alles sehr liebevoll, mit vielen kleinen Details und Ecken, in denen man sich wohlfühlt!

Oben tranken wir mal wieder eine Kleinigkeit direkt gegenüber Saint George dem Drachentöter. Jedoch keiner dem Ritter Udo das Wasser reichen kann!

Auf dem Rückweg zur Gondel schauten wir nochmal fix vom Panorama Aussichtpunkt auf die Stadt, bevor wir auch wieder mit der Gondel herunter gefahren sind.

Wir näherten uns langsam dem Abend und waren doch schon eine ganze Weile, vor allem auch zu Fuß unterwegs. Da wir recht überzeugt waren, dass wir es erst gar nicht mit einem Restaurant probieren brauchen, entschlossen wir uns wieder für das Zagreb Burger Festival und schlenderten gemütlich dort runter. Emil bekam seinen 6. Luftballon in Zagreb und knabberte ein wenig an Julias Trio Mini Burger, während ich mir die jugendfreie Variante von gestern nochmal bestellte. Diesmal mit Whiskey Sauce und leichter Schärfe! Yammi! Wir spielten dort noch ein wenig in den Menge und lauschten interessanten local Bands, bevor wir zur Tramstation am Hauptbahnhof gingen.

Dort gab es auch das verdiente Eis und abschließend nochmal eine Zugfahrt. Nach dem Duschen, war Emil auch in Rekordzeit im Lummerland während Luisa noch ein wenig alle viere ausschüttelte und sich quietschend in den Schlaf summte. So kann doch eine City Tour auch mit Kids zu Ende gehen! Morgen heisst es ausschlafen und in Ruhe frühstücken, da CheckOut erst um 11:00 ist. Koffer sind ja diesmal zum Großteil im Auto geblieben, was das Packen auch einfacher macht. Gute Nacht!

Chip ’n’ Dale on tour

Ein Hoch auf Zweieinhalbjährige, die lange schlafen und Mütter, die kleine Töchter morgens übernehmen. Ich glaube man darf sich nicht beschweren, wenn man viertel nach Neun geweckt wird! Plan für heute, war es gaaaaaanz piano den Tag anzugehen und den Vormittag mit Spielen auf der Unterkunft anzugehen. Gesagt getan, während Julia noch ihren Blog von gestern zu Ende schreiben durfte, sind wir Drei auf erneute Spieltour im Kinderparadies draußen. WLAN gab es ja wieder, daher ging der Holzweg nur mit wenig Verspätung live.

Luisa dagegen hat sich bereits nach 5 Meter im Kinderwagen entschieden offline zu gehen und hielt ihren Vormittagsschlaf begleitend im Kinderwagen. Zunächst musste natürlich die Baustelle am Sandplatz begutachtet werden. Mit leichter Überzeugungsarbeit sind wir an die Einfahrt des Geländes, um nochmal Ausschau nach dem Igel, dem Fuchs oder den Rehen von gestern Abend zu halten. Leider nichts daaaaaaaaaa! Wir waagelten also weiter zu den Traktoren, jeder mit seinem eigenem Gefährt.

Auf einmal waren wir zu Viert und die Hofkatze machte Emil erst mal vor, wo man alles rumklettern kann, da hat er sich nicht lange lumpen lassen und kraxelte im Geäst hinterher. Nach ausführtlicher Begutachtung der ausrangierten Geräte fand sich noch ein kleiner Betonmischer der untersucht worde ist, bevor es zurück zum Sandkasten ging. Da der Sandkasten immer Spielvergnügen im Kriechgang bedeutete, lockte ich Emil zum Fußballplatz. Dort kickte ich im Ronaldo Style ein paar Freistöße in die Winkel, währned Emil sich nach wie vor eher für sein Fahrzeug interessierte und auseinander nahm. Luisa wurde hier nach einer Weile wach und wir bewegten uns wieder zurück zum…Sandkasten ;-). Immerhin hatte Julia ja noch versprochen auch zum Spielen rauszukommen.

