Gegen ein Uhr, eng „umschlungen“ verließ Julia dann mein 80 cm Bett im Wohnbereich und flüchtete zu den kleinen Yauschis ins Schlafzimmer. Mit der Hoffnung lange ausschlafen zu können, wurde ich leider bereits um sieben geweckt. Wir hatten keine Verdunklung in der Wohnung, so dass ich das glückliche Los der Frühschicht gezogen hatte. Wir ließen Julia noch eine gute Stunde weiterschlafen, bevor mein Unterhaltungsrepertoire bei Luisa endete und sich Julia zerknautscht zu uns gesellte. Emil entschied heute nicht mit zum Bäcker zu fahren und so machte ich mich alleine zum Hofer nach Kitzbühel los. Anschließend gefrühstückt und gestärkt, wählte Emil die Gondel hoch zum Hahnenkamm, mit der wohl berühmtesten Abfahrt der Welt: Die Streif!
Um weitere Highlights sammeln zu können, ging es natürlich mit der seit Tagen geforderten Gondel auf den Berg, der Hahnenkammbahn, direkt aus Kitzbühel heraus. Wir parkten auf dem Parkplatz vor der Bahn und stellten mit Bedauern fest, dass in Kitzbühel der Volkswagen nicht Käfer, sondern Porsche Cayenne heißt. Teilweise standen drei solcher SUVs nebeneinander. Ein Paukenschlag für die deutsche Automobilvielfalt, lediglich ein paar Teslas, Masaratis oder auch Bentleys lockerten das Stimmungsbild auf. Ich denke, die haben ganz schön geschaut, als unser Skoda Octavia 3 FACELIFT mit Thule Dachbox um die Ecke „geschossen“ kam. Wir holten kurz vorher Geld und dann kauften wir zwei Hoch/Runter Tickets bei der Bahn, die Parkplatzgebühr wurde beim Kauf erstattet.
Emil freute sich natürlich wie ein Schnitzel während der Fahrt und Luisa schaute auch hier und dort mal aus der Manduca heraus.

Oben angekommen, hat uns eine recht schöne, neue und überarbeitete Bergwelt empfangen, zumindest konnten weder Julia noch ich uns daran erinnern. Themenwege, Spielplätze, alle paar Hundert Meter eine Hütte.

Beste Vorraussetzungen, NICHT in die Kraxn zu wollen und das angepeilte Tagesziel aus dem Blick zu verlieren. Der Plan war bis zu den Seen am Pengelstein zu kommen, einfache Wanderung, 3,5h, 11km, klang machbar. Nicht jedoch ohne Kooperation mit dem Kraxnverweigerer. Erst die Rutsche und ein Kletterpark direkt nach Ausstieg aus der Gondel


Dann ein paar Meter weiter in das Hahnenkamm Stüberl auf ein paar Würstl mit Pommes. Bevor es hoch zum Speichersee Ehrenbachhöhe ging, musste noch ausgiebig der Einsatz eines Abschleppers inkl. Reifenwechsel begutachtet werden.

Bitte keine Sorge bezüglich der beiden Steine, hier wurde kein Anschlag auf den PKW versucht, sondern Vorsorge für den kommenden See getroffen.
Am See angekommen wurde ein Versuch gestartet, diesen mit Steinen zu zuwerfen.

Ein paar Meter weiter an der Sonnenrast wurde eine Bergstation neu gebaut und es tummelten sich alle Lieblingsfahrzeuge eines 2 1/2 Jährigen in wildem Treiben auf der Baustelle. Wieder ein paar Meter weiter folgte ein übergroßer Igel als Spielplatz, der dem kurz zuvor gesichtetem Doppelrad New Holland die Show nahm.


An diesem Punkt war es bereits 16:00 und wir gaben jede Hoffnung auf das noch 1,5h entferntes Ziel auf. Stattdessen gingen wir den Panoramaweg zurück und mussten feststellen, dass der Hüttenbetrieb oben ab 17:00 nicht mehr gegeben war. Emil wurde mit wenig Widerstand in die Kraxn kommandiert und schlief nach kurzer Zeit ein.


Wir entschlossen uns daher auf den Weg runter per Gondel und lernten Richard und seine Gattin kennen, ein älteres Ehepaar aus München, die sich gerne öfters in ihrem Zweitwohnsitz in Kitzbühel aufhalten. Wir erkundigten uns nach ein paar Restauranttipps und erhielten promt das Landhäusl ganz in der Nähe der Bahn genannt. Gefragt, getan, wir hatten keine Reservierung und es war Samstag Abend in Kitzbühel, da ist früher Essen gehen, vielleicht nicht die schlechteste Idee! Dort angekommen, trafen wir die beiden wieder, die sich scheinbar auch für Ihren Tipp entschieden haben. Wir bekamen drinnen eine schönen Platz und bekamen neben einer hervorragendem Essen auch einen Top Service. Julia teilte sich mit Emil ein Wienerschnitzel und ich versuchte mich an den Tiroler Gröstl.


Zwischenzeitlich überraschte uns der Kellner mit Komplimenten „Ihr seid so schöne Menschen“ und wir schauten uns nur nickend an 😉 ! Abschließend gab es noch Apfelküchle und ein Eis für Emil, bevor wir uns dezent aus dem Laden zurückzogen, nachdem Emil ordentlich einen in die Windel gedrückt hatte. Achso ordenlich getanzt wurde auch, immerhin waren wir drinnen lange Zeit noch die einzigen Gäste!

Auf dem Rückweg durfte Emil dann nochmal Kitzbüheler Automobilluft schnubbern und vor einem Kitzbüheler Kinderladen in einen gelben Sportflitzer einsteigen. Julia überprüfte in der Zeit die gemeinsamen Ersparnisse für eine Jacke für Luisa, leider wurden die angestrebten Ausgaben von 700€ allerdings nicht durch den Familienrat freigegeben.

In der Ferienwohnung angekommen, ging dann alles ganz schnell. Beide Kids sind flott eingeschlafen und wir genossen, die letzte Urlaubsnacht in unserem 80cm Wohnbereichsbett. So schnell gehen auch fünf Wochen vorbei!



















































































































































