Und schon war wieder ein Tag des Bettenwechsels gekommen und es hieß für uns „arrivederci venezia“. Schnell war unser reduziertes Gepäck in unsrem Airbnb-Appartment gepackt. Mit Chiara, der Verwalterin, hatten wir per Whatsapp vereinbart, dass ab 10:00 Uhr der Putztrupp kommen kann, wir allerdings erst bis 11:00 Uhr die Wohnung räumen müssen. Nach und nach trugen Emil und Fjodor unsre Sachen in die teilweise überflutetet Tiefgarage (das Gewitter vergangene Nacht war wirklich richtig heftig und direkt über uns in Mestre) und wir Mädels bewachten den Rest im 1. Obergeschoss. Um 11:30 Uhr war alles verstaut, Proviant im Supermarkt besorgt und los gind die kurze Fahrt nach Grado. 120km, 90 min – ein Kinderspiel für uns. Und für unsre Reisebabys erst recht. Luisa hat schon in der Tiefgarage in Mestre die Segel gestrichen und Emil hat die Autobahnauffahrt mit Salamisemmel in der Hand auch nicht mehr wach erlebt. Perfekte Bedingungen also für uns und unsre Fahrt.
Kurz nach 13:00 Uhr erreichten wir auch die Einfahrt vom Tenuta Primero, wo wir uns für die kommenden 5 Nächte auf dem Weg nach Istrien eingebucht haben. Leider war unser Marina Cottage noch nicht bezugsfertig, sodass wir uns die Zeit im Centrum von Grado vertreiben wollten. Am Parkplatz angekommen, suchten wir kurz eine freie Parklücke als aufeinmal ein österreichisches ausparkendes Auto uns winkte. Wir dankbar über die Nettigkeit wurden nochmal überrascht, als der Sohn der Familie ausstieg und uns das noch gültige Parkticket geschenkt hat. Es gibt auch echt nette Leute!
Luisa also ab in den Kinderwagen, Emil an die Hand – dann suchen wir also mal dieses ominöse Meer! Ich glaub ja, Emil konnte sich bis dahin gar nicht richtig vorstellen, was ihn erwartet. Aber neugierig wie er ist, rannte er dem Ziel entgegen.
Als wir mit unserer Eispause in der Fußgängerzone fertig waren, rief auch schon die Rezeption unserer Unterkunft an, dass wir kommen können. Wir beendeten aber noch unseren Spaziergang an der Strandpromenade und liefen dann durch schwitzige 34 Grad zurück zum Auto.


Schnell war der Schlüssel für unser Cottage geholt und wir erkundeten den Weg zu unserem Cottage. Ein süßes, nagelneues Häuschen mit 2 Doppelzimmern, 2 Bädern, 3 (???) Fernsehern, Küche und hübscher Terrasse mit 2 Sitzecken und 3.781.424 Moskitos, die hier auch leben. Davon hatte ich im Vorfeld schon gelesen – mal schauen, ob die Flasche Antibrumm reicht, die wir dabei haben.
Da die Unterkunft zwar in der Grundfläche klein ist, aber viel Stauraum bietet, konnten wir tatsächlich das gesamte Gepäck verstauen. Emil und Fjodor gingen schon mal auf die Suche nach Pool, Spielplatz und Meer, während Luisa und ich noch die Klamotten verräumten.
Wir folgten den beiden dann am späten Nachmittag und die Kinder konnten beide das erste mal Bekanntschaft mit der Adria machen.



Da die Abendessenszeit in großen Schritten näher kam, wagelten wir also zurück über die Anlage zu unserem Cottage. Ich will jetzt wirklich niemanden zu nahe treten oder gar verletzten, aber mir wurde jetzt klar, wo wir gelandet sind: Auf dem Campingplatz – meinem persönlichen Alptraum! Jeder der mich kennt, weiß es – gerne einfache Unterkünfte, aber kein Camping! In unserem abgetrennten Bereich mit den Blockhütten merkt man es nicht, aber jenseits der Schranke: Camper mit Vorgärten, Gemeinschaftsduschen…ich weiß, wir haben auch viele Freunde, die diese Art von Urlaub mögen und machen, aber es ist einfach nicht meins!
Ein weiteres Highlight der Anlage, das wir höchstwahrscheinlich verschmähen werden, ist das Animationsprogramm, dass direkt hinter unserem Häuschen stattfindet, in dezenter italienischer Manier 😉
Gegen 20 Uhr waren also alle Yauschis frisch geduscht und entsandet und wir wagelten zum Restaurant der Anlage. Ein ganz nett gestaltetes Lokal mit großer offener Terrasse, wo wir uns die Brise vom Meer um die teilweise vorhandenen Haare wehen lassen konnten. Das Essen schmeckte auch und die Kinder waren dann um die Uhrzeit auch schon sehrsehrsehr müde und strichen die Segel. Emil durfte den Heimweg mal wieder nach langer Zeit in seinem Kinderwagen verbringen und Luisa genoß es von Papa getragen zu werden.


Kaum in den eigenen 4 Wänden angekommen, fielen beide ins Koma. Beide zusammen in einem Zimmer! Das heißt, die erste Nacht seit Luisas Geburt, ohne Kind im Zimmer! Uiuiui! Wird schon werden! Und wir haben ja verdunkelnde Vorhänge, juhu!
Dann mal gute Nacht ihr Lieben!
Hmmmm…erinnert mich stark an die Familienurlaube vor 25 Jahren. 😉 Flashback!
Genießt das Meer!
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Eher 30 Jahre 😉
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😂😉Jaaaaa wir erinnern uns auch an Grado!!!Wir hatten damals in einer Anlage auch einen hübschen kleinen Bungalow mit Garten u dann gab’s den Campingteil wo wir über eingezäunte Vorgärten mit Gartenzwergen staunten. Bei Camping gibt’s nur 2 Ansichten: man liebt es ohne wenn u aber oder …😱Aber ansonsten sind die Anlagen für Kinder ein Traum-alles hat halt seine Zeit. Schön dass Emil endlich das Meer aus seinem Buch in echt kennenlernen durfte!!!!Wir schicken euch mal eine Welle aus Cervia!😘
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Da habt ihr in der Tiefgarage noch mal Glück gehabt.
Und endlich Meer: Der kleine Mann will ja auch schon weit hinaus.
Und dann euer kleiner Bungalow: Ein Deja vu, genauso war es, als ihr klein gewesen seid.
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