Nachdem es gestern Abend spät, ja für die kleinen Zwerge sogar sehr spät, wurde, haben wir es heute ruhig angehen lassen. Emil und Fjodor gingen Semmeln holen und Luisa und ich haben schon mal das Käffchen vorbereitet. Nach einem gemütlichen Frühstück hab ich die Männer gleich nochmal losgejagt zum Einkaufen…und wie Männer so sind, wird nicht nur die Liste abgearbeitet, nein ein neues Auto – ja sogar ein neuer Abschlepper wird mit nach Haus geschleppt. Die kleine Maus hat die Ruhe für ein Schläfchen genutzt und es sich auf der Couch gemütlich gemacht.


Das Wetter war wie vorhergesagt heute definitiv nicht für einen Strandtag geeignet mit maximal 20 Grad und einer erhöhten Regen- und Gewitterprognose. Also, was machen wir an so einem Tag auf Krk? Wir packten dann gegen Mittag die Kids ins Auto und fuhren in den Osten der Insel…einfach mal drauf los. Es gibt ja nicht so viele Städte und Dörfer hier, sodass man schnell viel „abgrasen“ kann. Die dunklen Gewitterwolken kamen immer bedrohlicher und näher über die Bergketten auf uns zu, als wir in Stara Baska ankamen (hier geht die Strasse nicht mehr weiter und es muss eh gewendet werden).
Da Luisa und auch Emil hinten drin gemütlich ihr Mittagsschläfchen absolvierten und wir ja mittlerweile wissen, wie enorm wichtig diese Zeit für den Familienfrieden am Abend ist, fuhren wir weiter Richtung Baska und checkten nochmal fix den Wetterradar, der uns von Westen nicht unbedingt Sonnenschein vorhersagte. Aber was solls, wir sind schon unterwegs, also weiter.

In dem Örtchen angekommen, geparkt und losmarschiert Richtung Meer gefiel uns Stara immer besser. Ein kleinerer Ort mit kleinen Gässchen und….einem Gummibärleladen, wo jeder Yauschi, der schon Zähne hat sich was aussuchen durfte.
Es ging eine steife Brise, die aber zu unsrem Glück anscheinend in die für uns richtige Richtung blies und den Regen fern hielt. So führte uns der Weg runter an die Strandpromenade, wo wir die schäumende Gischt und sich brechenden Wellen begutachten konnten. Ein kleines Hüngerchen meldete sich bei Fjodor (hatte er wohl zuwenig Gummitiere gekauft?) und so holten wir uns mit Blick aufs Meer eine Platte „fritto misto“ (mein italienisch ist zwar schlechter als mein spanisch, aber besser als mein kroatisch 🙂 ) an der Imbissbude. Es kam in frittierter Form: Tintenfisch, Scampis, kleiner Seehecht, Sardinen, Calamaristicks….einer von uns hat sich bissl dran überfressen und liegt jetzt mit Bauchaua neben mir (Emil schläft, so als kleiner Tipp, wen ich meine).

Ich muss hier nochmal erwähnen, dass es bis hierhin noch keinen Tropfen geregnet hatte. Luisa war mittlerweile auch in der Manduca wieder aufgewacht und erzählte in einer uns noch unbekannten Sprache interessante Geschichten, die kaum zu überhören waren. Emil, der heute vormittag ja schon den neuen Abschlepper gekauft hatte, verfiel regelrecht in Kaufrausch und wollte in jedem Souvenirladen was kaufen – Magneten hier, neue Wasserspritzpistole da, aber am meisten hatten es ihm heute Modellsegelboote angetan. Hier wurde dann doch von uns ein Riegel vorgeschoben, genug ist genug.
Da jetzt tatsächlich 3 Tropfen Regen fielen gönnten wir uns einen Cappuccino und entdeckten gegenüber des Restaurant Baska eine Büste von Emil Geistlich. Mussten wir natürlich gleich mal recherchieren, wer der gute Mann so war, nachdem hier gleich auch eine Straße benannt war.

Dann war es auch schon nach halb 6 und wir entschieden uns den Heimweg anzutreten, heute zu Hause SpaBo zu machen und die Kids mal wieder zu angemessenerer Zeit in die Falle zu bringen. Gesagt, getan.
Achja, um die Titel des heutigen Beitrags noch aufzulösen: Wir haben heute den 45. Breitengrad hier auf Krk überquert, der die Nordhalbkugel genau in der Mitte vom Nordpol und Äquator teilt.
Morgen und am SO sind die Wetterprognosen ähnlich wie heute – wir werden uns dann mal noch Programm überlegen müssen.
Da Fußball gleich aus ist, werd ich Fjodor mal noch bissl bitten mir doch ein Eis zu holen – die Eisdiele ist quasi unten direkt vor unserer Türe 😉







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