Also Traktor in die Hand und los ging die lustige Streifenhörnchen Party, leider kann das Video dazu aus Lizenzgründen nicht hochgeladen werden. Ich wurde als Hilfsarbeiter entlassen und packte derweil mein Zeug fertig um anschließend los zu den Wasserfällen zu fahren, immerhin war es dann schon halb Eins! Mir schwante schon Schlimmes, was uns im Park erwartet: Sonnenschein, Mittagszeit und das Wochenende steht vor der Tür!

So ergab es sich, dass weitere Streifenhörnchen sich dem Rudel näherten. Wieviel sind auf folgendem Bild zu erkennen?

Ein erstes Highlight, welches wie gestern mehrfach umrundet werden musste, war diesmal ein Sanka und Polizeiauto auf dem Weg.

Gewünscht wurde vehemennt eine Busfahrt, daher war unser Ziel die Haltestelle vor dem Eingang. Dort angekommen begrüßten uns ein randvoller Bus und eine 50 Meter lange Schlange voller internationaler Reisegruppen. Wir entschieden kurzum, der Bus ist kaputt und muss in die Werkstatt. Nach einiger Überzeugungsarbeit und Verarbeitung der Enttäuschung, machten wir uns also auf den Weg und planten die Busfahrt dafür zurück ein! Die Bootsfahrt entschädigte immerhin und danach ging es auch motzfrei in die Kraxn rein!

Wie bereits gesagt, heute war etwas mehr los! Zm Glück waren wir bereits vorgestern auf dem Teilstück dieser Strecke und konnten schon so, die Eindrücke der Wasserfälle bei Eingang 2 besser genießen. Heute war nicht wie in Kanada der Bärenstau an der Tagesordnung, sondern der Wasserfallstau!

An jedem erdenklichen Punkt wurden massenhaft Selfies gemacht und ich glaube, dass kaum noch einer sich den Park tatsächlich in Ruhe angeschaut hat.

Bei dem Verkehr, hielt ich es auch für nicht nötig meine Kamera und/oder Stativ groß auszupacken. Extragewicht, was sich erst später lohnen sollte. Bis zum Galovac Wasserfall war die Personendichte einfach nur zu viel. Dieser und der Veliki Slap von gestern, sind definitiv die am meisten überlaufendsten! Dafür muss man sagen, ab diesem Punkt ging es deutlich besser und teilweise war es richtig idylisch!

Hier ergaben sich auch desöfteren kürzere Pausen zum Milch trinken, Stativfotografie, Wickeln, Nudeln essen oder auch Steine werfen. Einen der größten Steinplatscher natürlich dokumentiert.

Es ging weiter über mehr und mehr verlassene Holzwege, bis wir gegen fünf die Station 3 erreicht haben.

Damit haben wir mit aller Ruhe, vielen kleinen Emilschritten und Luisas Nickerchen fast alle Routen am Wasser in zweieinhalb Tagen abgelaufen. Oben angekommen, gab es dann nicht nur das verdiente Eis, sondern EEEEEEEEENDLICH die lange ersehnte Busfahrt! Das Gute an diesem Rückweg war auch, dass wir den Aufstieg von den Bootsstegen uns damit ebenso sparten.

Was fehlt bis hier in der Geschichte, genau der Mittagsschlaf von Emil. Demnach war die Aussicht an ein Essengehen, extrem gesunken. Würde er im Auto bis zum Restaurant Plum wach bleiben, gehen wir essen. Wenn nicht, dürfte ich meine Kochkünse unter Beweis stellen! Nach 5 min schlief Emil ein und wir hielten am Supermarkt an. Luisa dagagen quiekte und sang und hatte einfach Spaß an ihrer Stimme.

Heute kocht also Papa! Die Kochkünste der eigenen Gattin nur zu oft kritisiert, ergab sich also die Chance ein epischen Diner für alle Yauschis vorzubereiten. Ein Diner, woran sich die Familie noch lange erinnern sollte, ein Diner, was noch den Urenkeln berichtet wird! Naja ich entschloss mich für TK Cordon Bleu und eine Dose TexMex Mais, welches ich in raffinierter Art und Weis mit vorhandenem Reis in der Wohnung mischen wollte.

