Und schon war mal wieder ein letzter Tag gekommen. Heute sollte es weitergehen nach Slowenien – uff, schon der vorletzte Stopp unserer Tour. Die Zeit ist tatsächlich nur so verrannt.
Wir sind alle vier gegen 8:00 Uhr aufgestanden, Emil inhalierte sein Müsli, Luisa saugte mich leer, Fjodor kochte Kaffee – alles wie gehabt. Die beiden Männer sind dann wieder zum Bäcker gedackelt, mit einem kurzen Stopp auf dem Spielplatz der Wohnanlage.

Die paar Sachen, die wir in der Wohnung dabei hatten, waren schnell gepackt und im Auto verstaut und dann stand der späte Vor- und der frühe Nachmittag ganz unter dem Motto „Let’s go to the Mall“. Einmal im Urlaub will ich dann doch immer shoppen gehen. Ich finds einfach schön, wenn ich einen Pullover im Herbst aus dem Schrank hole und weiß, dass ich ihn während unsres Urlaubs gekauft habe. Da kriegt man doch gleich gute Laune! Wir haben uns also das Arena Centar als Tatort für heute ausgesucht. Nach einer 15minütigen Fahrt war ein Parkplatz in der Tiefgarage gefunden. Luisa im Kinderwagen geparkt, Emil wurde – mal wieder – von uns genötigt an der Hand zu bleiben, bis wir von den fahrenden Autos weg waren und los gings. ICH hatte ja den Startschuss für die Unternehmung shoppen gegeben, allerdings waren die beiden Männer die ersten, die ihre Shoppingwünsche erfüllt bekamen.

Fjodor shoppte neue Basketballschuhe und Emil gleich ein neues Flugzeug (nachdem ich ihm erklärt habe, dass das Lego Duplo mit der Feuerwehr bissl zu groß für „einfach so“ sei und er sich doch was kleineres aussuchen darf).

Dann sollte aber bald meine Stunde schlagen und nach einer kleinen Stärkung im Fressbereich des Einkaufszentrums, spazierten Luisa und ich erfolgreich durch die Läden und überliesen Emil und Fjodor sich selbst. So ein Kinderwagen (mit schlafendem Kind) kann ganz nützlich sein, hihi.


Die beiden Männer waren nur schwer wieder aus der Bruder- und Sikuwelt abzuholen und einer startete sogar einen kleinen Sitzstreik.

Um 15:00 Uhr ging dann das Unternehmen „Slowenien, wir kommen“ weiter. 2 1/2 Stunden sollte die Fahrt dauern und wieder schliefen beide quasi sofort ein. Uns war bis dahin irgendwie nicht bewusst, dass Zagreb schon so nah an der Grenze liegt.

Aber umso besser, da wir alle Kuna, die wir in bar hatten tatsächlich ausgegeben haben. Hätten wir jetzt z.B. die Maut mit Euro bezahlt, wären wieder Kuna als Wechselgeld zu uns zurückgekehrt. Und so sind wir mit leerem Geldbeutel weitergefahren. An der ersten Tankstelle in Slowenien holten wir eine Vignette, da die Maut hier ähnlich wie in Österreich geregelt ist.
Auf den ersten Blick scheint Slowenien wie Bayern zu sein. Wir kamen uns vor, als wären wir zu Hause. Heute war es auch soweit, wir waren 2.000 km bisher auf unsrer Reise gefahren.


Um 18:15 Uhr mit einer Wickel- und Stillpause waren wir am Ziel angekommen: Kransjka Gora. Die wintersportbegeisterten unter euch dürfte das Örtchen als Austragungsort einiger Events bekannt sein. Unsere Unterkunft hier ist „klein aber fein“, kann man sagen. Uns war beim Buchen noch nicht klar, dass es klappen wird, dass Luisa und Emil in einem Zimmer schlafen und wir im anderen. Naja auf alle Fälle hat der Minizar mit seiner kleinen Nachwuchsprinzessin jetzt das eigentliche DZ und der Hofnarr und ich teilen uns die Couch. Was man nicht alles tut. Zu unsrem Appartment gehört noch ein Jacuzzi, Infrarotsauna, Fahrradverleih, Waschmaschine und Trockner… Nachdem wir den Schock über die Enge der Wohnung verdaut hatten, gingen wir los Richtung Fußgängerzone auf die Suche nach was zum Abendessen. Wir ladeten wir auf der Terrasse von Gostilna Cvitar. Hier ist es merklich kälter, als noch in Zagreb und wir waren dann doch bissl am frösteln. Der Kellner hatte wenig Spaß an seiner Arbeit und ließ uns deutlich spüren, dass er doch um 21:00 Uhr Feierabend machen wollt und wir uns bitte beeilen sollen. Er empfiehlt die Fleischplatte für 2. Bissl überrumpelt davon, sagten wir Ja und es kam ein Berg an Essen, der nichtmal so lecker war, dafür umso mehr.

Da Luisa brav im Kinderwagen schlief, genoß Emil die volle Aufmerksamkeit von uns beiden und mampfte Schnitzel. Wir schafften nicht annähernd die Platte und erfülltem dem Kellner den Wunsch, dass er Feierabend machen kann.
Jetzt hieß es, Kinder schnell ins Koma bringen und ab in den Whirlpool. Der Plan ging auf und da saßen wir bei frostigen 34 Grad Wassertemperatur. Irgendwie wollte der Blubber nicht so recht wärmer werden, müssen wir uns morgen wohl nochmal erklären lassen. Nu gut, dafür hat Fjodor jetzt den Ofen angeheizt, der nur 50cm von unsrem Bett wegsteht – bleibt spannend, ob wir schmelzen.

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