Der erste Tag am Meer

Einen Erholungsnobelpreis an den Erfinder, der verdunkelnden Vorhänge! Gut es war auch gestern Abend ziemlich spät für die Kids, dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass wir bis kurz vor 09:00 schlafen durften. Julia ist in der Früh rüber zu Emil und ich hatte Luisa noch eine gute Stunde schlafend im Arm. Läuft im Urlaub!

Der moderne Familienvater geht morgens dann nicht nur Semmeln zum Frühstück holen, sondern bringt auch gleich 3 WLAN Voucher mit! Sobald die Luisa und Emil größer werden, übersteigen sicher irgendwann die WLAN Voucher die Anzahl der Semmeln!

Da heute nichts auf dem Plan stand, gingen wir den Tag ganz langsam mit dem Frühstück an und Emil konnte im Garten vor dem Haus auf Spiel- und Entdeckungsreise gehen.

Neben der üblichen Baustelle, die überall aufgefahren wird, haben wir uns auch ausgiebig den kleinen Helfern im Garten gewidmet: Den Ameisen! Eine spannende Straße war schnell ausfindig gemacht und wir lagen eine ganze Weile im gemütlichen Kunstrasen und schauten uns die transportierten Schätze dieser an. Da eindeutig zu wenig unterwegs war, entschied sich Emil zum einen seine restliche Gurke zu teilen und auch der Löffel mit der Marmelade wurde Stock für Stock abgekratzt und den Ameisen auf den Weg gelegt. Glücklicherweise waren die Schmerzen im linken Bein oder Fuß während dem Spielen entweder weg oder die Ablenkung war groß genug. Mit ein wenig Sorgen hatten wir beim Aufstehen leider feststellen müssen, dass hier leider noch etwas den kleinen Mann von gestern plagt.

Da wir ein bissl trödelig mit der Zeit waren und die Mittagshitze bereits da war, entschlossen wir uns einkaufen zu fahren. Der näheren Supermärkte hatten teilweise bereits über Mittag geschlossen, so dass wir auf Nummer sicher zum Aldi gefahren sind. Dieser gestaltete sich nicht nur obsttechnisch groß…

Sondern verfügte auch über eine Sorte alkoholfreies Bier…eine Sorte! Wie manche mitbekommen haben, hatte ich mit Hubert zusammen die glorreiche Idee 4 Monate lang eine Alkoholpause einzulegen, ja über den Sommer, ja über den Urlaub und erst Mitte Oktober gibt es wieder gscheites Bier. Bis dahin verwöhne ich meinen Gaumen mit Fundstücken wie diesem:

Gegenüber unserem Haus war auch eine Familie mit einem kleinem Sohn eingezogen, ebenso aus München. Die Kinder pflegten seit gestern schüchternen Blickkontakt, aber so richtig traute sich keiner zum anderen. Also mit Papas Hilfe und Frontlader in der Hand bewaffnet rüber zum Hallo sagen. Es wurden die eigenen Bälle über die kleine Hecke geworfen und so kam man sich näher und schmiedete einen noch besseren Plan. Die Bewässerung war gerade angegangen und beide entschlossen sich lieber gemeinschaftlich ihre Papas kräftig nass zu spritzen, Material bekamen Sie natürlich von den Betroffenen selber.

Luisa war heute damit beschäftigt ihre Robbbewegungen weiter zu üben und wälzte, robbte, kugelte durch die Wohnung, bis sie sich selbst im Spiegel wieder fand und sich über die „neue Bekanntschaft“ freute.

Die Spritzspiele des großen Burders wurden dann durch das Mittagessen unterbrochen, wie gewünscht gab es kleine Nürnberger mit Kartoffeln. Direkt danach ging es dann wieder zu Paul, so hieß der kleine Sohn gegenüber, rüber. Leider diesmal mit mäßigen gemeinsamen Spielerfolg. Paul lockte und trotzte anschließend, so dass wir dann weiter zu Boris aus der Slowakei gegangen sind. Dieser hatte auch seinen Fuhrpark im Garten aufgestellt und war zu einem temporären Tausch zwischen seinem Kipper und Emils Frontlader bereit. Die beiden spielten eine ganze Weile ihr übliches Baustellenspiel in der Bepflanzung, bevor wir dann gegen 16:30 dann doch mal zum Strand gehen wollten.