Zu Hause angekommen, machte einer bei den Plänen allerdings so gar nicht mehr mit und meldete an, freiwillig ins Bett zu gehen und auch Luisa strich die Segel. Das epische Essen schmeckte demnach auch kalt und ich bekam immerhin Lob, für das Cordon Bleu.

Abschließend wurde es neben dem WLAN für den Blog auch kurz nochmal mit der Wohnung in Zagreb spannend:

Nachdem wir ja bereits bei Booking unsere erste Unterkunft storniert bekommen hatten, liest sich diese Vorschau der gestrig gebuchten AirBnb Unterkunft in Zagreb, erst einmal wie die unerwünschte Spannung im Urlaub, die wir diesmal so vermissten. Am Ende wurde jedoch nur mitgeteilt, dass die Spümaschine defekt ist. Können wir mit leben und freuen uns morgen eine sehr spannende Stadt kennenzulernen. Jetzt wird ein letztes Mal hier eingeheizt, soll ja auch kein Holz übrig bleiben.

Daaaaa, ein Wasserfall!

Nach einer bettreichen Nacht, erst bei Julia und dann bei Emil, ergab es sich, dass die Herren der Schöpfung erst kurz nach Neun aufstehen wollten. Ein Hoch auf ein stockdunkles Kinderschlafzimmer! Da von der Vermieterin das Leitungswasser als nicht trinkbar übergeben worden ist und auch der Wasserspender seltsam roch, bin ich nochmal los zum Supermarkt. Das Gute ist immerhin, dass es frische sehr gute Semmeln gab und auch ein Schafstau versüßte eher den Morgen! Leider wurde die Kaffeemaschine erst gegen Mittag vorbeigebracht, was immerhin die Kreativität kurzweilig anregte, irgendwie Kaffee zu kochen.

Da wir ein wenig Chaos in unseren Koffern aus Krk mitgebrachte hatten, wollten wir dieses für diesen und vor allem für den Aufenthalt in Zagreb erst optimieren. Daher räumte Julia erst einmal die Koffer wieder um, während Emil, Luisa und ich die Gegend draußen erkundeten. Sandkasten, Fußball, Basketball, Traktoren anschauen, Rutsche, Federball, Schaukel, Leiter,… und bestimmt noch ein paar Kleinigkeiten die wir draußen gemacht haben. Teilweise zu viert, mit der Katze der Vermieterin! Mal sehen, ob wir die Autos wieder finden, die wir vergraben haben. Luisa war die ganze Zeit ein kleiner stiller Begleiter und machte ihren ausführlichen Vormittagsschlaf an der frischen Luft im Kinderwagen.

Eine Begegnung mit einem etwas größeren bekannten Wesen gab es dann noch auf der Wiese, wer kann das gesuchte Tierchen finden?

Als wir wieder Überblick über unser Hab und Gut bekommen hatten, packten wir alles zusammen um einen ersten kleinen Ausflug zu den Plitvicer Seen zu machen. Aus einem erhaltenem Tipp, lieber Parkplatz 2 anzusteuern, war dies unser heutiges Ziel. Ab drei Uhr gab es dann auch vergünstigte Tickets, 150 anstelle 250 Kuna für ein Tagesticket. Also gingen wir den langen Abgang vom Parkplatz in Richtung Boote herunter, um von dort aus zumindest die ersten Wasserfälle anschauen zu können. Alles andere hätte jetzt Emil auch schwer enttäuscht, der seit 2 Tagen, diese vehement einfordert. Mit ähnlicher Begeisterung, wie er sie auch für Delfine oder Fische hatte, wurde nun auch jeder Wasserfall groß gefeiert und jedem in näherer Umgebung gezeigt „DAAA WAAAASSERFALL….DAAAAAAAAA…“. Luisa zeigte sich auch recht neugierig und fuhr das ein oder andere Mal den Hals weit aus der Manduca heraus umd sich auch ein eigenes Bild der Lage zu machen.

