Und schon war der letzte Morgen in Porec da und es hieß los gehts Richtung Kvarner Bucht. Da Fjodor gestern schon einen großen Teil des Gepäcks zum Auto geschleppt hatte und ich quasi schon alles gepackt hatte, ging es heute dann eigentlich ganz fix – trotz der widrigen Umstände (2. Stock, kein Parkplatz, Altstadt, 2 Kids). Um 9:40 Uhr kam die Vermieterin Maja wie vereinbart in die Wohnung, um die Übergabe zu machen. Sie war so nett und half uns auch einmal mit Kofferschleppen, sodass wir tatsächlich um kurz nach 10:00 Uhr losfahren konnten.
Unser erstes Zwischenziel heute war Rijeka, die 90 km und 1 1/2 Stunden Fahrt quer durch Istrien waren sehr grün und führten uns auch durch den Ucka Nature Park. Die zwei Zwerge hinten drin fielen auch ziemlich schnell in ein Vormittagsschläfchen, was es natürlich noch komfortabler macht, wenn keiner quäkt oder alle 5 Sekunden fragt, wann denn der nächste Bagger, Traktor, Betonmischer, Radlader, Heuballenpresse, … kommt.
Wir fanden dann auch schnell einen Parkplatz in einer Parkgarage in der Nähe der Fußgängerzone Korzo und erkundeten die Altstadt.
Der Hunger und Durst trieb uns dann an, schnell was zwischen die Kauleisten zu bringen. Traditionell muss man ja auch das unbekannte Angebot beim Mäcci im Ausland testen, allerdings war beim ortsansässigen Schachtelwirt (gefällt mir noch besser, als „Schotte“, „Zur goldenen Möwe“, …) zur Rushhour eine megalange Schlange, sodass wir das kulinarische Vergnügen noch vertagen mussten. Wir nahmen also bei einem benachbarten Bistro auf der Terrasse Platz und Emil teilte sich hier mit seinem Papa ein Burgermenü: Fjodor Burger, Emil Pommes. Fix noch eine Runde Pämpies wechseln und nochmal die Haare vom Winde verwehen lassen und weiter gings Richtung Hafen.


Am Hafen gab es von kleinen Fischerbooten, Hostel auf dem Schiff, Containerschiffen, Segelschiffen und Luxusyachten alles. Am meisten Aufmerksamkeit von uns bekamen allerdings die riesen Fischschwärme, die im Hafenbecken in Massen gegen den Strom des städtischen Abwassers schwammen.

Da uns Rijeka irgendwie auf den ersten Blick nicht so sehr flashte und wir immer noch die süßen Altstadtgässchen von Porec und auch Rovinj im Kopf hatten, machten wir uns gegen 15:00 Uhr weiter auf unsre Reise nach Krk auf Krk. Uns war dieses Mal schon bewusst, dass uns nochmal der gleiche „Fehler“ wie in Porec erwarten wird: superzentrale, schicke Wohnung in der Altstadt, 2. Stock, kein Aufzug, kein Parkplatz! In der Agentur Krk Gaber eingecheckt und dem Mitarbeiter auf seinem Roller gefolgt, fanden wir uns auf einem Hinterhof wieder und dann hieß es für den armen Fjodor erneut schleppen! Der „Rollertypi“ half tatkräfitg mit – wir sind uns allerdings sicher, er war sich nicht bewusst wie viiiiiel wir dabei haben, als er sein Angebot ausgesprochen hat, hihi! Egal, das Apartman Marinko ist superschön im Dachgeschoß mit Schrägen, 2 Schlafzimmern mit Doppelbetten und einem kleinen Zimmer mit einem Einzelbett, einem großen offenen Wohn-Essbereich, einem Bad mit Waschmaschine (läuft schon zum 2. Mal gerade) und Trockner (läuft auch schon) und einer extra Toilette. Ich bin dann noch fix in den Konzum gegangen, unsren Kühlschrank auffüllen und dann sind wir alle 4 los bissl die Stadt zu Fuss zu erkunden und nach einem Lokal für heute Abend suchen. Die kleinen Gässchen abseits des Tagestouritrubels sind wirklich schön und verträumt, wir werden hier mit Sicherheit noch öfter bummeln.
Da Emil immer lauter nach seinem Eis (das es erst nach dem Essen geben wird) rief machten wir uns auf den Weg und kamen seinem Wunsch nach, uns auf der Sonnenterrasse von der Konoba Corsaro zu setzen. Dann fings auch schon an. Der kleine Mann fiel mit seinem Minihintern wie ein Klappmesser zwischen Stuhllehne und Sitzfläche. Die Tränen waren zwar schnell getrocknet, aber die Laune weiter im Keller. Luisa hatte auch keine große Lust auf Schlafen im Kinderwagen und trainierte lieber weiterhin ihr nicht dezentes Stimmchen…jihaaaa, wenns läuft dann läufts einfach manchmal. Was mich dann aber wirklich genervt hat: Von allen Seiten wird man beim Essen eingeraucht. Es ist so widerlich und wir sind es auch einfach nicht mehr gewohnt, aber anscheinend freuen sich alle Raucher hier Urlaub zu machen und zeitgleich mit dem Essen eine zu quarzen. So, das musste mal raus!

Achja zu Essen gab es Oktopus-Kartoffelsalat (war lecker), Thunfischsteak mit Reis (war leider durch) und Tagliatelle mit Scampis und Trüffel (bissl viel Sahne in der Sauce). Unser Großer rief dann auch gleich den Kellner zum „zahlen bitte“ und wir liefen zurück Richtung Wohnung, immer mit Blick auf die Eisdielen, um zu checken, wo es das gewünschte blaue Eis gab.

Noch schnell das Eis gelutscht, Kinder geduscht, Kinder hingelegt, Wäsche gewaschen, ab auf die Couch, Beine hoch und morgen gehts weiter – Strandtag ist angesagt, bevor es die nächsten Tage kühler und unbeständiger werden soll.















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