Dort angekommen, gab es dann endlich alles , was er aus seinem Wieso, Weshalb, Warum: Am Meer bereits in liebevoller Vorbereitung vor dem Urlaub kennengelernt hat. Generell sind die Bücher in so unheimlich vielen Situationen toll um die kleinen an bevorstehende Ereignisse vorzubereiten, ich hab irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele wir mittlerweile haben. Am Strand hieß es dann natürlich eine Sandburg bauen.

Aber auch die Krabben wurden im Meer gefunden und im Eimer der Mama und Schwester präsentiert. Nachhaltig wie unser einer jedoch ist, wurden diese direkt im Anschluss wieder im Meer in die Freiheit gelassen, damit diese rechtzeitig zum Abendessen zu Hause sind.

Luisa war zumindest eine Weile ganz gut im Kinderwagen geparkt, bevor Sie sich das Treiben von der Matte zusammen mit Julia anschauen durfte.

Bevor es dann noch abschließend in den Swimming Pool ging, musste natürlich auch am Strand der Spielplatz angemessen bespielt werden.

Auch wenn die Anlage eine riesige Camping Anlage ist, für Kinder ist an jeder Ecke etwas geboten! Im Pool haben wir dann auch gleich die neue Schwimmweste ausprobiert, die wir noch kurz vor dem Urlaub gekauft hatten, da die Schwimmflügel bei seiner letzten Arschbombe sich von den dünnen Armen verabschiedet hatte. Das Model ist auf jeden Fall im höchsten Maße bei uns durchgefallen: Splash About Schwimmhifle Jacke. Emil ist damit überhaupt nicht zurecht gekommen, es hat ihn ständig mit dem Kopf unter Wasser gedreht und nach ein paar Minuten war der Spaß dann vorzeit vorbei. Ja es steht bereits auf der Weste, dass sie nicht vor Ertrinken schützt, aber in dem Fall war Sie überhaupt keine Hilfe. Ab morgen gibt es wieder seine Schwimmflügel!

Da es wieder recht spät wurde, bis alle vier fertig nach dem duschen waren, wurde Papi zum Pizza holen geschickt. Diese haben wir dann draußen auf der Terasse verdrückt und auch wenig später waren alle Kinder inkl. Julia in einem tiefen festen Schlaf. Ein abschließendes Highlight gab es aber noch, auf den Pizzaschachteln war „Mario“ der Pizzabäcker abgebildet, den wir nach Emils Wunsch an die Wand hängen sollen. Wir überlegen mal, wo der zu Hause ggf. hinpassen könnte. In diesen Sinne, gute Nacht, ich genieße noch ein wenig meine Karlskrone auf der Terasse.

5 Gedanken zu “Der erste Tag am Meer

  1. Avatar von Kathi Kathi

    Wenn ihr heimkommt, kann Emil bestimmt all seine Spielsachen in diversen Sprachen benennen…

    Mario würde sich doch super über Emils Küche machen, Rahmen können wir schon mal besorgen. 😉

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    1. Avatar von Petra Hierl Petra Hierl

      Das ist das Schöne in diesen Anlagen-es gibt jede Menge Kinder u meist tolle Spielmöglichkeiten wobei der größte u tollste Spielplatz überhaupt der Sandstrand u das Meer als Wasserlieferant sind. Tja Pizzamario muss wohl nach dem Urlaub einen Ehrenplatz bei euch daheim finden😉

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  2. Avatar von Karl Hierl Karl Hierl

    Ausreichend Schlaf für Alle, einfach Spitze.
    Und es gibt dann soviel zu entdecken.
    Dabei kann man (Kind) auch gleich internationale Kontakte knüpfen.
    Fjodor, andere gehen ins Fitness, du in den Supermarkt.
    Und eure Baukünste im Sand sind ja schon mal vielversprechend.
    Und euch allen vier scheint das Wasser zu gefallen.

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