Wir gingen nicht ganz nach oben, da die Zeit heute schon fortgeschritten war und wir ja manchmal nicht die schnellsten sind. Emil möchte oft auch selber laufen, was er auch unbedingt soll! Wir werden daher die Route bis zum Ende nochmal die Tage zu Ende führen, aber bereits unten zeigte sich bereits die Schönheit des Parks!

Nach einem kleinem 3h Trip, waren wir dann wieder am Auto zurück und machten uns direkt zum Abendessen, auch hier wieder erst einmal der Empfehlung von Anne folgend, die zufällig ein paar Wochen vor uns hier war: Restoran Degenija. Sehr schönes lokal, kurz vor dem Park gelegen. Wir teilten uns zu dritt die Fleischplatte und es schmeckte allen!

Emil freute sich ein wenig über „Heimat“ und verdrückte eines der beiden Schnitzel. Den Rest haben wir fast geschafft und beendeten den Tag mit einem Kaffee, der uns morgen früh dann wieder zur Verfügung steht. Achso Eis gab es natürlich auch wieder, diesmal wurde grünes Eis gefordert! Pistazie war die einzig verfügbare Sorte, schmeckte nicht und wurde damit einfach weiter an Papa gegeben…gut zu wissen! Luisa erfreute sich den Abend sehr an ihrer eigenen Stimme und ging mit Mama ein paar Minuten früher aus dem Lokal, um den Gesang in einer Privatvorstellung im Auto ausklingen zu lassen. Zu Hause angekommen kann ich dann endlich wieder einheizen, morgen geht es dann etwas früher los!

Vorsicht Spartianer!

In langsam gewohnter Konstellation wachte ich neben Emil bei ihm im Bett auf und weckte diesmal Luisa und Julia, die ihren Schlaf noch auf der Wohnzimmercouch fortgeführt hatten! Morgens tobte nochmal ein heftiges Gewitter und hat die beiden Damen aus dem Schlaf gerissen. Emil ist es ja gewohnt neben einer Kreissäge zu schlafen, so dass ihm auch kein Gewitter stören kann. Da es noch ein wenig nieselte, wurde endlich ein Anlass gefunden mit der Feuerwehrregenjacke zum Supermarkt zu gehen, um dort fürs Frühstück einzukaufen. Da sich während dem Frühstück das Wetter bereits stark verbesserte, fiel die ursprüngliche Planung, den Westen von Krk zu erkunden, flach und dafür ging es direkt zum Strand! Ich ging mit Emil und Sack und Pack vor, Luisa durfte zu Hause noch ihr Schläfchen fortführen und kam mit Julia später nach.

Da vorgestern bereits eine ideale Stelle zum Spielen und chillen gefunden war, sind wir auch direkt dort wieder hin und bauten auf einem menschenleeren Strand unsere Mupfel auf. Emil inspizierte schon einmal die potentielle Baustelle und notwendige Renovierungsmaßnahmen.

Das viele Spielen macht natürlich hunrig, umso besser war es, dass wir noch Pizza von gestern übrig hatten! Diese wurde genüsslich im Zelt verdrückt, während Luisa mehr Interesse am Tennisball hatte.

Dann der kurzen Stärkung ging es dann direkt wieder im Wasser weiter, es wurde wieder Eis geholt und auch Luisa kam in den Genuss mit Papa ihren Mittagsschlaf bei einem Spaziergang zum Leuchtturm zu machen.

Anschließend ein kurzer Schnorchelgang um Emil noch eine Krabbe aus dem Meer zu holen. Da die Lebenden zu versteckt waren, gab es immerhin eine Krabbenschere, die man auch prima mit nach Hause nehmen kann.

Emil durfte auch seinen Nachmittagsschlaf im Wagen seiner Schwester vollrichten während diese mit Ihren Füßen Löcher im Sand grub!

