Nachdem wir ganz romantisch vor dem knisternden Feuer eingeschlafen sind war die Nacht für Julia gegen 2 Uhr zwischenzeitlich vorbei und sie musste rüber in das Kinderbett, während ich ganz gemütlich weiter auf unserer Bettcouch weiterschlafen konnte. Erst gegen 7:30 Uhr wurden dann erneut Betten getauscht und ich durfte rüber zu Emil während Julia und Luisa auf die Bettcouch umgezogen sind.
Anschließen wurde der Müsli Hunger von Emil gestellt und mit hoher Überzeugung auch zum Mercato gegangen, um Semmeln und Obst für die Familie geholt. Was relativ neu in dem Supermarkt sein muss, waren die automatischen CheckIn Automaten wie man sie bei uns von Ikea her kennt. Nicht nur ich hatte Probleme mit der Bedienung der Automaten, auch die Angestellten hatten größere Schwierigkeiten mein Chaos wieder aufzuräumen. Man sollte nicht anfangen seinen Einkauf einzuscannen und sich anschließend entscheiden doch an die Kasse zu wechseln. Mit slowakischer Ernsthaftigkeit wurde ich darauf hingewiesen, das doch bitte in Zukunft nicht noch mal so zu tun sondern um Hilfe zu bitten.
Nach dem Frühstück wurden dann mehr oder weniger schnell die Sachen gepackt, was auf dem kleinen Raum nicht gerade leicht ist. Da bereits Mittagszeit war entschlossen wir uns heute die kleinste Tour aus dem Prospekt in der Unterkunft zu laufen.

Ein weiterer Vorteil der Route war auch, dass wir direkt vom Haus aus losgehen konnten. Vorbei am Supermarkt ging es dann recht schnell die ersten paar Höhenmeter hoch. Emil legte immer wieder den Turbo ein und zeigte heute große Motivation viel selber zu laufen. Viel besser geht das natürlich mit den passenden Stöcken! Generell sind Stöcke diesen Urlaub Pflicht für Emil, ohne gibt es nur Tränen und Terror!

Am ersten Halt angekommen machen wir eine kurze Pause bei Apfelschorle und alkoholfreien Radler. Für Emil gab es jede Menge zu entdecken von kleinen Hasen über einen Rasenmäher über eine kleine Baby Rutsche und noch vieles mehr. Luisa gönnte sich eine warme Milch bei Mutti und dann packten wir schon bald wieder die Sachen und es ging weiter zu dem eigentlichen Ziel, dem Bauernhof Srednji Vrh.



Emil sagt weiterhin die Richtung an und mittlerweile hatten wir bereits zwei hochwertige Wanderstöcke in unserem Inventar.


Wir verließen den gut befestigten Weg und das Schild zeigte in Richtung Waldweg steil den Berg rauf. Nun folgte ein etwas anstrengender Abschnitt, der uns deutlich unser Marschgepäck spüren ließ! Über Wurzeln und Steine quälten wir uns mal wieder den Berg hoch. Von dem steigungsfreien Abschnitt aus dem Prospekt keine Spur. Zum Glück konnten wir Emil hier überreden in die Kraxn zu klettern. Er kämpfte noch einige Zeit gegen die Müdigkeit an, verlor den Kampf dann aber gnadenlos.


Gegen 17:00 waren wir erst an der Abzweigung zum Bauerhof bzw. runter ins Tal. Da der Heimweg noch gute 90 min dauern sollte, entschlossen wir uns direkt für den Abstieg. Emil wachte irgendwann während des Abstiegs auf und musste mit einer kleinen Schwindelei für das Auslassen des Bauernhofs getröstet werden. Dafür wollte er wieder selber laufen und wir gönnten ihm die letzten 3 km zu Fuß! Julia nutzte die Gelegenheit für einen kleinen Rollentausch und übergab mir die Manduca.

Vorbei an unzähligen Baggern und Traktoren ging zumindest für Emil jeder Schritt leichter. Für uns dagegen, war jeder Schritt nach fast 7h und nur einer kleinen Pause etwas mühevoller! Auf der Dorfbühne noch ein paar Ehrenrunden und anschließend zwei Pizzen zum mitnehmen, an ein Abendessen auswärts war bei keinem zu denken.

Glücklicherweise gab es zu Hause dann Internetprobleme, so dass ich zuerst mit Emil und anschliessend noch in trauter Zweisamkeit mit Julia den Whirlpool genießen konnte. Für uns wurde die Wassertemperatur auf 38 Grad erhöht, was diesmal auch für Julia eine längere Verweildauer garantierte!
Dieser Urlaub ist geprägt von Meer und Bergen. Respekt an Euch, dass ihr so gut zu Fuß unterwegs seid ( auch wenn manche Strecken länger als angegeben dauern)
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