Nach müde kommt blöd

Wer auf der einen Seite bis 09:30 schläft und dann bis 18:00 sämtlichen Schlaf verweigert, wird zuerst ziemlich müde und dann ziemlich blöd! Die Eltern lernen es einfach nicht, dass Abends kein gutes Programm stattfindet, wenn man müde Kinder motivieren möchte! Aber von Anfang an…

Der Tag hat super begonnen, wir waren ja spät zu Hause und die Kinder entsprechend spät im Bett. Daher war Luisa gegen 08:00 erst wach und Emil mit mir erst um 09:30…das ist doch Urlaub! Da wir nichts, absolut nichts vor hatten, lebten wir ganz entsannt in den Tag rein. Ich holte erst mal Semmeln und im Haus wurde Frühstück vorbereitet. Nach diesen fanden sich mal wieder Paul und Emil zum kurzweiligen Spielen miteinander. Gegen 13:00 wurde zu Mittag gegessen, aufgrund des späten Frühstücks entsprechend mässig und anschließend die Sachen zum Strand gepackt. Da Emil und ich es die Tage fast geschafft hatten, sämtliche Kleidung dreckig zu machen, entschloßen wir 4€ in eine Wäscheladung zu investieren und den lokalen Waschsalon aufzusuchen.

Auf dem Weg hatten wir tatsächlich eine Gattung Wohnmobil gefunden, mit dem sich Frau Yauschew ggf. anfreunden könnte: Der Concorde Credo, ein Prachtmodel mit allem was das Herz begehrt. Fast neuwertig für nur 189.000€ auf Caraworld zu haben. Nun ja, falls das mal mit der eigenen Immobilie nicht klappt, evtl. eine Alternative fürs Alter.

Aufgrund der Mittagshitze entschieden wir uns erst einmal einen Abstecher an den Pool zu machen und dort im Schatten ein paar Liegen zu ergattern. War an sich am Kinderpool auch kein Problem und so lagen wir am Pool, spielten auf dem Spielplatz nebenan, sprangen wild ins Wasser oder gönnten uns ein Eis. Luisa machte Ihren x-ten Mittagsschlaf und holte nach einer Weile mit Julia die Wäsche.

Das tolle an dem größten Eis, was man dort kaufen konnte, war übrigens der Stiel! Im Pirulo Tropical war eine eingebaute Wasserspritze, mit der man prima sich, mich und andere Badegäste nassspritzen kann! Seltsamerweise, wird das nach ca. 186 Vorgängen langweilig und wir entschlossen uns beide, Mama war ja immer noch Wäsche aufhängen, an den Strand umzuziehen. Dort wurde von Oberbaustellenbauleitung Alexander gleich ein Unterauftrag an Emil deligiert und man begann mit den notwendigen Bauarbeiten.

Die Väter begnügten sich derweilit dem Bestaunen eines Fotoshootings einer leicht begleideten Badenixe, ganz in der Nähe. Ansonsten war der Strand wie leer gefegt. Zeit für Schattenspiele und Krabbenfangen.

Luisa schaute sich das Spiel geduldig an und Julia versuchte sich abschließend ebenso beim Krabbenjagen…allerdings mit mäßigen Erfolg.

Da wir den „genialen“ Plan hatten, auch mal außerhalb der Anlage Essen zu gehen, entschlossen wir uns relativ früh, gegen 18:00 heim zu gehen. Duschen, anziehen und los…von wegen! Bereits auf dem Heimweg sank die Laune von Emil mit jedem Meter und erreichte zu Hause letztendlich den Tiefpunkt. An Essengehen nicht zu denken! Nach müde kommt blöd und wir legten einen sehr späten Mittagsschlaf von 18:00 bis 19:00 him. Wahrscheinlich hätte Emil auch damit seine Nacht beginnen können und war nach dem Aufwecken nur mir ganz viel Mühe zu beruhigen und davon zu überzeugen, dass wir gerne auswärts in ein Fischrestaurant gehen möchten. Luisa hatte den ganzen Tag ausreichend gepennt und ignorierte das ganze Theater von Anfang an. An dieser Stelle, sei es mal wieder dem Wieso, Weshalb, Warum: Meer gedankt, dass wir aufgrund der dortigen kulinarischen Abbildungen los durften. Wir folgten dem Oberhofer Tipp zum l’Approdo ganz in der Nähe und waren bereit jeden Augenbick wieder umzudrehen, da die Laune sehr wackelig war. Dort angekommen erbarmten sich allerdings beide und wir hatten ein tolles und leckeres Abendessen zusammen. Luisa schlief bis auf ein kurzes Wiegen durch und Emil probierte die Miesmuscheln und Sardinen und fand diese „nomal“…was seine Art ist, zu sagen, dass er etwas toll findet.

Nach Primi, Secondi und einer Nachspeise waren dann alle satt und zufrieden und wir können das Lokal auch preislich sehr gut weiterempfehlen. Abschließend warfen wir noch einen Blick ins Wasser, wo sich die Quallen im Licht tummelten, glücklicherweise, war dies die andere Seite der Bucht und nicht am Badestrand!

Zu Hause angekommten blickten Emil und ich nochmal Sterne während Luisa als erstes bettfertig gemacht wurde! Emil freut sich jetzt zu Hause auf spannende Milchstraßenbilder von Hubert und mir. Am Ende regelte sich also zum Glück nach dem „blöd“ wieder alles ein und wir lernen hoffentlich für die Zukunft, für ausreichend Schlaf beider Sprößlinge zu sorgen! Jetzt sitzen Julia und ich nochmal draußen und gehen dann auch bald ins Bett, gute Nacht!

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