Da Bewegung guter Garant für ruhigen Schlaf darstellt, sind wir immerhin knapp 2km auf die andere Seite der Stadt gewagelt und anschließend wieder zurück.

Ein Tag, wo wir alle mal komplett die Geschwindigkeit heraus genommen haben und nur das schöne Wetter genossen haben. Mit Blick auf die kommenden Tage, wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee! So trabten wir dann gegen 17:00 gemütlich zurück zur Wohnung. Vorbei auch an dem Stockversteck von vorgestern, der sich dort immernoch befand. Super Versteck! Wir setzen diesmal lieber ein anderes Highlight. Nur in Windel gepackt und Handtuch auf dem Kopf, ging es dann an der Hafenpromenade durch die Altstadt in unsere Wohnung. Schleppenträger Papi im flotten Schritt hinterher. An der Reaktion der entgegenkommenden Leute, muss es wohl ganz lustig ausgesehen haben, vor allem auch mit der Kombi wilde „SPAAAARTAAAAA“ Schreie von sich zu geben.

Zu Hause ging es dann für alle duschen und ich hatte tatsächlich sogar Zeit, mal bei goldener Stunde loszuziehen und EIN Foto der Hafenpromenade zu machen.

Das Bild ist leider eine Aufnahme aus der Mitagszeit, Abends kam ich leider zu spät und die Sonne war bereits weg. Umso besser, wir wollten ja früh los zum Essen um anschließend noch für morgen zu packen. Da uns das Citta Veccia so gut gefallen hatte, entschlossen wir uns für einen erneuten Besuch. Auch, weil dieses Schild das Motto des Lokals fast genauso wiederspiegelte.

Abschließend wurde natürlich wieder ein Eis eingefordert und Emil führte uns mittlerweile zielsicher zurück zur Wohnung…äähm seine Wohnung! Nun ist wieder alles doch später geworden als geplant, Kinder sind im Bett, Blog ist geschrieben und es ist bereits kurz vor 12. Koffer und Taschen sind nicht gepackt und wir müssen morgen früh um 10:00 aus der Wohnung raus sein. Gut, dass heute entschleunigt worden ist!

Die Hüllen fallen

Diese Nacht wollte eine Yauschi besonders wenig schlafen, weder im eigenem Bett noch im Urlaubsehebett. Daher war für die andere Yauschi die Nacht besonders kurz und für alle Yauschis ging es recht zeitig aus den Federn. Da wir ja ein wenig die Insel erkunden wollten, auch nicht so schlimm, da der Autoschlaf drei von vier Reiseteilnehmern ganz gut liegt.

Davor beglitt mich Emil mal wieder zum Supermarkt um Semmeln und Krapfen einzukaufen, spontan wurde die Tour um die Shoppingmeile verlängert, bevor es dem Herren wieder in den Sinn kam zurück zur Wohnung zu laufen.

Im Vormittag hat sich das Wetter bei einer erneuten 50:50 Vorhersage für Sonne entschieden, so dass ich mit Emil spontan zum Strand vorgegangen bin. Luisa und Julia packten derweil alles für die Inseltour um ein paar weitere Städte anzuschauen.

Noch in Jeans und Tshirt fielen dann nach und nach die Hüllen.

Bis am Ende nur noch der Hut saß und sich das Wetter endgültig für Sonne entschieden hatte.

Julia und Luisa wurden aufgrund der geänderten Tagesplanung ein paar Mal hin und her geschickt und trugen alles notwendige für den spontanen Strandtag herbei: Neue Klamotten, Mumpfel, Handtücher, Schnorchel und was man sonst so für die Baustellenarbeit am Ufer benötigt.

Zu Mittag gab es dann das Menu Rückwärts, es wurde mit Eis begonnen und mit einer Pizza abgeschlossen. Luisa machte sich wieder über die Steine her und man musste gut aufpassen, dass diese nicht im Magen landen! Emil bekam seinen eigenen kleinen Privatpool gebaut und schaufelte fleißig die Steine in seinem Kipper!

