Bis auf ein ein fröhliches Bettentauschen gegen 06:00 und einem Wickelwunsch bevor die Pämpi platzt, war die Nacht mal wieder ganz gut. Im Urlaub pendelte es sich meistens gegen 09:00 mittlerweile ein, dass alle Yauschis aufstehen. Dann wie gehabt, den Müsli Hunger von Emil versorgen und kurz danach in der Regel Luisa schon wieder hinlegen. Diesmal wollte nach leichten Hinundher Emil wieder mit zum Bäcker, der prakischerweise direkt vor dem Ausgang der Wohnanlage liegt. Ebenso liegt auch ein kleiner Spielplatz direkt vor der Tür, so dass eine Runde Rutschen vor und nach dem Bäcker ebenso stattgefunden hat.
Das Mlinar ist scheinbar eine Kette und hat eine gute Auswahl Nicht-Semmeln 😉 So hab ich mir gleich was mit warmen Hähnchen gegönnt, Emil hat sich eine käseüberbackene Stange ausgewählt und Julia haben wir das einzige Model Semmel mitgebracht, was es gab: Die Kaisersemmel! Kurzer Blick aus dem Fenster, das Wetter wird prächtig und alle Yauschis in kurze Klamotten gepackt, eingecremt und los geht es wieder mit der Tram rein in die Stadt.

Die 20 min Fahrt war wieder das erste Highlight für unser Dorfkind, das andere verschlief wieder alles in der Manduca! Bewaffnet mit dem verbliebendem McDonalds Luftballon vom Vortag, bekamen wir wieder eine Live Reportage der 20 min Fahrt verpasst. Vor allem kurz vor dem Bahnhof, verewigten sich eine ganze Reihe an Grafitti Künstlern!


Wir begingen nicht den gleichen Fehler wie den Tag zuvor und stiegen wirklich erst am Ban-Jelačić-Platz aus, vorbei an den beiden Festen des Vortages. Zeitlich ging es sich zufällig genau aus, dass wir beim Startpunkt die HopOnHop Zagreb City Tour beginnen konnten. Ganz alleine waren wir nicht, da sich zur gleichen Zeit hunderte Biker versammelt haben, um Patienten mit ALS ihr Mitgefühl zu geben und zu zeigen, dass sie nicht alleine sind: Bukom motora protiv tišine ALS-a! Wer des kraotischen nicht ganz mächtig ist, auch hier wieder der Einsatz modernster Techniken: Google Translate. Wer nicht mehr ganz zusammen bekommt, was ALS war, der erinnert sich evtl. an die kurzweilig bekanntere Kampagne, die Ice Bucket Challenge.

Nachdem die Versammlung mit lautem Knattern und stinkenden Abgasen davon ist, durfte unser süßer kleiner roter Bus dann endlich an die Haltestelle fahren und wir einsteigen. Tickets gabs im Bus und wir Vier fanden in letzter Reihe Platz.


Einer hörte sich das Programm an, einer schaute ganz genau aus dem Fenster, einer suchte verzweifelt nach Fotomotiven und eine schlief mal wieder die meiste Zeit beim beruhigendem Schaukeln des Busses. Es wurde das zweite Frühstück zu sich genommen und wenn es nach Emil gänge, dann würden wir jetzt noch Bus fahren. Tut es aber nicht und daher haben wir uns erlaubt an der letzten Station, der Kathedrale von Zagreb auszusteigen! Da wir nicht so viel zu trinken dabei hatten, sind wir in das kleine süße Kaffee Amelie ganz in der Nähe der Kathedrale gegangen. Damit die Getränke besser runtergehen, gab es noch für jeden Yauschi ab 2,5 Jahre auch ein Stück Kuchen dazu. Emil blieb bei seiner Auswahl grün und bekam einen grünen Macaron!


Dann der kurze Blick in die Kathedrale und anschließend der Beschluß einen Museumbesuch einzulegen. Ja ein Museum!!! Aber nicht irgendeines, sondern das Museum der Illusionen. Ein ganz hoher kultureller Standard, den wir hier vorlegen. Zunächst ging es vorbei am Dolac Zagreb, dem Wochenmarkt in Zagreb. Leider ein paar Stunden zu spät, so dass wir nur noch den Abbau mitbekamen.

Nach vielen kleinen Schritten, sind wir dann im Museum angekommen und aus fast kippender Laune, wurde wieder sehr gute Laune. Emil fühlte sich pudelwohl im Museum! Es gab sehr viel zu schauen, anzufassen und zu entdecken. Alles explizit gewünscht, so dass Groß und Klein Spaß an den verschiedenen Illusionen hatte!

Nach diesem Kulturprogramm, sollte es wiede etwas seichertes sein und wir wollten nach dem ausgiebigen Teil der Unterstadt Zagrebs, jetzt auch einen Teil der Oberstadt kennenlernen. Durch die Begeisterung für JEDES, tatsächlich JEDES Gefährt, gab es nur eine Option dort hochzukommen. Es musste die Uspinjača (Standseilbahn) von Zagreb sein. Mit berauschenden 5,4 km/h wird die Strecke von 66 Meter in nur 55 Sekunden zurück gelegt, ein wahrer Geschwindigkeitsrausch!

Oben angekommen, zeigte sich Zagreb wieder von der süßen Seite, wie wir es bisher kennengelernt haben. Falls an der Ecke es noch nicht rüberkam, wir finden die Stadt an den Ecken, wo wir bisher waren richtig schön! Alles sehr liebevoll, mit vielen kleinen Details und Ecken, in denen man sich wohlfühlt!
Oben tranken wir mal wieder eine Kleinigkeit direkt gegenüber Saint George dem Drachentöter. Jedoch keiner dem Ritter Udo das Wasser reichen kann!

Auf dem Rückweg zur Gondel schauten wir nochmal fix vom Panorama Aussichtpunkt auf die Stadt, bevor wir auch wieder mit der Gondel herunter gefahren sind.


Wir näherten uns langsam dem Abend und waren doch schon eine ganze Weile, vor allem auch zu Fuß unterwegs. Da wir recht überzeugt waren, dass wir es erst gar nicht mit einem Restaurant probieren brauchen, entschlossen wir uns wieder für das Zagreb Burger Festival und schlenderten gemütlich dort runter. Emil bekam seinen 6. Luftballon in Zagreb und knabberte ein wenig an Julias Trio Mini Burger, während ich mir die jugendfreie Variante von gestern nochmal bestellte. Diesmal mit Whiskey Sauce und leichter Schärfe! Yammi! Wir spielten dort noch ein wenig in den Menge und lauschten interessanten local Bands, bevor wir zur Tramstation am Hauptbahnhof gingen.
Dort gab es auch das verdiente Eis und abschließend nochmal eine Zugfahrt. Nach dem Duschen, war Emil auch in Rekordzeit im Lummerland während Luisa noch ein wenig alle viere ausschüttelte und sich quietschend in den Schlaf summte. So kann doch eine City Tour auch mit Kids zu Ende gehen! Morgen heisst es ausschlafen und in Ruhe frühstücken, da CheckOut erst um 11:00 ist. Koffer sind ja diesmal zum Großteil im Auto geblieben, was das Packen auch einfacher macht. Gute Nacht!















Zagreb scheint auf jeden Fall einen Besuch wert zu sein. Vor allem, weil sich Groß und Klein auch körperlich ertüchtigen können.
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Da hat Emil jetzt schon mehr Museumsgeduld als manch anderes Familienmitglied…;)
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