Zagreb schmeißt ne Party für uns

Aufgewacht und ich spürte meine beiden Arme nicht mehr. Was war da los? Achja, in bzw. auf jedem Arm lag ein Kind! Da Luisa keine Lust mehr auf Schlafen hatte, Emil und ich aber schon, durfte sie zu Fjodor und ihn bissl unterhalten. Gegen 8:00 Uhr weckten uns die beiden dann, schließlich war noch nix gepackt und nachher sollte es ja zu unserer drittletzten Unterkunft in Zagreb gehen.

Es folgte die gewohnte Aufgabenverteilung: Die Kids wurden samt Fjodor aus der Wohnung geschmissen, die Baustelle im Sandkasten war noch nicht fertig, die kleine Katze des Hauses Mitzika wurde auch noch bespielt und ich packte die Koffer. Da uns hier in der kroatischen Hauptstadt nochmal hochsommerliche Temperaturen erwarten würden, wanderten die warmen Sachen in einen Koffer, ebenso die Wanderklamotten und ein kleiner Koffer für uns 4 sollte dann ausreichen für die 2 Nächte.

Um kurz nach 11:00 Uhr verabschiedeten wir uns von Marijana und ihrem Mann via google.translator. Sollte von euch es mal wen in die Gegend verschlagen, können wir euch die Unterkunft nur wärmstens ans Herz legen. Va. für Familien mit Kindern ein Paradies. Emil wollte nicht mehr weg und es kostete uns einiges an Überzeugungsarbeit ihn ins Auto zu bekommen. Allerdings fielen bei beiden kleinen Yauschis relativ schnell die Äuglein zu und wir hörten längere Zeit kein Muh und Mäh von der Rückbank.

Die gut 1 1/2 Stunden haben wir schnell hinter uns gebracht und es meldete sich ein kleines Hüngerchen. Und dann sollte es heute endlich soweit sein – der obligatorisch notwendige Besuch eines jeden Urlaubs beim Schachtelwirt stand an. Emil mampfte sein Happy Meal, als gäb es kein morgen, freute sich über die Luftballons – Luisa hätte auch viel lieber bei den Pommes mitgegessen und fand die Idee mit einem Busen to go erstmal doof (na gut, dann nachher in Ruhe im Auto).

Nachdem alle wieder satt waren, gings für weitere 5km weiter zu unserem Penthouse. Via SMS hatte Fjodor genaue Instruktionen zum Self-Checkin bekommen. Per Code den Schlüssel aus einem Kasterl holen, dann in die Tiefgarage fahren, bei Parkplatz 25 parken und dann rauf in den 8. Stock. Hat alles wunderbar geklappt. Die Wohnung ist wirklich schön, modern eingerichtet, großzügig geschnitten – nur leider riecht man, dass hier mal geraucht wurde. Das ist der einzige Nachteil. So sieht die Welt bzw. die Wohnung aus Sicht des kleinen Mannes aus:

Kurz noch beim Lidl nebenan alles fürs Frühstück besorgt, ein Satz neue Windeln und alle Mann und Frau in kurze Hosen und los gings zur Tramstation Folnegovicevo. Im Kiosk nebenan kauft man Zeitfahrkarten (30Min für 4 Kuna = ca. 60 Cent), die in der Bahn abgestempelt werden. Für unsre Dorfkindern war die Bahnfahrt wieder ein Highlight, na gut nur für einen – Luisa fällt ja jedes mal in Schockstarre, sobald sie in Manduca hängt.

8 Stationen wollten wir fahren, sind dann aber doch 2 früher ausgestiegen, da wir die Gegend um den Kunstpavillon Zagreb als Start für einen ersten kleinen Stadtspaziergang sehr schön fanden.

Unsre Nase führte uns entlang der Straße direkt zum 10tägigen Burger Festival Zagreb. Leider waren wir – Fjodor und ich zumindest – noch zu satt, um hier die verschiedenen Burger zu probieren. Emil bestand allerdings auf einen und so teilten wir uns einen zu dritt.

Es benötigte einiges an Überredungskünsten, dass Emil mit uns weiter Richtung Innenstadt kam (und dann verlangten wir auch noch so komische Sachen von ihm, wie dass er bitte seine Schuhe anlassen soll in der Stadt oder doch tatsächlich bei einem von uns an der Hand gehen soll, wenn wir über große Straßen gehen – ja wir sind echte Spießer). Kaum lag das Burgerfest hinter uns, standen wir auch schon auf dem nächsten Fest: dem Food Film Festival Zagreb im Park Zrinjevac. Es war hier wirklich schön. Alles liebevoll und detailverliebt dekoriert mit vielen Fressbuden und Sitzmöglichkeiten. Wie holten uns noch ein Eis und schlenderten durch die Gassen.

Eigentlich wollten wir heute noch bissl weiterbummeln, aber es schien dann für den Familienfrieden doch besser für heute die Heimreise anzutreten und morgen mit einem evtl. kleinerem Lumpifaktor durchzustarten. Wieder in der Bahn fiel Luisa erneut in Tiefschlaf und verpasste doch die so aufregende Fahrt. Aber ihr Bruder berichtete ihr zuhause noch ausführlich davon.

Um 21:00 Uhr haben dann 3 von 4 Yauschis zumindest zeitweise geschlafen – da ich hier am tippen bin, könnt ihr euch selber denken, wer Nummer 3 ist!

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