Der Damm des Pools wurde regelmässig geöffnet, so dass das Wasser einen tollen Fluß zum Meer formen konnte. Pro Füllung mussten ca. 30-40 Wassereimer gefüllt werden, wie oft dieses Spiel wiederholt wurde, habe ich verdrängt. Wie das bei 50:50 Wettervorhersagen so ist, kippt leider manchmal die Vorhersage auch in Richtung Regen, so dass sich dicke dunkle Wolken formierten!

Wir wären ja auch locker trocken heim gekommen, wenn da nicht dieser eine, bei Kindern äußerst heiß geliebte Gegenstand am Wegerand gelegen hätte: Der STOCK!!! Größer wie Emil und energisch mit Tränen und Geschrei untermauert, wurde uns die Wichtigkeit verdeutlicht, diesen einen tollen Stock mit nach Hause zu nehmen. Also nach Hause, nach Feldkirchen-Westerham!!!

Als der Schauer dann so richtig losging, wurde der Stock in einem Busch versteckt und erneut mit Tränen verabschiedet. Es wurde dringend Zeit für einen Mittagsschlaf! Dieser war dann mit anfänglichen Purzelbaumorgien doch um kurz nach sechs vorbei und wir gingen mit gut gelaunten und ausgeschlafenen Kindern aus der Altstadt in die Altstadt und suchten auf gut Glück ein nettes Restaurant…oder wie Emil zu sagen pflegt: Biergarten!

Mit dem Citta Vecchia haben wir im Vorbeilaufen zufällig die Nummer drei in Krk entdeckt und auch hier wieder einfach Glück mit dem Tisch gehabt. Aber nicht nur der Tisch war gut, auch das Essen und der Service war außerordenlich gut. Für mich bisher das beste Lokal auf unserem Trip. Julia mit Goldbrasse (die zu 3/4 an Emil ging), ich mit Oktopussalat und Nudeln mit Garnelen und zum Abschluß einen warmen Schokokuchen mit Vanilleeis.

Nach dem vielen Essen wurde noch ein wenig Schabernack an der Burgmauer getrieben und zum Glück eine Eisdiele ohne blaues Eis gefunden, so fiel diesmal die Wahl von Emil auf rotes Eis, was mit Himbeer eine gute Alternative darstellte! Luisa hat sich bereits bei der Vorspeise für den Schlaf im Kinderwagen entschieden und wachte erst wieder zu Hause auf.

Morgen dann wieder spontan am Wetter orientiert den Tag planen, evtl. schaffen wir es ja dann zumindes nach Vrbnik, was nochmal sehr schön sein soll! Gute Nacht!

Amors Pfeile treffen wieder

Die erste Nacht in Krk war super. Die Bettenaufteilung soweit so gut, nur dass in den frühen Morgenstunden Emil Luisa geweckt hatte und wir dann aufgeteilt weiter geschlafen haben. Um 9 hat mich dann Emil zärtlich geweckt, während Luisa und Julia schon im Wohnzimmer warten. Emil wachte mit einem Riesenhunger auf, auch nicht verwunderlich bei dem fehlendem Appetit am Vortag. Ich guckte mir das mit Luisa spielerisch aus der Ferne an, wie ein Monsterberg Müsli verdrückt worden ist.

Erst danach ging es dann mit Emil zum Bäcker um auch etwas für die Großen zu holen. Wir erfreuten uns über eine nette kleine flauschige Begleitung.

Gestärkt war es ja bereits klar, wo wir den evtl. letzten heißen Sommertag verbringen werden: Am Strand!!! Also wie recherchiert, der Stadtstrand von Krk, in 10min von unserer Wohnung aus erreichbar. Endlich zahlt sich Lage aus.

