Der heutige letzte Tag auf Krk sollte für einen Yauschi besonders früh anfangen. Seltsamerweise waren es weder eines der Kinder, noch ich – nein es war Fjodor. Um 5:40 Uhr dachte ich, Emil ruft nach seinem Papa – schick ich eben jenen rüber ins Kinderzimmer. Aber es war wohl alles ruhig, Da dachte sich mein Mann „wenn ich schon mal wach bin, fahre ich nach Vrbnik und mache ein Sonnenaufgangsfoto“. Auf einmal kann man ohne Muh und Mäh noch so früh aufstehen, sonst wird desöfteren über Müdigkeit und Antriebslosigkeit gejammert. Aber man bzw. ich will ja nicht so sein. Hab ihn nur noch dran erinnert, dass wir ja noch ALLES packen müssen und um 10:00 Uhr die Wohnung verlassen haben sollten. Gegen 7:00 Uhr sind Minimaus und ich dann aufgestanden und haben zu packen angefangen, als ich die Nachricht bekam, dass die Sonne „im falschen Winkel“ aufgeht – ahja!

Emil poofte nachwievor friedlich vor sich hin. Eine halbe Stunde später war der Fotograf wieder da und bespaßte Luisa, während Muddi weiterwerkelte. Um 8:00 Uhr knarzte auf einmal das Babyfon kurz und bündig und Emil kam wie ein Flitzebogen aus seinem Zimmer direkt in meine Arme geschossen. Woooohoooo, das ist ein neuer Evolutionsschritt. Man muss wissen, der kleine Zar ist bisher noch nie selber aufgestanden, sondern hat (leider) immer einen von uns gerufen – sooft wir ihm auch gesagt haben, dass er doch einfach kommen soll. Jetzt bleibt es spannend, ob es eine Eintagsfliege war oder ob wir das noch öfter erleben dürfen?!
Kurz nach 10:00 Uhr waren wir auch fast pünktlich fertig. Alles war im Auto verpackt, ich shoppte noch kurz in der krk’schen dm (muss schon seltsam für die Kroaten sein, wenn man kaum Produkte im Laden in der eigenen Sprache findet – für uns umso besser, ich wusste gleich was was ist) und Fjodor brachte des Schlüssel zur Agentur Gaber, während ich mit Sack und Pack und den zwei Kiddies zum Strand wagelte. Da das Wetter ja doch vielviel besser war, als vor ein paar Tagen noch vorhergesagt, wollten wir noch ein paar Stunden Strand- und Meerluft schnubbern und dann Richtung Rakovica starten, wenn der Mittagsschlaf ruft.
Die Sonne war nochmal lieb zu uns und wir hatten noch eine schöne Zeit.
Ein letztes Eis am Strand durfte natürlich auch nicht fehlen und um 14:00 Uhr machten wir vier uns auf den Weg ins Ladesinnere.

175km bzw. 2:37Std quer Feld ein durch Kroatien sollten heute zurückgelegt werden.

Beide Kinder waren quasi mit dem Anschnallen der Kindersitze schon eingeschlafen. Yes, der Plan ging auf. Die Strecke bot nicht viel Sehenswertes und zeigte uns „viel Gegend“. Nach dem Verlassen der Autobahn gings nur noch Kurve links, Kurve rechts, Kurve links,…. Kurz vor 17:00 Uhr waren wir dann bei Marijana angekommen. Marijana selbst begrüßte uns auf italienisch und erklärte uns via google.translator, dass sie weder englisch noch deutsch kann und wir uns über jenes Hilfsmittel mit ihr verständigen können. Schon bissl witzig, aber zielführend!
Unser Chalet ist ein kleines Holzhäuschen mitten in einem großen Garten mit Spielplatz, Fussballfeld, alten geparkten Bulldogs, Gockel und Henne,..ihr könnt euch alle vorstellen, wer hier im Paradies ist!

