Und schon war der Tag des Abschieds (mal wieder) gekommen. Heute hieß es zum vorletzten Mal Koffer und Auto packen und weiterfahren Richtung Österreich. Luisa, Fjodor und ich standen gegen 7:30 Uhr auf und fingen schon mal langsam zu packen an, während der Schlafbär der Familie noch tief und fest schlief. Schnell war ein Masterplan geschmiedet: Kinder und Papa gehen auf diverse Spielplätze und ich packe alles in der Wohnung (störungsfrei), damit wir pünktlich um 11:00 Uhr auschecken können. Emil ist dann auch gegen halb 9 strahlend, aber mit geplatzter Pämpi aufgewacht und war mit unsrem Plan einverstanden – Glück für uns, keine weiteren Diskussionen mit dem 2-Jährigen hierzu.
So zogen die 3 also dick eingemummelt bei frostigen 5 Grad und Sonnenschein los, um die 3 Spielplätze von Kranjska Gora unsicher zu machen. Luisa machte brav ihr Vormittagsschläfchen im Kinderwagen und Emil konnte alle Rutschen durchprobieren.
Um 10:30 Uhr war ich fertig und meine 3 kamen wieder. Fjodor belud das Auto mit tatkräftiger Emilhilfe, Luisa robbte nochmal den Küchenboden suaber und beide Kids haben mir die Ehre der ersten Stinkewindel des Tages zu Teil werden lassen, was freu ich mich.
Nachdem wir das Appartment noch bezahlt hatten, ging es los Richtung Kitzbühel. 3 1/2 Stunden und unsre somit längste Transferfahrt der 5 Wochen lagen vor uns. Teilweise schliefen 3 von 4 Yauschis, teilweise waren alle wach und lauschten mehr oder weniger freiwillig Luisas glockenhellem Stimmchen. Das geht durch Mark und Bein!
In Lienz entschieden wir uns für eine kurze Pause beim Schachtelwirt. Emil war ganz begeistern vom Happy Meal inkl. Minigurken und Schleich Dinosaurier – da brauchts keinen Hamburger für den kleinen Mann. Noch ein Cappuccino für Fjodor und mich und weiter gings. Bergauf, Bergab und durch den Felbertauerntunnel und um kurz nach 16:00 Uhr waren wir an unserer Unterkunft für die nächsten beiden Nächten. Die letzten zwei Nächte!!! Wir haben hier ein großzügiges Appartment mit Schlafzimmer mit Doppelbett und Gitterbettchen für Luisa und 2 Einzelbetten hier im Wohnzimmer. Hmm, wie schlafen wir hier? Wir haben uns nun drauf geeinigt, den Papa auszuquartieren…bleibt nach wie vor spannend, wie wir dann morgen aufwachen!
Schnell war ausgeladen, was ausgeladen werden muss und ja dann kam der Bazi in Emil mal wieder zum Vorschein. Kaum ließ man ihn 1 Minute aus den Augen, wollte er „malen“. Da aber weder Stifte noch Papier zur Verfügung waren, fand sich ein Metallschraubschlüssel der Dachbox, mit dem man schöne Kratzer ins Auto machen konnte. Rarehrlskndfalsnflkajerguiewlfjbdlnaiewhö!!!!!!!!!!! Was willst da noch sagen? Der Anschiss erfolgte natürlich, rief auch entsprechend Tränen beim Künstler hervor – aber mit seinen 2 Jahren hat er wahrscheinlich im Vorfeld die Konsequenzen noch nicht abschätzen können. Immerhin konnten wir ihn überzeugen, sich bei Fjodor zu entschuldigen.
Die beiden Zwerge haben dann schon mal die Planung für den morgigen Tag übernommen: Gondelfahren steht ganz oben.

Dank Tripadvisor war dann auch ein Restaurant gefunden, dass wir in 800m Fußmarsch erreichen konnten: Die Schwedenkapelle. Der Spaziergang dorthin ging über Feldwege, mit Blick auf den Wilden Kaiser.
Kurzfristig meinte Emil, er mag ned laufen. Der Kinderwagen war aber mit der schlafenden Luisa blockiert, also durfte er nochmal in die Manduca – was er jedoch nur für 2-3 Minuten aushielt – sowohl vorne als auch hinten (Glück für mich).
Viel spannender waren eh die Hühner, Traktoren, Schweine, Schwader, Züge,…die uns auf dem Weg begleiteten.
In der Schwedenkapelle bekamen wir dann glücklicherweise noch einen Tisch am Freitagabend ohne Reservierung und das mit Kinderwagen. Emil schlürfte dann eine Grießnockerlsuppe, ich Rinderbraten mit Spätzle und Fjodor Forelle, die Spezialität des Hauses. Als Nachspeise gab es eine Kugel Eis für den Bazi, Schokotarte für den Zaren und Vanilleparfait für mich.
Gegen 20:30 Uhr waren wir dann wieder zuhause und uns wurde klar: Emil ist heute ca. 5km zu wenig gelaufen / gewandert. Völlig überdreht und bereit für Purzelbäume und Co. Aber, er war dann doch schneller, als erwartet im Lummerland. Luisa sowieso, da kann man sich auf die kleine Maus verlassen.
So, dann suchen wir uns mal noch eine Gondel und einen Berg hier in Kitzbühel aus, den wir morgen erstürmen.












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