Ein schattiges Plätzchen war schnell gefunden und unsere Mumpfel wurde ich Rekordgeschwindigkeit aufgebaut. Spielplatz, Eisdiele und Grill nebenan, so waren wir auf alles vorbereitet. Ab heute isst der kleine Mann auch offiziell Tintenfisch. Dann ging erst Emil mit Mama schwimmen und Luisa schlief, dann ging ich eine Runde schnorcheln, dann gab es Eis für alle,…

Nachem Luisa bereits bei der Umrundung der drei Zinnen ihre Hose an Emil verliehen hat, war diesmal der Kinderwagen dran und Emil machte so einen wunderbaren 90min Nachmittagsschlaf und war so bestens für Abends vorbereitet. Luisa begnügte sich solange mit den Steinen, ein neues Element für sie.

Und so ergab es sich, dass wir bis halb sieben am Strand verweilten, bis wir den kurzen Spaziergang zurück in die Wohnung in Angriff nahmen. Nach einem kurzen Streitgespräch mit Emil, fand sich jemand im Waschbecken bei einem Bad wieder. Auf Duschen hatte er partout keine Lust!

Das Lokal für das Abendessen, hatten wir gestern bereits ausgewählt, die Tripadvisor Nummer 2 in Krk: Zrinski. Dort haben wir eigentlich mehr Glück als Verstand gehabt, dass wir noch einen Tisch bekommen haben. Nach uns bildete sich eine Riesenschlange und die Leute warteten bestimmt eine halbe Stunde. Bei zwei Kindern wären wir bestimmt weitergezogen. Wie auch immer, guter Platz am Rand, Luisa schlief bereits auf dem Weg ins Lokal ein und Emil zeiget sich von seiner besten Seite während Julia seine Anweisungen auf Papier malte.

Zu Essen gab es dann die Fischplatte Nummer 3 in dem Urlaub, aus meiner Sicht auch die leckerste soweit. Wobei alle drei super waren. Da nach Aussage des Kellners, der Grill etwas überlastet war und wir doch um die 45min auf unser Essen warten mussten, gab es eine Portion Pommes für Emil (und mich) aufs Haus, so dass hier die Geduld nicht überstrapaziert werden musste. Generell zeigten sich beide von der Besten Seite und haben trotz der langen Warterei sehr viel Geduld und gute Laune dabei gehabt.

Nach dem Essen ging es noch eine kleine Tour durch die Altstadt. Bogenschießen auf der alten Burgmauer, da lass ich mich doch nicht lumpen und traf 2/3 Pfeilen. Leider traute sich Julia nicht sich mir mit einem Apfel auf dem Kopf sich zur Verfügung zu stellen, so dass eine Birne an einer Holzwand herhalten musste.

Ein weiterer Papaheldenmoment für die gesamte Familie 😉

Müde ging es dann kurz vor elf für alle heim, natürlich nicht ohne Eis! Mal sehen, ob es morgen tatsächlich regnen wird.

Das Beste zum Schluss!

Der letzte Tag in Porec ist angebrochen und wir starten mal wieder mit wenig Plan in den Tag. Nach dem Gewitter letzte Nacht, ist es ganz angenehm herunter gekühlt und wir spielen kurz mit dem Gedanken nach Pula zu fahren. Nach kurzen Abwägen und der Tatsache, dass wir morgen den Transfertag nach Krk haben und uns Rijeka anschauen möchten, entscheiden wir uns trotz winterlichen 25 Grad für den Strand. Ohne lang zu suchen, wieder für Plava Laguna Beach. Es war einfach zu perfekt mit Kiesstrand, Liegeflächen im Schatten, Sandkasten, Spielplatz, Karusell, Parkplatz, Restaurant, usw. um auf eine weitere Suche zu gehen. Später ein paar Bilder mehr von der Lagune!

