Letzter Italientag – auch wir sind lernfähig

Heute sollte die traute Zweisamkeit von Fjodor und mir gegen 4:30 Uhr vom Töchterlein unterbrochen werden und es wurden Kuscheleinheiten gefordert, aber dann noch einige Zeit weitergeschlafen. Emil gesellte sich dann gegen 8:30 Uhr zu uns und wir starteten mit unsrem gemeinsamen Terrassenfrühstück auf der Terrasse. Fjodor stellte auf dem Weg zum Semmelholen und noch eine Maschine Wäsche an, somit können wir morgen Italien mit wenig Dreckwäsche verlassen 😉 Apropos Semmelholen – Fjodor hats heute sehr gut mit uns gemeint und zwei riesen Semmeln, oder wollen wir es Brote nennen – geholt. Ich glaube, er will einfach morgen nicht wieder losdackeln müssen.

Luisa machte dann wie mittlerweile jeden Tag gegen 11:00 Uhr ihr Vormittagsmittagsschläfchen im Bett, Emil spielte mit Paul und wir packten die ersten Koffer, damit wir morgen pünktlich hier fertig zum Check-Out kommen.

Der Himmel war heute leicht bewölkt und somit die Temperaturen zumindest gefühlt ein wenig kühler – also hieß es für uns 4 „vamos a la playa“ (sorry, mein Spanisch ist dann doch besser, als mein Italienisch). Der Weg dorthin führte uns nochmal zum Stellplatz numero 290, um den lieben Oberhofers eine gute Heimreise zu wünschen. Dann war aber kein Halten mehr beim Obersandburgenbaumeister Emil und er forderte seinen Papa auf ihn tatkräftig zu unterstützen eine „Burg bis in Himmel“ zu bauen. Während die beiden in der mittlerweile doch ziemlich heißen Sonne buddelten, chillten Luisa und ich ein bissl im rar gesäten Schatten.

Da ja auch wir lernfähig sind und gestern (erneut) erfahren haben, dass unser Sohnemann besser ein Nickerchen macht, bevor wir essen gehen, sind wir gegen 15:00 Uhr dann auch zurück ins Cottage gegangen. Da wurden dann kollektiv alle vier Yauschis unter der Dusche entsandet und im Anschluß mit Essen versorgt. Und dann kam die große Herausforderung „Emil soll schlafen“. Was soll ich sagen – ach ich lass Bilder sprechen:

An seinen Wadeln sieht man übrigens eine kleine Auswahl der ca. 50 Moskitostiche, die der arme kleine Mann aktuell hat. Die Viecher sind hier echt eine Qual. Inzwischen werden auch Luisa, Fjodor und ich befallen.

Nachdem alle Mann ausgeschlafen und gut gelaunt waren, starteten wir nach Grado in die Altstadt – wir wollten noch bissl bummeln und zum Abschluß schön essen gehen. Luisa war heute ein absolutes Vorzeigebaby und mein Mamaherz platzt grad beim Schreiben bissl vor Stolz. Sie hat ja bisher nie so die große Leidenschaft für den Kinderwagen entwickelt, wie Emil sie immer hatte, aaaaaaber heute hat sie tatsächlich den kompletten Abend in Grado (ca. 18:30 Uhr bis 22:15 Uhr) einfach so seelenruhig drin gelegen und verpennt.

Die Altstadt ist wirklich hübsch mit vielen, kleinen verwinkelten Ecken und Gässchen.

Ein weiteres Highlight fanden wir zufällig, als wir um eine Ecke bogen: ein Figurentheater für Kinder! Emil war sofort davon gefesselt (anscheinend versteht er italienisch???) und wir mussten bis zum Ende dem Stück lauschen. Von der Rakete berichtet er immer noch.

Ein passendes Souvenir galt es auch noch zu finden und da auf unsrem neuen Kühlschrank zuhause noch soooooo viel Platz ist, durfte sich Emil einen Magneten aussuchen. Eine Krabbe, was auch sonst 😉

Es war bereits nach 20:00 Uhr und unsre Mägen knurrten langsam, aber zuverlässig. Auswahl an Restaurants gab es genug, aber es mussten dann doch ein paar Kriterien erfüllt werden: Kinderwagenparkplatztauglich, freie Plätze, nicht in der Hauptstraße, da Tourinepp, freundliche Bedienung (hier flog unsre erste Wahl im Nachhinein noch raus, da die Bedienung nur genervt von uns war, als wir nach freien Plätzen mit Kinderwagen fragten und sie die Augen verdrehte), bezahlbar sollte es sein (bei 5 Wochen Reisezeit ist ein Antipastipreis von 35€ dann doch bissl viel),….jaja, wir sind wählerisch! Haben dann aber doch noch einen schönen Platz im Savial gefunden und ließen uns gemischte kalte Antipasti, Frito Misto und Wolfsbarschfilet schmecken.

Emil hat den italienischen Rhythmus jetzt voll verinnerlicht und blieb bis zum Schluß quasi ohne Muh und Mäh in seinem Stuhl sitzen, las Bücher, machte Späßchen und schaute sich die Leute an. Von Luisa muss ich hier nicht mehr berichten – sie poofte friedlich weiter.

Gelati für die Yauschis musste natürlich auch noch her auf dem Weg zum Auto und wie man sieht, Emil hat einfach Energie für 2-3 Kiddies abundzu.

Zuhause angekommen nuckelte Luisa noch kurz an Emils Zehen (muss sie sich weniger krumm machen, als wenn sie ihre eigenen immer nutzt), es gab ein Traktorbuch als GuteNachtGeschichte und die beiden Zwerge waren wieder schachmatt. Wir werden auch bald in die Heia gehen, morgen ist ja wieder Reisetag – mit Zwischenstopp in Triest gehts weiter nach Porec in Istrien.

2 Gedanken zu “Letzter Italientag – auch wir sind lernfähig

  1. Avatar von Kathi Kathi

    Da bin ich ja gespannt, wie ihr das die nächsten Wochen für die Kids noch toppen wollt: Strand, SAND, Burgen, Eis, Puppentheater, nochmal Eis und Spielkameraden nebendran…;)

    Like

  2. Pingback: Und da sind wir wieder :-) – Yauschis in Europa 2019

Hinterlasse einen Kommentar