Und das beste für Fjodor, nach 2 Unterkünften im 2. OG und keinem Parkplatz vor der Tür:

Die Temperaturen sind hier um ca. 15 Grad niedriger als noch auf Krk und für uns dann eine kleine (aber erwartete) Umstellung. Die Kinder schlafen hier im eigentlichen Schlafzimmer und wir beide im Wohnzimmer auf der Ausziehcouch, sonst hätten wir die Abende im Schlafzimmer verbringen müssen. Hier im Wohnzimmer ist ein Kamin, den Fjodor natürlich bis zum Ultimo eingeheizt hat – SAUNAAAAA-Alarm! Ich glaub, ich bin unromantisch! Kann nix mit Sonnenaufgang/untergangfotos anfangen und das schlafen vorm Kamin löst bei mir Hitzewallungen, aber nicht wegen der Romantik, aus.
Nachdem wir soweit alles im Häuschen verstaut hatten und Emil vom Spielplatz eingefangen hatten, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt und verbunden damit die Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen. Eingekauft war schnell (Luisa schloß mal wieder im Maxicosi die Augen im Einkaufswagen und Emil unterhielt den ganzen Supermarkt) und zum Essen war auch was gefunden: Restoran Plitvice Palace. Endlich wieder „Würstl mit Pommes“ für Emil und mich, einen Busen für Luisa und Ripperl und Lavacake für den großen Yauschi.
Gleichzeitig stöberten wir in Prospekten, was wir denn die nächsten Tage hier so anstellen werden. Quadfahren? Tropfsteinhöhle? Wasserfälle?

Die zwei Zwerge waren dann auch relativ schnell im Bett. Achja, ich muss dann noch den Titel auflösen „Obdachlos in Zagreb?“ Kommenden SA steht bei uns der nächste Bettenwechsel an und es geht nach Zagreb…jedoch habe ich heute von booking.com eine Email erhalten, dass unsre Unterkunft unsre Buchung nicht aufrecht erhalten kann. Sie haben uns auch eine Alternative mitgeschickt, die jedoch keine ist! Uff! Werden wir wohl selber mal suchen. Endlich passiert mal was ungeplantes 😉
So ich geh duschen! Kalt duschen! Hier in unsrer Yauschisauna sterbe ich! Und ihr wisst, ich bin normal echt verfroren…evtl. leg ich mich zu den Kindern, da hats angenehme 22 Grad!







Vielleicht ist da ja der Anstoß doch noch in ein Wohnmobil zu investieren? Dann habt ihr die Wohnung immer dabei…;)
LikeLike
Also meine Stimme hast du, allerdings kann man dafür auch ein Vermögen lassen!
LikeLike
Das mit dem canceln der Unterkunft von Booking.com, kennen wir auch. Uns ist es einen Monat bevor wir nach Vietnam geflogen sind (mit Kind, Ehemann, Oma und Opa). Da bekommt man erst mal einen höheren Puls. Aber Ihr findet schon was, vielleicht nur nicht in der Altstadt :-)… BTW ich buche auch gerne in der Altstadt, nach drei Altstädten(Cordoba, Granada, Toledo) in Spanien, habe ich von meinem Mann Altstadtverbot bekommen. Ich wünsche Euch noch viel Spaß auf Eurem Europtrip. Es macht Spaß Euren Blog zu lesen, da er einfach mit viel Witz und Charme geschrieben ist. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einen Plausch über Eure Reise. Unsere Maus mag Feuerwehrman Sam und Unfälle mit Bussen, Bagger usw. auch sehr gerne. Sie könnte mit Emil auf einer Wellenlänge liegen. Vielleicht können Sie ja dann zusammen das Feuerwehrmann Sam Lied singen. LG Jana
LikeLike
Am Ende ist das in der heutigen Welt ja alles nicht mehr so schlimm. Wahrscheinlich haben wir in Zagreb jetzt ein noch passenderes Appartement gefunden wie vorher. Generell war dies ja bisher die einzige ungeplante Aktion. Kanada war da schon etwas spannender mit verlorenen Ausweisen, Kreditkarten die stecken bleiben, Reifenpannen, … und auch das war alles easy gelöst. Altstadt hat nur den Nachteil mit schleppen für uns gehabt, der Rest war super schön. Wahrscheinlich würden wir es dennoch genau so buchen 🙂
Cool, dass die der Blog (wieder?) Gefällt! Wir können ja mal Richtung ende Oktober schauen, ob sich was findet, vorher wird es bei und eher schwer. SAM verbindet einfach:-)
LikeLike
Ich werde es ja lesen wenn Ihr wieder zurück seid :-)… Interessant wird es in Altstädten wenn man sich fragt, passt man noch durch diese Straße oder nicht, das kann Dir halt in Cordoba und Granada passieren :-). Die Tiefgaragen können mit einem großen Auto in Altstädten auch spannend sein…
Wer weiß was Euch da noch erwartet :-)…
LikeLike
Pingback: Und da sind wir wieder :-) – Yauschis in Europa 2019