Morgens wieder die gleiche Routine, diesmal entschied sich Emil allerdings gegen den Spaziergang zum Bäcker und blieb lieber in der Wohnung. Danach spielen mit den Kindern und paralleles Packen für die morgige Weiterreise, als auch für den Strand. Luisa teilt nach und nach die gemeinsame Leidenschaft für Autos mit Emil und turnt dabei fröhlich auf Papa rum. Um Verletzungen zu meiden, hab ich mir vorsorglich eine kleine Wämpi angefuttert 😉

Mit dem zweiten Besuch am Strand, wussten wir auch gleich wohin wir fahren mussten. Parkplatz direkt am Hafen und es waren nur noch 240m bis zum Stellplatz der Familienmupfel direkt gegenüber dem Spielplatz. Während Emil zuerst den Spielplatz erkundete, entschied sich Luisa für den Schwimmflügel und Julia bibberte bei den erwähnten winterlichen Temperaturen im Zelt.

Es dauerte natürlich auch heute wieder nicht lange, bis sich nationenübergreifend die Automobilexperten von morgen zusammenfanden und gemeinsam die Piste unsicher machten. Diesmal trafen wir Kirill aus Kiew, der mit Oma und Opa für eine Woche auf der Anlage des Strandes Urlaub macht. Kirill teilte mit Emil seinen Abschlepper und die beiden verstanden sich blind, während mein russisch auf den Prüfstand gestellt worden ist.

Als ich dann die Gunst der Stunde nutzen wollte um eine Runde schnorcheln zu gehen, entschied sich Sohnemann spontan auch für das Wasser und wir trabten zusammen los. Nach 2min war für Emil der Spaß allerdings vorbei, ihm war das Wasser zu kalt und er wollte lieber weiter Salzstangala bei Mama essen und in ein trockenes Handtuch gewickelt werden. Ich ging dann eine kleine Runde alleine schnorcheln und hab dem ein oder anderem Fischschwarm „Hallo“ sagen können.

Nach dem Wasser wagelte ich Luisa einmal eine Runde über die Halbinsel, vorbei an unzähligen kleinen süßen Plätzen!

Da wir noch die ein oder andere Tasche zu packen hatten und Emil seinen „Mittagsschlaf“ bekommen sollte, packten wir gegen 4 zusammen und trugen einen schlafenden Emil und schlafende Luisa zurück in die Wohnung. Um mein Fluchen morgen geringer zu halten, entschied ich mich eine erste Tour zu tragen. Die Ikea Taschen sind einfach mega praktisch und passen so perfekt in die Dachbox rein!

Emil schlief richtig lange und wir weckten ihn kurz vor sieben. Fertig machen und ab zum Essen, wohin wussten wir mal wieder nicht und besuchten einfach mal die Nordhälfte der Altstadt. Jeder mit dem Gepäck, das er mitnehmen wollte: Alle Autos und eine Menge Bücher!

Folgenden Baum wollte Emil dann unbedingt fotografiert haben, daher darf dieser nicht fehlen!

Wir fanden ein schönes Restaurant, etwas abseits und mit dem Tisch direkt am Wasser. Das Rialto. Die Bewertungen sprechen nicht unbedingt für sich, aber es war absolut ok, Fleischplatte für 2 Personen. Der dritte mampfte sich ja quasi bereits am Brot vorher satt! Anschließend bummelten wir ein wenig durch die Gassen in zweiter Reihe und Emil shoppte das ein oder andere Andenken und bekam durch seine chamante Art entweder einen Discount oder es wurden einfach aus einem zwei Magneten gemacht. Ab jetzt zahlt der den restlichen Urlaub alles! Luisa verpennte quasi den ganzen Abend in die Decke eingemummelt im Kinderwagen.

Un nun das Beste zum Schluß. Bereits auf dem Weg zur Wohnung kreischte es auf einmal um unsere Ohren und wer stand uns Gegenüber: Der Jagawirt aus Aumbach, oder besser bekannt: Familie Hierl, Julias Cousin! Wir gingen uns scheinbar bereits eine knappe Woche in Porec erfolgreich aus dem Weg und trafen uns nun leider erst am letzten Abend. Europa ist doch nur ein Dorf! Dann nochmal ein Happy Birthday lieber Bene und euch schon einen schönen Urlaub – bis bald in Aumbach!